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Die Motorkontrollleuchte: Das bedeutet das Warnlicht

Tacho mit Motorkontrollleucht
Die Motorkontrollleuchte kann auf technische Probleme hinweisen ∙ © Shutterstock/vchal

Bei jedem Anlassen leuchtet im Cockpit des Autos eine gelbe Anzeige in Form eines Motors auf: die Motorkontrollleuchte. Die Bedeutung der MKL und wie Sie richtig reagieren, wenn diese blinkt.

Die Motorkontrollleuchte (MKL) sieht in jedem Auto gleich aus. Sie ist gelb und gleicht einem stilisierten Motor. Dass sie beim Start des Motors kurz aufleuchtet, ist völlig normal und kein Anlass zur Sorge.

Das kurze Aufblinken dient lediglich zur Kontrolle ihrer Funktionsfähigkeit. Erlischt die MKL allerdings nicht, liegt womöglich ein Problem vor. Auch schnelles Blinken ist ein Hinweis auf eine Fehlfunktion. Diese wird im Fehlerspeicher des Autos hinterlegt und kann bei einem Werkstattbesuch ausgelesen werden.

Die Motorkontrollleuchte ...

... leuchtet beim Start des Motors kurz auf.

Kontrollfunktion, es liegt kein Fehler vor. Es muss keine Werkstatt aufgesucht werden.

… geht nach dem Motorstart nicht kurz an.

Die Motorkontrollleuchte ist defekt.

… leuchtet durchgehend.

Ein Defekt ist erkannt worden, es besteht jedoch keine konkrete Gefahr für Motor oder Umwelt – trotzdem sollte eine Werkstatt aufgesucht werden.

… blinkt sehr schnell.

Ein schwerer Defekt wurde festgestellt – das Fahrzeug sollte so schnell wie möglich in eine Werkstatt gebracht werden.

Die MKL ist aktiv, doch welcher Fehler liegt vor?

Die MKL reagiert auf Probleme bei der Motorsteuerung. Diese stellt die Steuerung, Regelung und Überwachung von Motorfunktionen sicher. Auch Unregelmäßigkeiten beim Schadstoffausstoß sind mögliche Auslöser der Fehlermeldung durch die Leuchte.

Grundsätzlich können ganz unterschiedliche Bauteile – und sogar mehrere gleichzeitig – betroffen sein, auch wenn nur ein einzelner Fehler angezeigt wird. Zum Beispiel können die Drallklappen im Ansaugtrakt defekt sein, was zu erhöhtem Schadstoffausstoß führen würde. Sensoren wie Lambdasonde und Luftmassenmesser lösen die Leuchte aus, nachdem sie Werte außerhalb des zulässigen Bereichs bemerkt haben. Auch Undichtigkeiten im Ansaug- oder Abgastrakt können zu einer Fehlermeldung führen.

Weiterfahren ist meist möglich

Wenn die Motorkontrollleuchte blinkt oder nicht ausgeht, beachten Sie unbedingt die entsprechenden Hinweise in der Betriebsanleitung Ihres Fahrzeugs. Auf keinen Fall sollten Sie die Fehlermeldung ignorieren, sondern umgehend die nächstgelegene Werkstatt ansteuern. In der Regel ist dafür kein Abschleppdienst nötig. Allerdings sollte das Auto nur vorsichtig und nicht weiter als unbedingt nötig bewegt werden.

Um dem Problem auf die Spur zu kommen, liest ein Mitarbeiter in der Werkstatt zunächst den Fehlerspeicher aus. Dieser Service kostet mindestens 25 Euro und dauert ungefähr 30 Minuten. Daher kann er oft spontan und ohne Termin durchgeführt werden.

Fazit

Ein kurzes Aufleuchten der Motorkontrollleuchte beim Anlassen ist kein Grund zur Sorge. Erlischt die MKL nach dem Start nicht, muss nicht immer ein schwerwiegender Fehler vorliegen, eine direkte Gefahr für den Motor kann dennoch nicht ausgeschlossen werden. Nur ein qualifizierter Mechaniker ist in der Lage, der Fehlerursache auf den Grund zu gehen und so ernste Schäden am Motor zu verhindern. Man sollte also umgehend eine Werkstatt aufsuchen und dabei möglichst schonend fahren.

Ebenfalls gut zu wissen: Eine leuchtende oder blinkende Motorkontrollleuchte reicht, um durch den TÜV zu fallen. Schließlich liegt für den Prüfer dann der Verdacht nahe, dass ein nicht behobener Fehler vorliegt.

Text: Joshua Merold

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