Mitgliederversammlung: ADAC Nordrhein berichtet über weiteres Rekordjahr

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Im Saal der Koelnmesse läuft die gut besuchte Mitgliederversammlung 2026 des ADAC Nordrhein.
Auf der Mitgliederversammlung 2026 des ADAC Nordrhein in der Kölnmesse berichtet der Club über ein weiteres Rekordjahr.© Thomas Banneyer

Zum 31. Dezember 2025 zählte der ADAC Nordrhein 3.138.773 Mitglieder so viele wie nie zuvor. Auf der Mitgliederversammlung in Köln am 20. März 2026 berichtete der Vorstand über ein weiteres Rekordjahr.

Ein neuer Höchststand in der 123-jährigen Geschichte: Insgesamt 172.000 neue Mitglieder hat der ADAC Nordrhein in 2025 hinzugewonnen - so viele wie nie zuvor. Das verkündete der größte Regionalclub des ADAC auf seiner Mitgliederversammlung 2026 in der Kölnmesse. Zum 31. Dezember 2025 gehörten 3.138.773 Menschen dem ADAC Nordrhein an.

„Wir bleiben menschlich, nahbar und erbringen zuverlässig Hilfe, wo sie benötigt wird. Das ist die DNA des ADAC“, sagte die Vorsitzende Andrea Schmitz. Mehr als 970.000-mal waren die „Gelben Engel“ der ADAC Pannenhilfe im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen im Einsatz. Die sechs in NRW stationierten Rettungs- und Intensivtransporthubschrauber der ADAC Luftrettung flogen 2025 etwa 6500 Einsätze.

In Ihrer Rede machte Schmitz deutlich, dass Mobilität für alle bezahlbar bleiben müsse. „Das gilt unabhängig davon, ob unsere Mitglieder in einem Pkw mit Diesel-, Benzin- oder Elektromotor unterwegs sind oder ein anderes Verkehrsmittel nutzen“, betonte die Vorsitzende des ADAC Nordrhein. Klimaschutzmaßnahmen seien notwendig, sie dürften die Menschen aber nicht überfordern. „Für den Verkehrsbereich hat die Akzeptanz von Maßnahmen besonderes Gewicht, denn Mobilität berührt den Alltag nahezu aller Verbraucherinnen und Verbraucher“, erklärte Schmitz. Versuche, das Auto einfach aus den Städten zu verbannen, Fahrspuren wegzunehmen oder Parkplätze zu streichen, ohne ausreichend Alternativen anzubieten, seien zu kurz gedacht.

ADAC sieht Handlungsbedarf bei E-Mobilität und Spritpreisen

Beim Thema Elektromobilität forderte Schmitz ein größeres Fahrzeugangebot im Klein- und Mittelklasse-Segment, mehr Preistransparenz an der Ladesäule und vor allem günstigere Ladepreise, damit ein Elektroauto auch für Menschen ohne Eigenheim oder Lademöglichkeit auf der Arbeit attraktiver werde. „Wir sind aber nicht blauäugig und wissen: Nicht alle können morgen ein E-Auto fahren. Wir sind auch für diejenigen da, die es nicht können“, sagte Schmitz und nahm die Bundesregierung in die Pflicht, jetzt zeitnah Maßnahmen gegen überteuerte Spritpreise umzusetzen.

Der ADAC hatte sich zuletzt für eine Energiesteuersenkung ausgesprochen, weil diese schnell und befristet realisiert werden könnte und damit finanziell besonders belasteten Autofahrerinnen und Autofahrern helfen würde. „Es muss dieses Mal aber sichergestellt werden, dass Entlastungen eins-zu-eins auch bei den Verbrauchern ankommen“, mahnte Schmitz.

Verantwortung im höchsten Gremium des ADAC Nordrhein übernehmen neben Andrea Schmitz (Kempen) weiterhin Thomas Hellemann aus Troisdorf (Mitgliederleistungen), der Rösrather Thomas Velling (Verkehr und Technik), Walter Hornung aus Neunkirchen-Seelscheid (Sport), der Monschauer Walter Kaulen (Ortsclubangelegenheiten) und Schatzmeister Harry Stüber (Köln) an.

Auf der Mitgliederversammlung wurde der Vorstand mit 99,9 Prozent der Stimmen entlastet. Vorstandswahlen standen in diesem Jahr keine an. Den Jahresabschluss genehmigten die anwesenden Delegierten und Mitglieder mit 99,54 Prozent, den Haushaltsplan 2026 einstimmig.

Dokumente zur Mitgliederversammlung 2026

Die Versammlungsunterlagen zur Mitgliederversammlung 2026 finden Sie hier.

Den Jahresbericht 2025 des ADAC Nordrhein e.V. lesen Sie hier.