Europas beste Pannenhelfer zeigen ihr Können beim ADAC in Penzing
Von Redaktion

Beim diesjährigen Road Patrol Training for Excellence trafen sich Pannenhilfe-Teams aus 16 europäischen Automobilclubs. Der ADAC war Gastgeber und empfing die Teilnehmenden im Testzentrum Mobilität in Penzing.
Im Fokus: Technisches Können, Teamarbeit und professioneller Kundenservice
Fachlicher Austausch unter führenden Mobilitätsdienstleistern Europas
Ausgezeichnet wurde auch das "Road Patrol Team of the Year 2026"
Training auf Spitzenniveau in Penzing
Das Testzentrum Mobilität in Penzing wurde dieses Jahr zum Treffpunkt der europäischen Pannenhilfe. Vom 13. bis 16. Oktober 2026 richtete der ADAC dort das Road Patrol Training for Excellence 2026 aus. Die internationale Fachveranstaltung bringt regelmäßig erfahrene Pannenhelfer europäischer Automobilclubs zusammen.
Veranstaltet wird das Training von FIA Region I und ARC Europe. Ausrichter und Organisator war dieses Jahr der ADAC. Ziel ist es, die Qualität der Pannenhilfe in Europa weiterzuentwickeln und hohe Servicestandards zu fördern. Zugleich bietet die Veranstaltung den Teilnehmenden die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen, neue Lösungsansätze zu finden und voneinander zu lernen. Der praktische Austausch helfe dabei, Wissen über technologische Entwicklungen europaweit zu teilen, so ADAC Technikpräsident Karsten Schulze im Rahmen der Veranstaltung.
Neue Herausforderungen für die Pannenhilfe

Die Anforderungen an die Pannenhilfe verändern sich. Neben älteren Fahrzeugen treffen die Helfer zunehmend auf komplexe Antriebssysteme, vernetzte Fahrzeuge und eine wachsende Zahl von Fahrerassistenzsystemen. Technisches Wissen muss deshalb laufend aktualisiert werden.
Allein die ADAC Pannenhilfe rückt inzwischen zu mehr als 3,7 Millionen Einsätzen pro Jahr aus. Mit der technischen Entwicklung steigt zudem die Bandbreite möglicher Pannenursachen. "Wir dürfen nie aufhören zu lernen", betont ADAC Technikpräsident Schulze.
Vier Tage gemeinsamer Austausch
Im Workshop- und Trainingsprogramm drehte sich alles um typische Pannenursachen und aktuelle Fahrzeugtechnik. Die Teilnehmenden arbeiteten an Fahrzeugen verschiedener Marken und stellten ihr Können in theoretischen und praktischen Prüfungen unter Beweis.
Schwerpunkte waren in diesem Jahr das vernetzte Fahrzeug, Hybridtechnik, Fahrzeugzugangssysteme sowie Fahrerassistenzsysteme. Das ADAC Testzentrum in Penzing bot dafür mit seinen vielfältigen Trainingsmöglichkeiten praxisnahe Bedingungen.
"Für uns als ADAC unterstreicht die Ausrichtung der Veranstaltung unsere Bedeutung als einer der führenden Mobilitätsdienstleister Europas", erklärt Thomas Reynartz, Leiter der ADAC Pannenhilfe. "Mit unserer langjährigen Erfahrung in der Pannenhilfe und unserem hohen Ausbildungsstandard bieten wir ideale Voraussetzungen für ein europaweites Training auf Spitzenniveau."
Neben technischem Wissen waren aber auch Kreativität, Teamarbeit sowie die Fähigkeit gefragt, unter Zeitdruck die richtige Entscheidung zu treffen. Für die Pannenhelfer gehört das zum Alltag: Die Diagnose muss stimmen, die Lösung funktionieren, damit es für das Mitglied möglichst schnell weitergehen kann.
Das Pannenhelfer-Team des Jahres
Die 16 teilnehmenden Automobilclubs schickten jeweils ein Team mit zwei Pannenhelfern ins Rennen. Jedes startete mit einem eigenen, vollständig ausgestatteten Pannenhilfefahrzeug sowie entsprechenden Diagnosegeräten.
Bei den Aufgaben sollten die Teams so arbeiten, wie sie es auch bei einem echten Einsatz tun würden: Fehler erkennen, beheben und zugleich professionell mit den Kundinnen und Kunden umgehen.
Am Ende entschied die Gesamtleistung. Das Team mit der höchsten Punktzahl erhielt die Auszeichnung "Road Patrol Team of the Year 2026". In diesem Jahr setzte sich das Team von The AA (The Automobile Association) aus Großbritannien gegen die internationale Konkurrenz durch. Platz 2 ging an ANWB Wegenwacht aus den Niederlanden, gefolgt von den Pannenhelfern vom ÖAMTC auf dem 3. Platz.
Neben Pokalen und Urkunden reisen alle Teams mit neuen Erfahrungen, Eindrücken und Freundschaften nach Hause. Ganz nach dem dem diesjährigen Motto "Coming as a guest and leaving as a friend".