Wohnmobil überladen: Diese Strafen drohen in Europa

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© ADAC Nordbayern e.V.

Nordbayern. Während den Sommerferien fahren viele mit dem Wohnmobil in den verdienten Urlaub. Doch vor der Abfahrt gibt es bei der Beladung des Fahrzeugs einiges zu beachten, denn die Folgen können gravierend sein – genau wie die möglichen Strafen. Der Grund: Bei Übergewicht auf vier Rädern verschlechtert sich das Fahrverhalten und der Bremsweg wird länger.

Gewichtüberschreitung bei Wohnmobil kann teuer werden

Bei rund 80 Prozent der in Deutschland zugelassenen Wohnmobile beträgt das zulässige Gesamtgewicht 3,5 Tonnen. Wer dieses hierzulande überschreitet, riskiert ein Bußgeld sowie Punkte in Flensburg. In Italien, sowie meistens auch in den Niederlanden und Spanien, wird beim Wiegen von Wohnmobilen eine Toleranz von 5 Prozent gewährt – diese drei Länder bilden aber die europäische Ausnahme. In manchen Ländern gilt außerdem die Regel, dass das Gewicht des Campers an Ort und Stelle reduziert werden muss. Österreich und Kroatien gewähren beispielsweise die Weiterfahrt erst, wenn das Wohnmobil das zulässige Gesamtgewicht nicht mehr überschreitet.

Wer mit seinem Wohnmobil nach Skandinavien fährt, muss sich auf unterschiedlichen Vorgaben einstellen: Während in Dänemark und Schweden die Geldstrafen für Überladung bei zirka 130, bzw. 185 Euro beginnen, ist die Geldstrafe in Finnland abhängig von Verstoß und Einkommen. Dort ist ebenfalls eine Weiterfahrt bis zur Ablastung untersagt. Die höchsten Strafen drohen allen Betroffenen in Belgien und in der Schweiz. Bei den Eidgenossen warten besonders ab einer Überladung von fünf Prozent hohe Bußgelder auf alle Wohnmobilfahrerinnen und -fahrer. Neben einer sofortigen Abladepflicht sind auch ein Fahrverbot sowie eine Strafanzeige möglich.

In Belgien können die Folgen noch drastischer sein. Wer bis zu 500 Kilo zu viel geladen hat, muss mit einem Bußgeld von bis zu 5000 Euro rechnen. Bei 1.000 Kilo kann die Geldstrafe auf bis zu 10.000 Euro und bei 1.500 Kilo sogar auf bis zu 20.000 Euro steigen. Bei einer Überladung von über fünf Prozent ist die Weiterfahrt verboten. Außerdem können eine Fahrzeugstilllegung sowie eine Freiheitsstrafe von bis zu acht Tagen sein.

Wer ohne Risiko in den Campingurlaub starten möchte, kann sein Wohnmobil im ADAC Prüfzentrum in Fürth wiegen lassen. Unsere Experten beraten Sie individuell rund um das Thema Überladung und Radlastverteilung. Weitere Informationen zu diesem Angebot finden alle Interessierten unter https://adac-nordbayern.de/mobilitaet/pruefzentrum/camperwiegen.