Sicher in den Urlaub: Tipps für die korrekte Beladung des Autos

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© ADAC Nordbayern e.V.

Nordbayern. Schnell ins Auto und ab in den Urlaub – so leicht ist es nicht! Bei der Beladung des Autos sollte man lieber strategisch vorgehen und sich Zeit für die Ladungssicherung nehmen. Die Folgen könnten andernfalls gravierend sein.

Schwere Gegenstände müssen nach unten

Schwere Gegenstände sollten unten im Kofferraum direkt an die Rücksitzlehne platziert werden, leichtere Gepäckstücke möglichst ohne Spielraum nach oben.Wer einen Kombi fährt, kann auf ein Laderaumgitter oder Netz zurückgreifen, wenn das Gepäck über die Höhe der Rücksitzlehne reicht.Die Ladung im Kofferraum kann mit einer Decke abgedeckt und mit Spanngurten gesichert werden.

Lose Kleinteile werden am besten in Boxen transportiert. Auch Smartphones, Tablets und ähnliche Geräte sollten im Handschuhfach gelagert oder in einer entsprechenden Halterung angebracht werden. Wichtige Gegenstände wie Warnweste, Warndreieck und Verbandskasten müssen vor dem Beladen an einem leicht zugänglichen Ort verstaut werden. Außerdem ist es ratsam, immer eine Weste pro Passagier im Auto mitzuführen. In einigen beliebten Urlaubsländern, wie beispielsweise Italien, Frankreich oder Kroatien ist das vorgeschrieben.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Reifendruck. Wer mit einem voll beladenen und/oder vollbesetzten Fahrzeug die Urlaubsreise antritt, sollte den Reifendruck erhöhen. Alle wichtigen Informationen zum richtigen Luftdruck finden Autofahrerinnen und Autofahrer meistens auf der Innenseite des Tankdeckels.

Gefahren sollten nicht unterschätzt werden

Die Gefahren eines falsch beladenen oder überladenen Autos sollten nicht unterschätzt werden. Ein zu hohes Gewicht beeinträchtigt die Verkehrssicherheit des Wagens, da sich der Bremsweg verlängert. Sollte dieser Fall eintreten, drohen Bußgelder von bis zu 235 Euro und ein Punkt in Flensburg. Die Vorgaben für das zulässige Gewicht können alle Autofahrenden im Fahrzeugschein, unter dem Buchstaben F) nachlesen. Von diesem Wert zieht man das Leergewicht des Fahrzeugs unter G ab. Die Differenz ergibt die mögliche Zuladung.

Korrekter Fahrradtransport

Auch beim Transport von Fahrrädern gibt es einige Aspekte zu beachten. Zunächst sollten Reisende geeignete Trägersysteme, beispielsweise Heck- oder Dachträger, nutzen. Dabei sollte die Traglast des Trägers und die Stützlast der Anhängerkupplung sowie die im Fahrzeugschein eingetragene Stützlast beachtet werden! Ist das Rad fixiert, sollten die Räder außerdem mit Spanngurten gesichert sein. Weitere lose Teile wie Luftpumpe, Akku oder Körbe müssen außerdem entfernt werden. Wird das Fahrrad auf dem Autodach transportiert, ist eine Dachreling oder ein Trägersystem Voraussetzung. Aber auch dabei dürfen Rad und Träger die zulässige Dachlast nicht überschreiten.

Innerhalb Deutschlands dürfen die Räder am Auto seitlich jeweils höchstens 40 Zentimeter über die Schlussleuchte hinausragen, so dass der Wagen maximal 2,55 Meter breit ist. In einigen Ländern, wie zum Beispiel Spanien, Portugal und Italien, ist überstehende Ladung mit einer speziellen Warntafel zu kennzeichnen. Bei Nachtfahrten innerhalb Deutschlands sind ein rotes Warnlicht und ein Rückstrahler Pflicht.