Bahn-Streik in Belgien: Auch deutsche Züge sind betroffen

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Von Regina Ammel

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Eine Frau steht am leeren Bahnhof in Belgien wegen eines Streiks
Streik in Belgien: Züge und Busse stehen still. Es kommt zu erheblichen Einschränkungen im Nahverkehr© dpa/Hatim Kaghat

Reisende sowie Pendler und Pendlerinnen nach und in Belgien müssen in den nächsten Tagen mit erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnverkehr rechnen. Auch deutsche Zugverbindungen sind betroffen. Ende Januar droht dann ein Mega-Streik-Tag.

  • Bahn und Busse fallen aus

  • 30. Januar landesweiter Streik im öffentlichen Dienst

  • Ihre Rechte als Reisende

Wer jetzt nach Belgien reist, muss sich auf massive Beeinträchtigungen einstellen. Der geplante Streik bei Bus und Bahn, der am Sonntag, 25. Januar, beginnen soll, wird im Nachbarland für viele Einschränkungen sorgen. Besonders betroffen ist der Süden des Landes.

Bahn-Streik: Zugausfälle möglich

Gleich zu Beginn der Streikaktionen legen die Eisenbahner des belgischen Transportunternehmens SNCB ihre Arbeit nieder. Die Busfahrer des Verkehrsunternehmens Transport En Commun (TEC) schließen sich dem Streik ebenfalls an. Beide Unternehmen informieren Reisende auf ihren Webseiten auch auf Deutsch über Zugausfälle, Beeinträchtigungen und alternative Reisemöglichkeiten.

Die Streikmaßnahmen sind für den Zeitraum von Sonntag, 25. Januar, ab 22 Uhr, bis Freitag, 30. Januar, bis 22 Uhr, angekündigt. Die Erfahrung zeigt aber, dass die Züge oftmals bereits Stunden vor dem offiziellen Beginn bis Stunden nach Beendigung des Arbeitskampfes eingeschränkt fahren.

Streik in Belgien: ICE und NJ in Deutschland betroffen

Die Streiks auf belgischer Seite beeinträchtigen auch den Zugverkehr in Deutschland. Betroffen sind laut der Deutschen Bahn folgende Verbindungen im Fernverkehr:

  • ICE-Züge zwischen Brüssel – Köln – Frankfurt am Main

  • NJ-Züge zwischen Brüssel – Aachen – Mannheim – Hannover Messe/Laatzen und Halle (Saale) – Berlin

Reisende, deren Zugverbindung in den Streikzeitraum fällt, sollten sich vor Fahrtantritt bei der Deutschen Bahn erkundigen, ob ihre Verbindung weiter bestehen bleibt.

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Generalstreik: Auch Autofahrer betroffen

Am Freitag, 30. Januar, legen die Beschäftigten im öffentlichen Dienst die Arbeit nieder. Die Gewerkschaften haben zu einem Generalstreik im ganzen Land aufgerufen. Zudem sind Demonstrationen in Brüssel und Antwerpen geplant. Autofahrende sollten sich also auf Behinderungen in den Innenstädten einstellen.

Hinzu kommt, dass Bus und Bahn ausfallen, viele Pendler und Pendlerinnen werden deshalb gezwungen sein, auf private Verkehrsmittel umzusteigen. Das könnte zu deutlich mehr Verkehrsaufkommen in den Innenstädten und auf den Zufahrtsstraßen führen.

Flugverkehr bisher noch nicht betroffen

Bei früheren Generalstreiks haben Fluggesellschaften geplante Abflüge ab Brüssel gestrichen, wenn sich Teile des Sicherheits- und Abfertigungspersonals am Streik beteiligten. Derzeit sind allerdings noch keine Flugstreichungen vorgesehen. Wichtig ist allerdings für Reisende, daran zu denken, dass der öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) zum und vom Flughafen womöglich vom Streik beeinträchtigt ist.