Küsten-Roadtrip in Kroatien von Istrien bis Dalmatien

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Von Redaktion

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Landschaft des Risnjak-Nationalparks in Kroatien
Wanderschuhe statt Badesachen: Nur wenige Kilometer Luftlinie von der Küste entfernt zeigt Kroatien seine alpine Seite im Nationalpark Risnjak© adobe.stock.com/Nino Pavisic

Der Kroatien-Roadtrip von Poreč führt auf knapp 400 Kilometern durch Istrien, die Kvarner-Bucht, Gorski Kotar und das Karstgebiet Lika. Die Route verbindet traditionsreiche Küstenstädte mit Berglandschaften und einigen der schönsten Nationalparks Kroatiens.

  • Istriens Küstenstädte kennenlernen

  • Gorski Kotar mit seinen Wäldern und Bergen erkunden

  • Nationalparks und Wasserfälle in Lika besuchen

Auf der Route von Poreč bis ins Karstgebiet Lika entdeckt man unterschiedliche Landschaften und Regionen Kroatiens auf einer Autoreise. In Istrien steht die Erkundung von Orten wie Rovinj und Pula mit seiner römischen Vergangenheit im Mittelpunkt. Über Opatija, einen Kurort mit langer Tradition an der Kvarner-Bucht, fährt man weiter nach Gorski Kotar. Die waldreiche Bergregion bietet Möglichkeiten zum Wandern und für weitere Outdoor-Aktivitäten.

Im weiteren Verlauf verändert sich die Landschaft deutlich: Die mediterrane Küste weicht dem bergigen Hinterland und den Karstlandschaften von Lika. Hier liegen einige der bekanntesten Naturziele Kroatiens, darunter die Plitvicer Seen mit ihren Wasserfällen und bewaldeten Wanderwegen. Damit verbindet der Roadtrip Küste, Kultur, Berge und Nationalparks und eignet sich für Reisende, die Kroatien mit dem Auto und auf abwechslungsreichen Etappen erkunden möchten.

Streckenkarte für den Roadtrip

Der Roadtrip auf einen Blick

Der rund 400 Kilometer lange Roadtrip von Poreč verbindet die Küstenlandschaften Istriens und der Kvarner-Bucht mit den Berg- und Karstregionen von Gorski Kotar und Lika.

  • Route: Poreč – Rovinj – Pula – Opatija – Gorski Kotar – Lika

  • Strecke: rund 400 Kilometer

  • Reisezeit: etwa 7 bis 10 Tage, abhängig von den geplanten Aufenthalten

  • Beste Reisezeit: Mai bis Juni und September; Juli und August für Baden und Wassersport

  • Nationalparks: Brijuni, Risnjak, Nördlicher Velebit und Plitvicer Seen

  • Weitere Naturziele: Naturpark Učka, Limski Kanal, Kap Kamenjak und Gacka-Tal

  • Aktivitäten: Wandern, Radfahren, Kajakfahren und Rafting

  • Sehenswürdigkeiten: Altstädte von Pula, Poreč und Rovinj, Nikola-Tesla-Memorial-Center in Smiljan

Etappe 1: Von Poreč bis Pula

Luftaufnahme bei Sonnenuntergang des römischen Amphitheaters in Pula, Kroatien
Pulas Arena ist ein Monument vergangener Zeiten mitten in der lebendigen Küstenstadt© adobe.stock.com/dudlajzov

Die erste Etappe der Reise führt durch Istrien, die größte Halbinsel Kroatiens. Die Region zeichnet eine abwechslungsreiche Küstenlandschaft mit grünen Hügeln, Weinbergen und Olivenhainen aus. Ihre wechselvolle Geschichte unter venezianischer, österreichischer und später jugoslawischer Herrschaft hat Spuren in Architektur, Kultur und Küche hinterlassen.

Zu den wichtigsten Stationen gehören Poreč, Rovinj und Pula. Vor der Westküste Istriens liegt der Nationalpark Brijuni, eine Inselgruppe mit mediterraner Vegetation, archäologischen Zeugnissen und einer vielfältigen Tierwelt. Die Inseln lassen sich im Rahmen einer Bootstour erkunden und bieten sich für einen Ausflug von der istrischen Küste an.

Auch für Aktivurlauber gibt es auf der ersten Etappe reizvolle Möglichkeiten: Eine beliebte Strecke des Parenzana-Radwegs verläuft auf der ehemaligen Bahntrasse zwischen Triest und Poreč durch das istrische Hinterland.

Wer die Küste vom Wasser aus erleben möchte, kann am Kap Kamenjak Kajaktouren unternehmen und dabei Meereshöhlen erkunden. Damit bietet Istrien neben Küstenorten und Kultur auch zahlreiche Möglichkeiten für Radfahrer, Wanderer und Wassersportler.

Etappe 2: Opatija bis Gorski Kotar

Blick auf die Luftaufnahmen in Opatija, Adriaküste, Kroatien. Opatija Resort Town und Lungomare Sea Walkway Luftaufnahmen View, Kvarner Bucht von Kroatien bei Sonnenaufgang
Historisches Seebad mit Stil: Auf Opatijas Lungomare trifft Eleganz auf Meeresrauschen© Shutterstock/Mazur Travel

Von der Kvarner-Bucht ins kroatische Bergland führt die zweite Etappe der Route. Rund um Opatija prägen zunächst die Adriaküste und die Berge des Naturparks Učka die Landschaft. Anschließend führt die Strecke ins Landesinnere nach Gorski Kotar, eine waldreiche Bergregion mit Karstlandschaften, Flüssen und Seen.

Ein lohnender Zwischenstopp ist der Naturpark Učka. Vom 1401 Meter hohen Gipfel Vojak reicht der Blick über die Kvarner-Bucht und die vorgelagerten Inseln. Im weiteren Verlauf verändert sich die Landschaft deutlich. In der Region Gorski Kotar laden Wälder und Berglandschaften zu Wanderungen und anderen Outdoor-Aktivitäten ein.

Ein besonderes Ziel für Naturliebhaber ist der Nationalpark Risnjak mit dem 1528 Meter hohen Gipfel Veliki Risnjak und zahlreichen Wanderwegen. Auch für Familien bietet die Region abwechslungsreiche Ausflugsziele. Im Visitor-Center Velike Zvijeri in Stara Sušica informiert eine Ausstellung über die großen Beutegreifer, die in der Region noch in freier Wildbahn leben, darunter Bären, Wölfe und Luchse.

Etappe 3: Gorski Kotar bis Lika

Wassermühlen am Majerovo vrilo, der Quelle des Gacka-Flusses
Entschleunigung kann man im idyllischen Gacka-Tal erleben, zum Beispiel bei einer Radtour© adobe.stock.com/Goran

Von Gorski Kotar führt die letzte Etappe weiter in die Karstlandschaft von Lika. Wälder und Berge werden zunehmend von offenen Karstflächen, Schluchten und Flusstälern abgelöst. Ein eindrucksvoller Naturraum entlang der Strecke ist das Gacka-Tal, das vom gleichnamigen Fluss geprägt wird. Mit den Nationalparks Plitvicer Seen und Nördlicher Velebit liegen weitere Naturhighlights auf bzw. nahe der Route.

Ein Höhepunkt der Etappe ist der Nationalpark Plitvicer Seen mit seinen kaskadenförmig angeordneten Seen und Wasserfällen. Für den Besuch sollte ausreichend Zeit eingeplant werden, zahlreiche Wanderwege und Stege führen durch die Landschaft des Nationalparks.

Das Gacka-Tal eignet sich besonders für Tagestouren in die Natur, zum Beispiel mit dem Fahrrad oder E-Bike. Der Fluss Gacka zählt zu den bekanntesten Karstflüssen Kroatiens und entspringt bei Sinac. Wander- und Radwege führen durch das von Quellen, Wiesen, Windmühlen und bewaldeten Hügeln geprägte Tal.

Auch kulturell bietet die Etappe interessante Stationen. Im Nikola-Tesla-Memorial-Center in Smiljan informiert eine Ausstellung über das Leben und Wirken des in der Region geborenen Erfinders. Abenteuerlustige erhalten im Höhlenpark Grabovača oder in den Höhlen von Cerovac Einblicke in die unterirdische Karstlandschaft mit besonderen Gesteinsformationen.

Zum Abschluss der Reise kann man noch das Tal der Zrmanja bei Muškovci ansteuern. Der Fluss durchquert eine von Schluchten geprägte Karstlandschaft, wo Naturpools, Wasserfälle und Rafting-Abenteuer zu einem längeren Aufenthalt vor der Heimreise einladen.

Die Grabovaca-Höhle liegt 2,5 km vom Zentrum von Perusic entfernt
Die Grabovača-Höhle bei Perušić bietet große Tropfsteinformationen© dpa/Robert Anic

Häufig gestellte Fragen

In Istrien bieten der Aquapark Poreč und der Dinopark Funtana Abwechslung zu den Stadtbesichtigungen. An der Küste bei Rovinj eignet sich die Lone-Bucht für einen entspannten Badestopp. Im weiteren Verlauf der Route bietet der Lokvarsko-See in Gorski Kotar Möglichkeiten für eine Pause und ein Picknick inmitten der Berglandschaft. Als weiteres Naturerlebnis für Familien bieten sich die Plitvicer Seen mit ihren Holzstegen und Wasserfällen an.

Die Rundreise verbindet verschiedene Möglichkeiten für Wanderer, Radfahrer und Wassersportler. Am Limski Kanal bei Rovinj führen gut ausgeschilderte Wanderwege durch die Küstenlandschaft und das Hinterland. Auf dem Parenzana-Radweg lässt sich ein Teil der EuroVelo-8-Mittelmeerroute durch das istrische Hinterland mit dem Fahrrad erkunden. Kajakfahrer entdecken das Kap Kamenjak an der Südspitze Istriens vom Wasser aus.

In Gorski Kotar bieten sich Wanderungen im Nationalpark Risnjak und rund um den Lokvarsko-See an. Im weiteren Verlauf der Route kommen mit dem Nationalpark Nördlicher Velebit und dem Gacka-Tal weitere Ziele für Wander- und Radtouren hinzu.

Für die gesamte Route eignen sich vor allem Mai, Juni und September. In diesen Monaten sind die Temperaturen meist angenehmer für Wanderungen, Radtouren und Besichtigungen als im Hochsommer. Juli und August bieten sich besonders an, wenn Baden und Wassersport im Mittelpunkt stehen.

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