Heute vielerorts Stau wegen Warnstreik – Tunnel gesperrt
Von Katharina Dümmer

Ein Warnstreik der Gewerkschaft Verdi sorgt heute für Staus auf Autobahnen und anderen Straßen. Auch Tunnel sind gesperrt. Wo und wann es Behinderungen gibt.
Tunnel-Zentralen und Leitstellen von Autobahnen, Bundes- und Landstraßen betroffen
Staugefahr am Hamburger Elbtunnel (A7)
Schwerpunkt der Aktionen ist Nordrhein-Westfalen und der Norden
Wer am Dienstag, 20. Januar, mit dem Auto unterwegs ist, muss mit mehr Staus als üblich rechnen. Die Gewerkschaft Verdi ruft zum Warnstreik bei der Autobahn GmbH des Bundes und bei den Straßenbetrieben der Länder auf. Damit will sie den Druck auf den Arbeitgeber erhöhen. Die Tarifverhandlungen für beide Gruppen laufen parallel und sind ins Stocken geraten.
Warnstreik: Staus und gesperrte Tunnel
Der Warnstreik findet an insgesamt 18 Standorten in Deutschland statt. Allerdings wird es Notdienste geben. Aktionen und Arbeitsniederlegungen gibt es etwa in Nürnberg, Rostock, Stuttgart, Hannover, Montabaur, Hamm, Gelsenkirchen, Köln, Kiel, Hamburg und Berlin.
Auf der Landesebene soll unter anderem in Straßenmeistereien sowie in Verkehrs- und Tunnelleitzentralen die Arbeit niedergelegt werden. Bislang gibt es in den betroffenen Regionen jedoch keine größeren Staus.
Gesperrte Tunnel in Nordrhein-Westfalen
Am Dienstagnachmittag werden alle 28 Tunnelleitzentralen des Landes bestreikt. Nach Informationen des Landesbetriebs Straßen.NRW dürfte es auf Bundes- und Landesstraßen, nicht aber auf Autobahnen, zu Tunnelschließungen kommen. Die folgenden Tunnel werden gesperrt:
B42 Oberdollendorf Tunnel und Galerie Königswinter (Rtg. Nord)
B42 Tunnel Oberkassel Bonn (Rtig. Nord)
B61 Weserauentunnel Porta Westfalica
B62 Bühltunnel Siegen
L70 Kiesbergtunnel Wuppertal
L107 Tunnel Velbert-Langenberg
L614 Emmerauentunnel Lügde
L697 Hestenbergtunnel Plettenberg
L751 Tunnel Menkhauser Berg Oerlinghausen
L666n Tunnel Engelbert Gevelsberg
Weitere Tunnel könnten noch dazu kommen. Alle Infos zu Einschränkungen sind bei Straßen.NRW erhältlich.
Hamburg: Elbtunnel im Fokus des Warnstreiks
Ebenfalls vom Warnstreik betroffen sind im Norden die Autobahnmeistereien Hamburg Stillhorn und Othmarschen, die Verkehrszentrale Nord und das Elbtunnelkompetenzzentrum.
Aber auch der Elbtunnel in Hamburg auf der A7 Flensburg – Hannover steht auf der Streikliste. Streikbedingt ist der Tunnel seit Montag, 19. Januar, 18 Uhr, nur eingeschränkt befahrbar. Je Fahrtrichtung ist ein Fahrstreifen gesperrt. Zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung bleiben geöffnet. Die Staugefahr ist groß.
Wegen Demonstrationen kommt es auf Straßen in Hamburg zu Staus und Verzögerungen. Betroffen war am Dienstagvormittag unter anderem die B75 in mehreren Abschnitten.
Niedersachsen: Wesertunnel gesperrt
Gesperrt ist in Niedersachsen der Wesertunnel (B437), der Tunnel Bovenden (B3) und in Leer die Jann Berghaus Brücke (Autos und Lastwagen können eine Umleitung über den Emstunnel der Autobahn 31 nehmen, müssen dort aber mit entsprechend mehr Verkehr rechnen). Wegen der Sperre des Weserbergtunnels wird die Weserfähre Bremerhaven-Nordenham häufiger fahren.
Nicht überall gibt es Umleitungen. Autofahrer sollten sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage informieren. Aktuelle Verkehrsinformationen von den Autobahnen und Bundesstraßen sind hier erhältlich.
Winterdienst auf der Autobahn
Die Autobahn GmbH hat rund 14.000 Mitarbeitende und ist für die Planung, den Bau, die Erhaltung und den Betrieb der rund 13.000 Kilometer Autobahnnetz zuständig. Wie die Autobahn GmbH auf ihrer Website mitteilt, sind rund 6300 Straßenwärterinnen und Straßenwärter bundesweit im Winterdienst-Einsatz – bei Bedarf rund um die Uhr, sieben Tage die Woche.
Ihre Aufgabe: die winterlichen Straßenverhältnisse beobachten und frühzeitig auf Schneefall und drohenden Frost reagieren. Die Aufgaben des Betriebsdiensts in den rund 180 Autobahnmeistereien sind dann das präventive Streuen von Salz und Sole sowie das Schneeräumen.
Mit Material von dpa.