Achtung, Streik: Stau auf Autobahnen und vor Tunneln droht
Von Katharina Dümmer

Ein Warnstreik der Gewerkschaft Verdi sorgt diese Woche für Staus auf Autobahnen. Auch Tunnel sind nur eingeschränkt befahrbar. Wo und wann es Behinderungen gibt.
Autobahnmeistereien, Tunnel-Zentralen und Leitstellen betroffen
Staugefahr u.a. am Hamburger Elbtunnel (A7)
Notdienste sind gesichert, keine Tunnel-Vollsperrungen
Wer diese Woche mit dem Auto unterwegs ist, muss mit mehr Staus als üblich rechnen. Die Gewerkschaft Verdi ruft zum Streik bei der Autobahn GmbH des Bundes auf. Damit will sie den Druck auf den Arbeitgeber erhöhen. Die Tarifverhandlungen sind ins Stocken geraten.
Diese Autobahnen sind betroffen
Am Donnerstag, 19. Februar, ruft Verdi zum Arbeitskampf in wichtigen Tunnelleitzentralen auf. Mit der Zentralen Betriebsleitstelle Zella-Mehlis in Thüringen sollen die Tunnelanlagen Rennsteig, Hochwald, Alte Burg und Berg Bock (A 71) bestreikt werden. Hier werde es zu Einschränkungen durch Spursperrungen in beiden Richtungen kommen. Auch am Emstunnel (A 31) bei Leer in Niedersachsen würden Beschäftigte die Arbeit niederlegen. In allen Fällen seien mit der Autobahn GmbH Notdienstvereinbarungen abgeschlossen worden, sodass es zwar zu Einschränkungen kommt, Notfälle aber in jedem Fall abgesichert sind.
Am Freitag, 20. Februar, sowie am Montag, 23. Februar, sind die Beschäftigten in der Leitzentrale des Elbtunnels in Hamburg zum Streik aufgerufen. Gesperrt werde je eine Fahrspur pro Richtung, sodass mit erheblichen Auswirkungen im Umfeld zu rechnen sei. Die Staugefahr ist groß. Freitag Abend, 22 Uhr, beginnt zudem die 55-stündige Vollsperrung des Elbtunnels.
Am Freitag ruft Verdi auch in Nordrhein-Westfalen zu Streiks in Tunneln und der Verkehrszentrale Leverkusen auf. Die Auswirkungen seien noch nicht absehbar – die regionalen Niederlassungen der Autobahn GmbH seien bisher nicht bereit, eine gemeinsame Notdienstvereinbarung abzuschließen. Die Gewerkschaft bietet aber in allen Fällen einen Notdienst an, ohne die eigene Streikfähigkeit zu gefährden.
Tunnel bei Streik nicht komplett gesperrt
Nach Aussage der Autobahn GmbH bleibt die Verkehrssicherheit gewährleistet und vollständige Tunnelsperrungen soll es nicht geben. Besonders sensible Bereiche der kritischen Infrastruktur, darunter Tunnelanlagen und Verkehrsleitzentralen, blieben "in jedem Fall einsatzbereit".
Autofahrende sollten sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage informieren. Aktuelle Verkehrsinformationen von den Autobahnen sind bei der ADAC Verkehrsinfo erhältlich.
Mit Material von dpa.