ADAC Luftrettung fliegt 1475 Einsätze in Baden-Württemberg

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Die meisten Einsätze in Baden-Württemberg verzeichnete mit 915 der am Bundeswehrkrankenhaus in Ulm stationierte ADAC Rettungshubschrauber „Christoph 22“.© Harry Langer

Die fliegenden Gelben Engel der gemeinnützigen ADAC Luftrettung sind 2025 in Baden-Württemberg zu insgesamt 1475 Notfällen alarmiert worden. Die meisten davon verzeichnete mit 915 Einsätzen der am Bundeswehrkrankenhaus in Ulm stationierte ADAC Rettungshubschrauber „Christoph 22“.

Damit ging die Zahl der Rettungsflüge im Südwesten im Vergleich zum Vorjahr mit 1745 Einsätzen zurück. Als Gründe für den Rückgang der Einsätze sieht die ADAC Luftrettung neben normalen Einsatzschwankungen und wetterbedingten Flugausfällen die erweiterten Befugnisse für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter. Die Zahl der Fälle, in denen ein Notarzt vor Ort erforderlich ist, habe sich dadurch verringert.

Rettungseinsätze bei Dunkelheit auch in Region Ulm

Mit Genehmigung des Innenministeriums Baden-Württemberg ist „Christoph 22“ in Ulm seit Januar 2022 auch in den Wintermonaten bis 20 Uhr einsatzbereit, um Patienten mit schweren Verletzungen, Herzinfarkt oder Schlaganfall auch in den Abendstunden notfallmedizinisch zu versorgen. So konnten in den letzten Wintern zusätzlich bis heute mehr als 300 Patienten versorgt werden, für die früher kein Rettungshubschrauber zur Verfügung gestanden hätte.

Möglich sind Flüge im Dunkeln unter anderen durch spezielle Nachtsichtbrillen als Teil eines hochmodernen „Night-Vision-Imaging-Systems“, kurz NVIS genannt. Die Flüge nach Sonnenuntergang sind Teil einer bundesweiten Initiative der ADAC Luftrettung. 2025 absolvierte die ADAC Luftrettung insgesamt 3314 Flüge in der Dämmerung und bei Dunkelheit. Solche Einsätze fliegen neben Ulm insgesamt fünf weitere Stationen, in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz.

Mit Genehmigung des Innenministeriums Baden-Württemberg ist „Christoph 22“ in Ulm seit Januar 2022 auch in den Wintermonaten bis 20 Uhr einsatzbereit, um Patienten mit schweren Verletzungen, Herzinfarkt oder Schlaganfall auch in den Abendstunden notfallmedizinisch zu versorgen.© PD Dr. Björn Hossfeld / ADAC Luftrettung


Die baden-württembergischen Zahlen im Überblick:

  • Zu insgesamt 1061 Einsätzen wurde das ADAC Luftrettungs-Team von „Christoph 22“ in Ulm gerufen (inkl. Alarmierungen über die Landesgrenze)

  • Für die schnelle notfallmedizinische Versorgung der Menschen in Baden-Württemberg rückten Helikopter von insgesamt zwölf ADAC Luftrettungsstationen aus fünf Bundesländern aus.

  • Die meisten Luftrettungseinsätze in Baden-Württemberg verzeichnete mit 915 der am Bundeswehrkrankenhaus in Ulm stationierte ADAC Rettungshubschrauber „Christoph 22“.

Die häufigsten Einsatzgründe:

  • Einsatzgrund Nummer eins in Baden-Württemberg waren: Freizeit-, Sport-, Arbeits-, Schul- und Verkehrsunfälle

  • Dahinter folgen Notfälle des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkte und Herzrhythmusstörungen sowie neurologische Notfälle wie zum Beispiel ein Schlaganfall.

  • Im Einsatzspektrum von „Christoph 22“ in Ulm machte die Versorgung nach Unfällen rund 44 Prozent aus, 23 Prozent waren Notfälle des Herz-Kreislaufsystems.

Hier finden Sie weitere Informationen und Zahlen der ADAC Luftrettung