A40-Sperrung bei Bochum wegen Brückenneubau ab 6. August

Ab dem Dreieck Bochum-West wird die A40 ab dem 6. August gesperrt. Der Verkehr wird über die gerade fertiggestellte A448 umgeleitet.
Ab dem Dreieck Bochum-West wird die A40 ab dem 6. August gesperrt. Der Verkehr wird über die gerade fertiggestellte A448 umgeleitet.© AdobeStock/P.S.DES!GN

Die A40-Schlachthofbrücke bei Bochum muss neu gebaut werden. Dafür wird die A40 zwischen dem Dreieck Bochum-West und der Anschlussstelle Bochum-Harpen ab dem 6. August für 15 Wochen voll gesperrt. Wie Autofahrende die Sperrung umfahren können, lesen Sie hier.

Ab dem 6. August droht dem Ruhrgebiet ein staureicher Spätsommer. Der Grund: Die Schlachthofbrücke auf der A40 ist marode und muss unter Vollsperrung neugebaut werden. Zwar befindet sich die Baustelle nur zwischen den Anschlussstellen Bochum-Hamme und Bochum-Zentrum. Abgeriegelt wird die A40 aber weiträumiger: zwischen dem Dreieck Bochum-West und der Anschlussstelle Bochum-Harpen.

Das sind die Umleitungsstrecken

  • Der Fernverkehr in Fahrtrichtung Dortmund kann die A448 im Bochumer Süden als Umleitungsstrecke nutzen, die gerade fertiggestellt worden ist. Diese beginnt am Dreieck Bochum-West. Am Kreuz Bochum/Witten geht es dann auf die A43 und am Kreuz Bochum wieder auf die A40.
    Für Autofahrende in Fahrtrichtung Essen gilt die gleiche Strecke nur andersherum.

    Über die A448 und die A43 bestehen während der Bauarbeiten Umfahrungsmöglichkeiten. (Hier klicken um Grafik zu vergrößern)© ADAC Nordrhein e.V.
  • Wer während der Sperrung von Bochum nach Dortmund möchte, kann weiterhin vom Bochumer Stadtgebiet auf die A40 auffahren, sofern man nicht in Richtung der Baustelle auffährt. Über die Auffahrten Bochum-Zentrum, -Stadion und -Harpen bleibt die A40 in Fahrtrichtung Dortmund befahrbar.

  • Autofahrende, die in die Bochumer Innenstadt möchten, können von der A448 die Abfahrten Wittener Straße, Altenbochum, Wiemelhausen (Universitätsstraße), Bochum-Süd (Königsallee), Weitmar, Eppendorf und Stahlhausen nehmen. Sind die A448 und die A43 dicht, führen beispielsweise alternativ die B226 oder die Universitätsstraße in die Bochumer City.

Stau-Prognose des ADAC in NRW

"Es wird sicher zu erhöhten Belastungen und zusätzlichen Staus auf den Umleitungsstrecken kommen", so Verkehrsexperte Dirk Krüger vom ADAC in NRW. "Die Alternative - eine Baustelle unter Verkehr - hätte aber deutlich länger gedauert und mehr gekostet." Bei einer ähnlichen Vorgehensweise bei Bauarbeiten auf der A40 bei Essen im Jahr 2012 hatte der damals zuständige Landesbetrieb Straßen.NRW ein positives Resümee gezogen. Vorteilhaft ist laut ADAC diesmal auch, dass die A448 als leistungsfähige Ausweichmöglichkeit zur Verfügung steht. Zudem ist der Termin günstig, da Teile der Sommerferien sowie die Herbstferien in den Sperrzeitraum ragen. "Das sollte sich ebenfalls positiv auswirken, weil dann generell weniger Verkehr unterwegs ist", so Krüger. Wichtig sei aber, die Baumaßnahme im geplanten Zeitraum fertigzustellen, da im November, dem Staumonat Nummer eins, die Straßen erfahrungsgemäß voller seien und damit die Staugefahr ansteige.

Warum die Vollsperrung

Dass die 1959 erbaute Brücke marode ist und neugebaut werden muss, ist schon seit einigen Jahren bekannt. Der zunehmende Lkw-Verkehr hat die Brücke in der Vergangenheit schwer belastet. Üblicherweise wird zunächst eine Brückenhälfte neugebaut, während der Verkehr über die andere Hälfte läuft. Auf der Stadtautobahn A40 sind die Fahrspuren allerdings zu eng, daher war laut Autobahn GmbH eine Vollsperrung unvermeidlich. Während dieser wird dann aber nicht das komplette neue Brückenbauwerk errichtet, sondern nur der nördliche Teil (Fahrtrichtung Essen). Auf diesem wird der Verkehr anschließend wieder in beide Fahrtrichtungen freigegeben, während voraussichtlich bis Herbst 2025 die südliche Fahrbahn der neuen Brücke fertiggestellt wird.

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?