Die fünf schönsten Campingrouten durch NRW

Die schönsten Campingrouten durch NRW: Fünf Touren mit passendem Stellplatz an jedem Ort!
Die schönsten Campingrouten durch NRW: Fünf Touren mit passendem Stellplatz an jedem Ort!© Campingplatz Hof Biggen

Warum nur ein Ziel für einen Campingurlaub aussuchen, wenn es doch so viele schöne Fleckchen in Nordrhein-Westfalen gibt? Ob Münsterland, Niederrhein oder Ostwestfalen: Die Redaktion des ADAC in NRW hat die fünf schönsten Campingrouten durch NRW zusammengestellt. Viel Spaß auf der Reise durch das spannende Bundesland.

1. Tour: Erlebnistour am Niederrhein plus Zechenflair

© Shutterstock/ ADAC Nordrhein

Start Kleve

Kleve ist für seine weitläufigen Grün­anlagen aus dem 17. Jahrhundert bekannt, die u. a. bei der Planung der Versailler Gärten als Inspiration dienten. Wahrzeichen der Stadt ist die Schwanenburg, die stolz auf einem Hügel thront. Besuchen sollte man auch die historischen Gartenanlagen, die der preußische Statthalter im Herzogtum Kleve, Johann Moritz von Nassau-Siegen, anlegen ließ.

Stellplätze: Am ehemaligen Kurpark (ein Kilometer vom Zentrum) bietet der Reisemobilpark Kleve (Landwehr 4, 47533 Kleve) 75  Wohnmobilstellplätze auf befestigtem Rasengrund. Der Womopark Moyland (Moyländer Allee 3a, 47551 Bedburg-Hau) mit 45  Stellplätzen ist rund zehn Kilometer von Kleve entfernt und liegt neben dem Wasserschloss Moyland mit seinem Kunstmuseum.

Xanten

Es war die strategische Lage direkt an einem heute längst verlandeten Rhein-arm mit perfekten Handelsmöglichkeiten, die um 100 nach Christus an der Stelle einer alten Siedlung zur Gründung der römischen Stadt Colonia Ulpia Traiana führte. Nicht nur Geschichtsfans werden vom LVR-Archäologischen Park der alten Römerstadt begeistert sein.

Stellplätze: In fußläufiger Entfernung zur Altstadt liegt der WomoPark Xanten mit 66 Rasen- und acht Komfort-Stellplätzen (Fürstenberg 6, 46509 Xanten). Etwas weiter von der Stadt entfernt ist der idyllisch gelegene große Waldcampingplatz Speetenkath (Urseler Straße 18a, 46509 Xanten), der ebenfalls Caravanstellplätze bietet. Auch der ganz in der Nähe gelegene Campingpark Kerstgenshof (Marienbaumer Str. 158, 47665 Sonsbeck-Labbeck) hat alles, was das Camperherz begehrt.

Oberhausen

Dass im Oberhausener Stadtteil Klosterhardt im Jahr 1758 die allererste Eisenhütte des Ruhrgebiets eröffnet wurde, brachte der Stadt den Ehrentitel „Wiege der Ruhrindustrie“ ein. Heute ist sie vor allem als Ort vieler unterschiedlicher Kultur- und Freizeiteinrichtungen bekannt – allen voran des Gasometers in der Neuen Mitte rund um das Einkaufszentrum „Centro Oberhausen“.

Stellplätze: Der Wohnmobilstellplatz Am Kaisergarten (Am Kaisergarten 28, 46049 Oberhausen) liegt direkt an der Parkanlage, und zur Neuen Mitte sind es zu Fuß nur 15 bis 20  Minuten. Angeboten werden hier 68  Stellplätze. Direkt am Rhein-Herne-Kanal und nur ein paar Schritte vom CentrO entfernt befindet sich der Wohnmobilstellplatz Marina Oberhausen (Zum Aquarium 2, 46047 Oberhausen).

Essen

© Tourismus NRW e.V. Hannah Piecha

In Essen, heute von einer Hochhausskyline geprägt, hatte lange ein katholisches Damenstift das Sagen, dann wurde die Stadt von der Schwerindustrie dominiert. Doch die Zeiten ändern sich. 1986 wurde die letzte Kohlenzeche Essens geschlossen und sie ist heute als UNESCO-Weltkulturerbe berühmt und ein Besuchermagnet. In einem Park auf einer Anhöhe oberhalb der Ruhr können Sie die Villa Hügel (Hügel 1, 45133 Essen) besichtigen, die Alfred Krupp errichten ließ.

Stellplätze: Der KNAUS Campingpark Essen-Werden (Im Löwental 67, 45239 Essen) liegt in der Nähe der Villa Hügel direkt an der Ruhr. Der Platz mit 100  Touristikstellplätzen ist nur ein paar Hundert Meter von der S-Bahn-Station entfernt. Eine Alternative bietet der im Grünen gelegene Campingpark Baldeneysee (Hardenbergufer 369, 45239 Essen) mit Stellplätzen direkt am See.

Düsseldorf

Ein Ort zum Verweilen, besonders für Architektur-Fans: Der Düsseldorfer MedienHafen © Düsseldorf Marketing GmbH, Foto: Oliver Tjaden

Das Zentrum der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens schmiegt sich förmlich an eine große Schleife des Rheins. Die Stadt ist geprägt von einem fast den gesamten Kern umgebenden Grüngürtel, die Altstadt mit ihren vielen Bierkneipen und Restaurants, der „längsten Theke der Welt“, ist ein Symbol der rheinischen Lebensfreude. Die Königsallee, kurz „Kö“, gehört hier zum Pflichtprogramm. Beiderseits des alten Stadtgrabens reihen sich noble Geschäfte, Galerien, Restaurants und Cafés aneinander. Ideal zum Schauen, Flanieren und Shoppen. Einen wunderbaren Ausblick auf Rhein und Stadt bietet der 240,5 Meter hohe Rheinturm direkt am Fluss.

Stellplätze: Etwa zehn Kilometer von der Altstadt entfernt liegt der malerische Unterbacher See. Sowohl im Norden (Kleiner Torfbruch, 40627 Düsseldorf) als auch im Süden (Am Kleinforst 250, 40627 Düsseldorf) gibt es je einen Campingplatz mit insgesamt 100 Touristenplätzen. Direkt am Rhein, nahe der Rheinterrasse, gibt es auch einen einfachen Stellplatz (Robert-Lehr-Ufer 1, 40474 Düsseldorf) für 30 Wohnmobile.

2. Tour: Stadt, Land, Fluss: Eifel und Rheinland

© Shutterstock/ ADAC Nordrhein

Aachen

Einen Besuch Aachens beginnt man am besten mit einem Bummel durch die Altstadt. Natürlich steht hier der Dom auf dem Programm, mit dem beeindruckenden Marmorthron Karls des Großen. Über 30  deutsche Könige wurden hier gekrönt. Erschöpft vom kulturellen Programm? Statten Sie doch zur Erholung den Carolus Thermen (Passstr. 79, 52070 Aachen) am Kurgarten einen Besuch ab, wo Sie das Mineral-Thermalwasser Aachens genießen können.

Stellplatz: Ganz in der Nähe des Aachener Tierparks Euregiozoo befindet sich der Stellplatz
Bad Aachen (Branderhofer Weg 11, 52066 Aachen) mit 47 Stellplätzen für Wohnmobile und Caravans. Das Aachener Zentrum ist von hier gut per Bus oder auch zu Fuß (2,5 Kilometer) erreichbar.

Nationalpark Eifel

© Tourismus NRW

Der erste Nationalpark in Nordrhein-Westfalen wurde 2004 im Norden der Eifel gegründet und hat sich selbst das Motto „Wald, Wasser, Wildnis“ gegeben – was auf den 110 Quadratkilometern des Parks auch eingelöst wird. Riesige Waldgebiete mit vielen Wanderwegen und die zu großen Seen aufgestauten Flüsse Rur und Urft prägen den Park. Bis 2034 wird sich gemäß der Nationalparkvorgaben der Mensch aus 75  Prozent der Fläche des Parks zurück­–ziehen und auf jede Nutzung dieses Gebiets verzichten. Bereits heute leben über 2200 gefährdete Tier- und Pflanzenarten im Park, darunter auch die einst fast ausgerottete Wildkatze.

Stellplätze: In zentraler Lage, direkt beim Nationalpark-Zentrum Eifel, befindet sich der noch relativ neue Eifel-Wohnmobilpark-Vogelsang (Burg Vogelsang, Vogelsang 40, 53937 Schleiden/Eifel) mit Stellplätzen für 50 Wohnmobile. Rund um den Nationalpark gibt es zudem eine ganze Reihe von Wohnmobilstellplätzen, beispielsweise den Wohnmobilhafen am Nationalpark-Eifel (Pfarrer-Kneipp-Straße, 53937 Schleiden-Gemünd), am Südostrand des Nationalparks, in der Nähe eines der Nationalpark-Tore. Schön im Wald, direkt am Ufer der Rur, liegt das Camp-Hammer (An der Streng 7, 52152 Simmerath) mit 30 Wohnmobilstellplätzen.

Bad Münstereifel

© Sina Ettmer Photography/Shutterstock

Gut 40 Kilometer östlich vom Nationalpark Eifel liegt etwa auf halber Strecke bis zum Rhein das ausgesprochen idyllische, vom blauen Band des Flüsschens Erft durchzogene Städtchen Bad Münstereifel (4100 Einwohner), das für seine fast vollständig erhaltene und restaurierte mittelalterliche Stadtmauer, ebenso aber auch als Kur- und Erholungsort bekannt ist. Sehenswert ist vor allem das Windeckhaus (Orchheimer Straße 23, 53902 Bad Münstereifel),ein prächtiges Fachwerkgebäude mit bunten Schnitzereien.

Stellplätze: Praktisch ist der Wohnmobilpark Bad Münstereifel (Dr.-Greve-Straße 16, 53902 Bad Münstereifel) mit 26 Stellplätzen. Wer aber den Weg nicht scheut, kann zum Rhein fahren und den am Fluss gelegenen Campingplatz Rheincamping Siebengebirgsblick (Wickchenstraße, 53424 Remagen-Rolandswerth) ansteuern. Bevor Sie den Tag dort beenden, lohnt sich noch ein Fußmarsch zum oberhalb des Platzes gelegenen sagenumwobenen Rolandsbogen.

Bonn

Im Bonner Ortsteil Poppelsdorf befindet sich das Poppelsdorfer Barockschloss. © Michael Sondermann Presseamt der Bundesstadt Bonn

Bonn, dessen Geschichte mit einem römischen Kastell am Rheinufer begann, konnte 1989 seinen 2000. Geburtstag feiern. Damit gehört die Stadt zu den ältesten in Deutschland. Von 1949 bis 1990 war Beethovens Geburtsort Hauptstadt und bis 1999 Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland. Bis heute beherbergt die Stadt sechs Bundesministerien und einige Bundesbehörden.

Stellplätze: Neben dem Campingplatz Rheincamping Siebengebirgsblick (Seite 29) bietet der 20  Kilometer von Bonn entfernte Platz Camping im Siebengebirge (Theodor-Storm-Straße 37, 53639 Königswinter) mit allerdings nur fünf Wohnmobiplätzen eine gute, naturnahe Abstellmöglichkeit.

Köln

© Shutterstock/S.Borisov

Köln, die karnevalverrückte Stadt am Rhein, gilt als lebenslustigste Deutschlands, der rheinische Frohsinn wird gern vor allem hier gesucht. Zugleich ist Köln als Kunstmetropole und Messestadt angesehen. Das Wahrzeichen der Stadt ist der weit über Deutschland hinaus bekannte Kölner Dom. Ein Ziel nicht nur, aber vor allem für Schleckermäuler ist das Schokoladenmuseum (Am Schokoladenmuseum 1A, 50676 Köln). Wer mag, kann aus dem Schokoladenbrunnen kosten.

Stellplätze: Nördlich der Stadt, rund drei Kilometer zu Fuß vom Dom entfernt, liegt in der Nähe des Rheins unter Bäumen der Reisemobilhafen Köln (An der Schanz, 50735 Köln), direkt neben der Jugendherberge Köln-Riehl und nicht weit von einer U-Bahn-Haltestelle. Hier gibt es 60 einfache Stellplätze für Wohnmobile. Auch bei Camping Berger (Uferstraße 71, 50996 Köln/Rodenkirchen) kann man sein Wohnmobil abstellen. Der große Platz (mit Biergarten) liegt südlich der Stadt direkt am Rheinufer, etwa acht  Kilometer vom Dom entfernt.

3. Tour: Seentour Sauerland

© Shutterstock/ ADAC Nordrhein

Möhnesee

© Lutsenko_Oleksandr/Shutterstock

Das gut zehn Quadratkilometer große „Westfälische Meer“ verdankt seine Entstehung der von 1909 bis 1913 errichteten Möhnetalsperre, einem 40 Meter hohen und 650  Meter langen imposanten Bauwerk, das das Wasser des Flusses Möhne aufstaut und vor allem zur Sicherung der Wasserversorgung des Ruhrgebiets beitragen soll. Heute bildet der See zusammen mit dem an seinem Südufer direkt angrenzenden Arnsberger Wald ein großes und
beliebtes Naherholungs­gebiet.

Stellplätze: Als Stellplätze bieten sich am Nordufer des Möhnesees in Delecke der direkt neben dem dortigen Strandbad gelegene Wohnmobilstellplatz (Linkstraße 20 A, 59519 Möhnesee-Delecke, ca. 60 Stellplätze) sowie etwas weiter östlich in Körbecke der ADAC-Campingplatz (Brückenstraße 23, 59519 Möhnesee, sieben Stellplätze) an. Am Südufer verfügt der Campingplatz Möhnesee (Arnsberger Str. 8, 59519 Möhnesee) über 70 Stellplätze. Alle diese Anlagen haben direkten Zugang zum Wasser. Die beiden am Nordufer liegen in den Gemeinden Delecke und Körbecke mit entsprechender Infrastruktur, der Platz am Südufer liegt direkt am Arnsberger Wald.

Sorpesee

Auch die etwa 30 Kilometer südwestlich vom Möhnesee gelegene Sorpetalsperre wurde wegen des großen Wasserbedarfs des Ruhrgebiets gebaut – hier wurde jedoch keine Sperrmauer, sondern ein Damm errichtet, für den von 1926 bis 1935 auf der damals größten Baustelle Europas über 300 000  Tonnen Baumaterial verarbeitet wurden. Die Route vom Möhnesee dorthin führt in südwestlicher Richtung quer durch den Arnsberger Wald über Arnsberg nach Langscheid, das ein Ortsteil von Sundern ist.

Stellplätze: Südwestlich von Langscheid liegt etwa auf halber Länge des Sees in einer kleinen Bucht direkt am Ufer der Nordic-Familienpark am Sorpesee (Am Sorpesee 193, 59846 Sundern-Langscheid) mit allerdings nur acht Stellplätzen für Wohnmobile und Caravans. Mit 40 Stellplätzen ist das Platzangebot bei Campen am Damm (Am Amecker Damm 2, 59846 Sundern-Amecke) am südlichen Ende des Sees bei Amecke deutlich größer.

Biggesee

Im Biggesee im Sauerland kühlen sich die Menschen im Sommer ab. © Adobe Stock / Sina Ettmer

Etwa 40 Kilometer weiter südlich ist der zwischen Attendorn und Olpe gelegene, 1965 fertiggestellte Biggesee das nächste Etappenziel. Mit einem Fassungsver-mögen von 171,7 Millionen Kubikmetern ist er die fünftgrößte Talsperre Deutsch-lands. Ihr wichtigster Zweck ist einmal mehr die Wasser­versorgung des Ruhrge-biets, für die Region hat der See aber auch als touristisches Ziel großes Gewicht.

Stellplätze: Aufgrund der Größe des Sees und seiner Beliebtheit ist hier die Zahl der angebotenen Stellplätze recht hoch. Die meisten Anbieter geben an, zahlreiche Stellplätze für verschiedene Anforderungen zur Verfügung stellen zu können, exakte Zahlen für Caravans fehlen jedoch in der Regel. Auch am Biggesee empfiehlt es sich unbedingt, vorab einen Stellplatz zu reservieren. Alle im Folgenden genannten Plätze bieten direkten Zugang zum See.

An der Nordspitze des Sees wartet der terrassenförmig am Hang angelegte Platz Biggesee-Camping (Waldenburger Bucht  11, 57439 Attendorn) mit tollem Blick auf den See auf. Etwas weiter südlich präsentiert sich die Anlage Camping Biggesee – Vier Jahreszeiten (Am Sonderner Kopf 3, 57462 Olpe) in wunderschöner Lage auf einer Halbinsel. Mitten im Grünen und direkt am See bietet Naturcamping Kessenhammer Biggesee Stellplätze für 30 Wohnmobile (Kessenhammer 3, 57462 Olpe). Weiter westlich erwartet Camping Gut Kalberschnacke (Kalberschnacke 8, 57489 Drolshagen) an der ehemaligen Listertalsperre seine Gäste.

Diemesee

Zwar ist die Diemel-Talsperre nicht besonders groß, aber gerade darin liegt ein großer Teil ihres Charmes. Hier geht es vergleichsweise ruhig zu, auf dem See verkehrt ein kleines Ausflugsschiff, die „MS Muffert“, von dem aus man sich während einer einstündigen Fahrt mit dem See bekannt machen kann. Drei Strandbäder (Heringhausen, Seebrücke, Helminghausen, Eintritt jeweils frei) mit Badestegen und Cafés laden zum Plantschen und Schwimmen ein.

Stellplätze: Direkt am Ufer des Sees liegt der Wohn­mobilstellplatz Diemelsee am sehr schönen Campingpark Hohes Rad (Hohes Rad 1, 34519 Diemelsee) mit 30 einfachen Stellplätzen. Weniger Stellplätze hat der Campingplatz Goldbreite (Kirchstraße 10, 34519 Diemelsee-Heringhausen). Auch der Campingplatz Seebrücke (Seebrücke 2, 34519 Diemelsee) stellt auf einer Wiese Stellplätze für Wohnmobile zur Verfügung. Die Campingplätze Seeblick (Auf dem Kampe 3a, 34519 Diemelsee-Heringhausen) sowie In der Hege (Auf dem Knochen 3, 34519 Diemelsee) bieten ebenfalls Stellplätze an.

Hennesee

Die letzte Etappe dieser Tour führt wieder mitten ins Sauerland hinein über Brilon nach Meschede zum Hennesee und ins Einzugsgebiet der durch Meschede fließenden Ruhr. Auch dieser See dient hauptsächlich der Sicherung der Wasserversorgung des Ruhrgebiets. Baden (am Westufer und im Vorbecken, beliebt ist die Berghauser Bucht), Segeln, Tauchen, Angeln, Kajak- und Tretbootfahren, Rudern und SUP sind auch am Hennesee Standard, ebenso wie der Fahrgastschiffverkehr, für den die „MS Hennesee“ zuständig ist.

Stellplätze: Direkt am See ist das Angebot an Wohnmobilstellplätzen nicht gerade üppig. Am Knaus Campingpark Hennesee (Mielinghausen 7, 59872 Meschede) bietet der Knaus Reisemobilhafen Hennesee 17 Stellplätze – mit Anschluss an die 4-Sterne Campinganlage Knaus Campingpark. Nur einen Katzensprung vom See entfernt gibt es am Hallen- und Freibad Meschede und direkt an der Ruhr zehn gebührenfreie Stellplätze

4. Tour: Radlerparadies Münsterland

© Shutterstock/ ADAC Nordrhein

Münster

Adelshöfe, Bürgerhäuser und mehr Fahrräder als Einwohner – die Stadt, in der einst mit dem „Westfälischen Frieden“ der Dreißigjährige Krieg beendet wurde, zeigt sich heute geschichtsbewusst, weltoffen und dynamisch. Ihre vielfältigen Sehenswürdigkeiten sind bundesweit ungewöhnlich gut bekannt  – nicht zuletzt, weil hier die Fernsehermittler Thiel und Börne (ARD, „Tatort“) sowie Wilsberg (ZDF) ihre Fälle lösen. Das Herzstück der Stadt ist der von Laubengängen und Giebelhäusern umrahmte Prinzipalmarkt.

Stellplätze: Gut vier Kilometer von der Altstadt bietet der 2020 vom ADAC als „Tipp“ empfohlene Campingplatz Münster (Laerer Werseufer 7, 48157 Münster) etwa 20 Stellplätze an. 11 Kilometer östlich von Münster offeriert der einfach ausgestattete Stellplatz Lauheide (Lauheide 3,  48291 Telgte) mitten im Grünen gut 100 Stellplätze.

© Oliver Franke/Tourismus NRW e.V.

Warendorf

Das Münsterland ist pferdevernarrt, und in dieser Hinsicht ist Warendorf mit dem Nordrhein-Westfälischen Landgestüt, dem Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei und der Deutschen Reiterlichen Vereinigung sein Zentrum. Vom mittelalterlichen Wohlstand der einstigen Hansestadt zeugt die schöne Altstadt. Vor allem am Marktplatz spiegeln sich die Jahrhunderte in gut erhaltenen Gebäuden. Wer in Warendorf Station macht, kommt so gut wie automatisch mit der hiesigen Pferdekultur in Kontakt.

Stellplätze: Am Bootshaus Emssee (Sassenberger Str. 24–28, 48231 Warendorf) finden 14 Wohnmobile für maximal drei Nächte einen gebührenfreien Stellplatz. Der an einem kleinen Badesee und nahe dem Feldmarksee gelegene Campingpark Münsterland Eichenhof (Feldmark 3, 48336 Sassenberg) mit angenehmen Stellplätzen auch für Kurzbesucher bietet u.  a. Brötchenservice, Shop, Restaurant und Biergarten.

Dörenther Klippen

Von Warendorf fährt man weiter an den nordöstlichen Rand des Münsterlandes zum Teutoburger Wald. An dessen Südkante ragen auf einer Länge von rund vier Kilometern die bis zu 159 Meter hohen Dörenther Klippen auf – und bieten tolle Blicke über das Flachland. Um die Dörenther Klippen richtig zu erleben, muss man sie erwandern. Am besten geht das wohl auf dem 9,3 Kilometer langen Rundkurs „Teutoschleife Dörenther Klippen“, mit Aufstiegen von insgesamt 405  Metern.

Stellplätze: Der Campingplatz Dörenther Klippen (Münsterstr. 419, 49479 Ibbenbüren-Dörenthe) hat einige Stellplätze in schöner Lage im Wald. AmFreizeitpark Sommerrodelbahn Ibbenbüren (Münsterstr. 265, 49477 Ibbenbüren) stehen auf einem Parkplatz in Autobahnnähe von April bis Oktober zehn kostenfreie Stellplätze zur Verfügung.

Schloss Raesfeld

Von den Dörenther Klippen aus führt die Route nun knapp 100 Kilo­meter weit über Greven, Altenberge, Billerbeck und Coesfeld mitten durchs Münsterland zum südlich von Borken gelegenen malerischen Wasserschloss Raesfeld aus dem 17. Jahrhundert, dessen imposanter Turm schon von Weitem erkennbar ist. Von der Balustrade am Turm schaute übrigens der Bauherr des Schlosses, Alexander II. von Velen, ganz weit in die Ferne – wenn er nachts seiner Leidenschaft für die Astrologie nachging.

Stellplätze: Graf Alexanderheißt der wunderschön direkt am Wasserschloss (Fußweg: ca. zwei Minuten) gelegene Wohnmobilstellplatz mit allerdings nur acht Plätzen (Südring, 46348 Raesfeld). Weniger attraktiv liegen die beiden nächstgelegenen Stellplätze in Borken: 15  Wohnmobilen bietet der Stellplatz am Freizeitbad Aquarius (Parkstraße 20, 46325 Borken) Platz, auf dem Parkplatz an der Schlossklinik (Pröbstinger Allee, 46325 Borken) können zehn Wohnmobile (kostenlos) abgestellt werden.

Schloss Nordkirchen

Die barocke Schlossanlage liegt gut 25 Kilometer von Münster entfernt und gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen im Münsterland. © Tcherkassi/Pixabay

Das barocke Schloss Nordkirchen ist die größte und bedeutendste Wasserburg Westfalens – wegen ihrer französischen Vorbildern folgenden Gestaltung trägt sie den Ehrentitel „Westfälisches Versailles“. Von Wassergräben eingerahmt, thront das Schloss auf einer Insel. Da die Parkanlagen rundum frei zugänglich sind, kann man seine äußere, fast perfekt symmetrisch angelegte Pracht uneingeschränkt bewundern. Die Innenräume können allerdings nur im Rahmen von Führungen besichtigt werden.

Stellplätze: Der in unmittelbarer Nähe von Schloss Nordkirchen gelegene Wohnmobilstellplatz Nordkirchen (Am Gorbach 10a, 59394 Nordkirchen) bietet 22 gepflegte Stellplätze. Eine Alternative ist der 13,5 Kilometer weiter südlich am Datteln-Hamm-Kanal gelegene Wohnmobilhafen Marina-Rünthe (Hafenweg 10a, 59192 Bergkamen) mit 18 Stellplätzen.

5. Tour: Natur und Kultur in Ostwestfalen

© Shutterstock/ ADAC Nordrhein

Minden

Neben dem ältesten Rathaus Westfalens, kleinen Kopfsteinpflastergassen und Bürgerhäusern des 16. Jahrhunderts ist vor allem der Dom in der Mindener Altstadt sehenswert. Die Hallenkirche im romanisch-gotischen Baustil wurde zwischen dem 11.  und 13. Jahrhundert erbaut und gehört zu den schönsten in Deutschland. Minden hebt sich aber besonders durch ein Bauwerk ab: das einzigartige Wasserstraßenkreuz. In 13 Metern Höhe fließt der Mittellandkanal über die Weser. Dies ist dank einer trogähnlichen, ca. 375 Meter langen Brücke möglich, die das Wasserstraßenkreuz zu einem der größten macht.

Stellplätze: In guter Lage direkt am Weserstrand gibt es auf dem gebührenpflichtigen Wohnmobilstellplatz Kanzlers Weide (Uferstraße/Hausberger Straße, 32423 Minden) 70 Stellplätze, teils auf Rasengittersteinen, teils auf Schotter. Die Ausstattung umfasst WLAN, Stromanschlüsse, Wasser und eine Entsorgungsstation. Der kleine Campingplatz Minden-Hahlen (Am Hahler Hafen 22, 32427 Minden) liegt vier Kilometer von Mindens Innenstadt entfernt und verfügt über Plätze am Mittellandkanal sowie ein Sanitärgebäude.

Detmold

Seit der Eiszeit stehen die Ex­tern­stei­ne bereits im Teu­to­bur­ger Wald. © ADAC Nordrhein/ Julia Spicker

Detmold ist die ehemalige Residenzstadt des Fürstentums Lippe-Detmold, was sich bis heute in seiner Funktion als Kulturstadt spiegelt. Museen, die historische Altstadt, das Landestheater und viele Attraktionen wie Fachwerkhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert prägen die Szene. Und als Naturstadt mit zahlreichen Wander- und Radwegen zeigt Detmold eine weitere seiner Facetten.

Stellplätze: Reisende können ihr Wohnmobil auf dem relativ neuen Wohnmobilstellplatz Detmold Werrebogen (Hornsche Str. 50, 32756 Detmold) abstellen. Zu beachten ist, dass der Platz nur Kapazitäten für zehn Wohnmobile hat. Etwas größer ist der schöne Campingplatz Quellental (Quellenstraße 55, 32758 Detmold), der direkt am Waldrand liegt und Stellplätze für Zelte, Wohnwagen und Wohnmobile anbietet.

Höxter

Höxter im Weserbergland gehört zu den ältesten Städten in Norddeutschland und wurde 823 erstmals erwähnt. Die historische Fachwerkstadt befindet sich am linken Weserufer, direkt an der Grenze zu Niedersachsen. Mit ihrer regen Innenstadt, guten Einkaufsmöglichkeiten und zahlreichen Biergärten, Cafés und Restaurants bietet sie alles für eine angenehme Auszeit. Für Wasserfreunde bietet die Weser jede Menge Möglichkeiten. Ein Trip mit dem Kanu, eine Schifffahrt oder zum Beispiel einen Ausflug zum Badesee Höxter.

Stellplätze: Schön und direkt am Wasser – Wesercamping Höxter (Sportzentrum 4, 37671 Höxter) bietet nicht nur einen Campingplatz, sondern auch zwei Reisemobilplätze mit insgesamt 100 Stellplätzen. Der eine Reisemobilplatz befindet sich am Floss-platz in kurzer Entfernung zur Altstadt, der andere in der Freizeitanlage Höxter-
Godelheim am Badesee. Auf dem Freizeitgelände Ahlemeyer (Godelheimer Straße  57, 37671 Höxter-Godelheim) gibt es ebenfalls Stellplätze.

Paderborn

Möglicher Abstecher auf der Tour durchs Lipperland: Schloss Neuhaus in Paderborn © mojolo - stock.adobe.com

Gut 50 Kilometer westlich von Höxter erreichen Sie die alte Kaiser-, Bischofs- und Hansestadt Paderborn. Ihren Namen verdankt sie dem Fluss Pader, der hier gleich an fünf Stellen aus dem Boden tritt, in Quellbecken, aber auch unter der von Karl dem Großen angelegten Burg und späteren Kaiserpfalz. Besonders prägnant sind der dreischiffige Dom mit mächtigem Turm und dem originellen „Dreihasenfenster“ im Innenhof des Kreuzgangs, die Kaiserpfalz (mit Museum) nebenan, das Rathaus und eine Reihe weiterer Kirchenbauten.

Stellplätze: In City-Nähe bietet der Parkplatz beim Rolandsbad (Fürstenweg 36, 33102 Paderborn) 16 Wohnmobilen Platz. Ebenfalls citynah liegt der Parkplatz Maspernplatz (Hathumarstraße 22, 33098 Paderborn) mit sieben Stellplätzen. Etwa zehn Kilometer außerhalb der Stadt hat der Parkplatz an der DLRG-Station am Lippesee (Sennelagerstr. 62, 33106 Paderborn-Sande) kostenfreie Plätze für zehn Wohnmobile. Etwas weiter entfernt liegen die Stellplätze in Hövelhof, Büren, Bad Lippspringe und Bad Wünnenberg.

Bielefeld

Von Paderborn sind es gut 45 Kilometer bis nach Bielefeld, der einstigen Leinen­weberstadt und letzten Station dieser Tour. Heute ist die im Zweiten Weltkrieg schwer zerstörte Stadt das Zentrum Ostwestfalens und ein Kunst- und-Kultur-Hotspot. Einen Rundgang durch den historischen Stadtkern beginnt man am besten am Alten Markt. Das Alte Rathaus und das Theater am Alten Markt sind echte Prachtbauten, ebenso die Nicolaikirche einen Katzensprung weiter. Bielefelds Wahrzeichen ist die über der Stadt thronende Sparrenburg, deren Turm besichtigt werden kann.

Stellplätze: Nur 1,5 Kilometer von der Innenstadt entfernt bietet der Wohnmobilstellplatz am Johannisberg (Dornberger Str. 53, 33615 Bielefeld) ganzjährig zehn Plätze. Auch der Campingpark Bielefeld (Vogelweide  9, 33649 Bielefeld) vermietet etwa Stellplätze für Wohnmobile.

Laura Harlos
Laura Harlos
Redakteurin ADAC Nordrhein
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