Beinbruch in Malaysia: ADAC fliegt 83-Jährigen nach Hause

• Lesezeit: 3 Min.

Von Roman Breindl

Feedback

mit Beinbruch im krankenbett
Nach dem Autounfall ist Wolfgang V. auf dem Weg der Besserung© privat

Als der 83‑jährige Wolfgang V. allein durch Malaysia reist, endet sein Abenteuer abrupt: Nach einem Autounfall in Ipoh erleidet der Freiburger einen Beinbruch. Wie ihm der ADAC in dieser Situation zur Seite stand, schildert er so:

"Ich war zum ersten Mal alleine in Malaysia unterwegs – einem Land, das ich von früheren Reisen gut kannte. In Ipoh, einer traditionsreichen Stadt des ehemaligen Zinnabbaus, wollte ich gerade eine der viel befahrenen Straßen überqueren. Für Fußgänger ist das dort oft eine Herausforderung. Ich hatte bereits zwei der vier Fahrspuren hinter mir, als plötzlich ein Auto aus einer Seitenstraße auf mich zukam und mich erfasste.

Stadtrundfahrt in Malaysia: bis zum Unfall sind es nur Stunden© Nicht veröffentlichen

Der Fahrer muss einen Moment unachtsam gewesen sein. Zum Glück handelte es sich um ein kleines Auto, auf dessen Kühlerhaube ich prallte. Im ersten Schreck klammerte ich mich am Scheibenwischer fest, bis der Wagen endlich zum Stillstand kam. Dann rutschte ich vom Kühler – und spürte sofort starke Schmerzen im rechten Bein. Außerdem war mein Kopf auf den Kühler aufgeschlagen.

Ein freundlicher Passant kümmerte sich gleich um mich und brachte mich in das städtische Krankenhaus. Das war eine schlimme Zeit: Das Krankenhaus war überfüllt, die Verständigung fast unmöglich. Nach der Untersuchung stand fest: Schienbeinfraktur. Am Abend riet mir ein Arzt, in eine Privatklinik in der Stadt zu wechseln. Dort sei die Versorgung besser.

ADAC informiert

In dieser sehr modernen Privatklinik wurde ich tatsächlich sehr gut versorgt und operiert. Die Kommunikation und der Service waren erstklassig. Mein inzwischen verständigter Sohn hatte bereits mit dem ADAC Ambulanz-Service Kontakt aufgenommen.

Dazu besuchte mich der Passant, der mir behilflich gewesen war und mit dem ich bis heute freundschaftlich verbunden bin, fast täglich in der Klinik. Das hat mich sehr gefreut. Zudem hielt der ADAC mit mir ständig Kontakt: Die Ärzte in München tauschten sich regelmäßig mit den Kollegen in Ipoh aus und informierten mich anschließend. Das tat sehr gut und gab mir das Gefühl, in guten Händen zu sein.

Mit dem ADAC Newsletter immer top informiert!

Begleitet nach Hause

Als sich abzeichnete, dass ich "fit to fly" sein würde, schickte der ADAC eine deutsche medizinische Crew nach Malaysia, die sich zunächst davon überzeugte, dass ich wirklich fliegen konnte. Schon am Folgetag transportierte mich ein vom ADAC Ambulanz-Service organisierter Krankenwagen nach Kuala Lumpur zum Airport. Diese Fahrt allein dauerte fast sechs Stunden.

Dort brachte mich die medizinische Crew sicher durch Kontrollpunkte und Security direkt zum Flugzeug. Aufgrund meiner Verletzungen erhielt ich einen Platz in der Businessclass, da ich mein Bein hochlagern musste. Auf dem Flug über Dubai achteten der vom ADAC organisierte Arzt und der Rettungssanitäter auf meine Vitalwerte. Das war ein gutes Gefühl.

Betreuung: Reibungslos und großartig

Nachdem ich in Deutschland gelandet war, brachte mich erneut ein Krankenwagen nach Freiburg, wo ich lebe. Im Moment gehe ich noch zu Ärzten und Therapien, aber das Bein verheilt gut, ich mache Fortschritte. Die Betreuung in Malaysia durch den ADAC und die vom Club organisierte Rückreise waren wirklich reibungslos und großartig. Allein hätte ich das nicht geschafft."