ADAC Expertenreihe 2021

Frau lädt ihr Elektroauto auf
© iStock.com/Simon Skafar

Infrastruktur für die Antriebswende in Städten und Gemeinden 

18. und 19. Mai 2021 im Livestream
Die Veranstaltung hat dieses Jahr ausschließlich online stattgefunden

Um die Klimaschutzziele im Verkehr zu erreichen und eine dekarbonisierte Mobilität zu ermöglichen, sind klimaneutrale Kraftstoffe notwendig. Alternative Antriebe – allen voran batterieelektrische Mobilität und Wasserstoff-Brennstoffzellen – benötigen angemessene Infrastruktur und stellen Städte und Gemeinden vor bedeutende Herausforderungen.

Die aktuell stark steigenden Zulassungszahlen der Elektroautos belegen, dass alternative Antriebe für viele Menschen – auch dank monetärer Kaufanreize – immer mehr zu einer Option werden. Vorausgesetzt, dass Strom bequem, zuverlässig und kostengünstig geladen werden kann.

Wo stehen wir heute und welche Infrastruktur brauchen Kommunen für die Antriebswende? Der ADAC hat die Bedürfnisse der Nutzer und den Planungsstand der Kommunen in getrennten Befragungen, 135,09 KB untersucht und gegenübergestellt.

Welche Ladeinfrastruktur ist notwendig? Wie müssen die kommunalen Planungsprozesse organisiert werden? Wo und unter welchen Voraussetzungen gibt es Fördergelder? Welche Rolle spielen die Stadtwerke bei der Energie- und Antriebswende? Welche Herausforderungen an die kommunale Infrastruktur stellt die Antriebswende im ÖPNV?

Antworten aus der Praxis für die Praxis haben renommierte Referentinnen und Referenten geliefert.
Die vorgetragenen Referate stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung. 

Referate der Veranstaltung

Keynote, 92,18 KB

Karsten Schulze, ADAC Technikpräsident
Keynote, 94,13 KB
Gerhard Hillebrand, ADAC Verkehrspräsident
Herausforderungen für die Antriebswende in Kommunen aus Nutzersicht, 5,21 MB
Christian Laberer, ADAC e.V., München
Notwendige Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität in Kommunen, 1,01 MB
Kerstin Meyer, Agora Verkehrswende, Berlin
Planung und Umsetzung der öffentlichen Ladeinfrastruktur in Städten und Gemeinden, 17,04 MB
Dr. Phil. Dipl.-Ing. Ralf Kaulen, Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen, Aachen
Förderprogramme des Bundes für (Lade-)Infrastruktur: Stand und Ausblick, 2,81 MB
Thomas Moskal, Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW GmbH), Berlin
Rolle kommunaler Unternehmen bei der Infrastruktur für die Antriebswende, 459,89 KB
Alexander Pehling, Verband kommunaler Unternehmen (VKU e.V.) Berlin
Antriebswende im ÖPNV - Anforderungen an die kommunale Infrastruktur, 2,07 MB
Martin Schmitz, Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV e.V.), Köln

Moderation: Stefan Gerwens, ADAC e.V.

Programm zum Download, 348,68 KB

Renommierte Referenten - inspirierende Vorträge

Für die Statements zu den Referaten klicken Sie bitte auf die Fotos
Portraet von Christian Laberer für die Expertenreihe

Christian Laberer

ADAC e.V.

Herausforderungen für die Antriebswende in Kommunen aus Nutzersicht
Ein wichtiger Baustein für die Dekarbonisierung des Straßenverkehrs ist die Antriebswende beim Pkw hin zu alternativen Antrieben wie der Elektromobilität und nachhaltigen Kraftstoffen wie z.B. grünem Wasserstoff. Damit dieser Wandel gelingen kann, ist eine bedarfsgerechte Infrastruktur für die alternativen Kraftstoffe und das Laden von Elektroautos unabdingbar. Für Städte und Gemeinden bedeutet dies eine große Herausforderung. Welche Anforderungen die Nutzer an die kommunale Infrastruktur für die Antriebswende stellen, hat der ADAC in einer repräsentativen Befragung untersucht und stellt den Bedarf dem Planungsstand in rund 430 befragten Kommunen gegenüber.

 
Portrait Kerstin Meyer

Kerstin Meyer

Agora Verkehrswende

Notwendige Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität in Kommunen
Elektromobilität ist ein zentraler Baustein der städtischen Verkehrswende und der Absatz von Elektrofahrzeugen hat im letzten Jahr stark zugenommen. Der Aufbau von Ladeinfrastruktur tritt nun in die entscheidende Phase und Städte sind dabei ein zentraler Akteur. Damit in Städten eine möglichst optimale Ladeinfrastruktur entsteht, gilt es, mehrere Ziele gleichzeitig zu erfüllen. So sollen einerseits die Kosten gering bleiben, andererseits der öffentliche Raum optimal genutzt werden. Damit das gelingt, sollten Städte die Führungsrolle beim Ausbau der Ladeinfrastruktur für sich beanspruchen. Der Vortrag entwickelt Leitbilder und Schlussfolgerungen für den gelingenden Aufbau von städtischer Ladeinfrastruktur.
 


 
Portrait Dr. Ralf Kaulen

Dr. phil. Ralf Kaulen

Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen

Planung und Umsetzung der öffentlichen Ladeinfrastruktur in Städten und Gemeinden
Die erfolgreiche Planung und Umsetzung der öffentlichen Ladeinfrastruktur bedarf des guten Zusammenspiels vieler Einzelfaktoren. In einem ersten Schritt muss die notwendige Anzahl von Ladeinfrastruktur/-säulen für die kommenden Jahre abgeschätzt werden. Auf dieser Grundlage erfolgt eine flächenhafte Verortung der Ladeinfrastruktur an den Zielpunkten und in Wohnbereichen. Im Rahmen der kleinräumlichen Standortplanung erfordern Faktoren wie Stromversorgung, öffentliche Flächenverfügbarkeit, Flächenwidmung, Berücksichtigung der Ansprüche des Fuß- und Radverkehrs einer Detailbetrachtung. Eine harmonische Zusammenarbeit zwischen Energieversorger, Kommunalverwaltung und Politik ist daher notwendig, um diesen Transformationsprozess hin zu mehr Elektromobilität schnell und erfolgreich umzusetzen!
Portrait Thomas Moskal

Thomas Moskal

NOW GmbH

Förderprogramme des Bundes für (Lade-)Infrastruktur: Stand und Ausblick
Der Markthochlauf von elektrisch betriebenen Fahrzeugen ist im vollen Gange – dadurch steigt gleichzeitig der Bedarf an Ladeinfrastruktur. Der Vortrag soll aufzeigen, welche Förderprogramme und -Summen der Bund investiert, um den Bedarf an Infrastruktur zu decken. Zudem wird ein Blick auf die Netzwerkaktivitäten des Bundes im Bereich nachhaltiger Mobilität geworfen. Denn: Lebenswerte Städte und Gemeinden brauchen nachhaltige, klimaschonende Mobilitätslösungen. Eine Aufgabe, die Kommunen, Länder und Bund nur gemeinsam lösen können.
Platzhalter Portrait

Alexander Pehling

VKU e.V.

Rolle kommunaler Unternehmen bei der Infrastruktur für die Antriebswende
Portrait Martin Schmitz

Martin Schmitz

VDV e.V.

Antriebswende im ÖPNV - Anforderungen an die kommunale Infrastruktur
Die Klimaschutzziele verpflichten den Verkehrssektor, seine CO2- und NOx-Emissionen zu senken. Der durch den Bündelungseffekt bereits klimafreundliche ÖPNV ist auf dem Weg zur Klimaneutralität, zunächst auf lokaler Ebene – und mit dem Ziel, regenerativen Strom zu nutzen. Mehr ÖPNV bedeutet auch ein Beitrag zu mehr Luftreinheit und mehr Verkehrssicherheit – insgesamt werden so unsere Städte und Gemeinden gesünder, sicherer, mit einer höheren Lebensqualität. Städtische Schienenbahnen sind seit jeher elektrisch. Der Bus zieht nun nach, ob batterieelektrisch oder mit Brennstoffzelle. Der Branchenverband setzt sich für eine Mobilitätswende in den Städten ein, die über eine Antriebswende hinausgeht.