Mehr als nur Pannenhilfe: In der Not ließ der ADAC Kristina Dannenberger nicht allein

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Mit einer simplen Handlung hilft ein ADAC Call Center Agent Kristina Dannenberger, die in der Nacht auf einem einsamen Parkplatz liegen geblieben ist.

„Es war der Horror, im Grunde eine Situation, vor der viele Frauen Angst haben. Ich arbeitete im Management einer Klinik in Norddeutschland und hatte mich an diesem Februar-Freitag nach Dienstschluss in meinen VW Golf V gesetzt, um meine Eltern in Bonn zu besuchen. Auf dieses Wiedersehen freute ich mich sehr.

Warnleuchte wies auf ernsthaftes Problem hin

Als ich nach einigen Stunden Fahrt auf der Autobahn A1 Remscheid fast erreicht hatte, fing der Motor an zu stottern. Ich kannte das schon, die Zündspule war defekt, aber so schlimm war es noch nie. Als dann auch noch eine Motor-Warnlampe aufleuchtete, ahnte ich, dass ich diesmal ein ernsthafteres Problem hatte. Inzwischen war es die Nacht, alle Werkstätten hatten längst geschlossen.

Immerhin konnte ich noch einen Rastplatz anfahren und musste nicht auf dem Pannenstreifen der stark befahrenen Autobahn halten. Das erschien mir wie ein bisschen Glück im Unglück.

Als ich aber auf dem Parkplatz angehalten und den stotternden Motor ausgemacht hatte, sah ich mich erst mal um. Alles war dunkel, einsam, einige Parkplätze weiter sah ich ein paar Lkw. Schemenhaft konnte ich ein unbeleuchtetes Toilettenhäuschen erkennen. Ob dort jemand war, und ob in den Lkw Menschen waren, konnte ich nicht sehen.

Müde, und allein in der Dunkelheit

Der ADAC Mitarbeiter im ADAC Callcenter half, in dem er länger in der Leitung blieb © ADAC/Daniel Delang

Da wurde mir unheimlich: Ich war müde und allein, es wurde schnell kalt im Auto. Ich war eine junge Frau auf einem einsamen, nächtlichen Rastplatz im Winter. Niemand wusste, wo ich war, meine Eltern warteten ca. 45 Autominuten entfernt auf mich. Das war kein gutes Gefühl. Ich drückte die Verriegelung an meiner Autotür und rief mit meinem Handy die ADAC Notrufnummer. Der Callcenter-Agent nahm meinen Hilferuf sofort sehr professionell auf. Er versprach, dass er jemanden schicken und der Pannenhelfer so bald wie möglich bei mir sein würde. Allerdings wies er daraufhin, dass das im schlimmsten Fall 45 Minuten dauern könnte.

Hilfe in der Dunkelheit © ADAC/Arne Weychardt

Ein kleiner Stein fiel mir vom Herzen: Zwar würde der ADAC Pannenhelfer sicher mein technisches Problem lösen, aber die Aussicht, nun fast eine Dreiviertelstunde auf dem gruseligen Parkplatz aushalten zu müssen, machte mir Angst. Diese Angst spürte der Callcenter-Mitarbeiter offenbar über das Telefon: Vielleicht bemerkte er meine zögerlichen Antworten oder er hörte die Unsicherheit in meiner Stimme. Jedenfalls fragte er, ob jemand bei mir sei oder ob ich allein auf dem nächtlichen Parkplatz war.

Dankbar für das Gespräch

Für seinen nächsten Satz bin ich dem Mann bis heute dankbar: Er fragte, ob er in der Leitung bleiben solle bis der Pannenhelfer auf dem Parkplatz eintrifft. Jetzt fiel mir ein großer Stein vom Herzen. Ich freute mich riesig, wir fingen sofort an, uns zu unterhalten. Wir sprachen viel über Musik, über House und R ’n‘ B und Hiphop, dann über Autos. Er kannte sich gut aus, und ich konnte mitreden: Ich probiere nämlich gern verschiedene Fahrzeuge mit unterschiedlicher Motorisierung aus. Als nach 30 Minuten der Pannenhelfer auf den Parkplatz rollte, war ich fast etwas traurig: Unsere Unterhaltung war vorbei. Wir verabschiedeten uns, und der Pannenhelfer vor Ort übernahm.

Er konnte mein Auto tatsächlich nicht auf dem Parkplatz reparieren. Deshalb transportierte er mein Auto und mich nach Bonn in meine Vertragswerkstatt.

Zum zweiten Mal allein

Die liegt in einem Industriegebiet, wo meine Eltern mich abholen wollten. Allerdings waren sie erst losgefahren, und im Industriegebiet war es ebenfalls dunkel und einsam. Wieder kein Ort, an dem sich eine junge Frau in der Nacht gern aufhält. Diesmal bot mir der Pannenhelfer an, zu warten, bis meine Eltern da waren. Auch dieses Angebot nahm ich gern an.

An diesem Abend hatte ich wirklich Glück, ich war nicht eine Minute allein.

Dass der Callcenter-Agent am Telefon erkannte, in welcher beängstigenden Situation ich war, fand ich wirklich großartig. Beide ADAC Mitarbeiter haben deutlich mehr geleistet, als ich erwarten konnte und mir in einer sehr unangenehmen Situation beigestanden. Das ging weit über die übliche Pannenhilfe hinaus. Dafür möchte ich mich sehr bedanken.“

Erzählt uns eure Geschichte!

Ist es euch schon mal ähnlich ergangen? Haben Euch die Gelben Engel in einer Notsituation geholfen? Erzählt uns davon!