Nach Unwetter in Italien: Straßen und Zugstrecke unterbrochen
Von Lorenzo Walcher

Bei einem schweren Unwetter in Italien ist eine wichtige Verkehrsbrücke in der Region Molise eingestürzt. Auch die Autobahn A14 und eine Zugverbindung sind nicht befahrbar. Eine Wiederherstellung könnte Monate dauern.
Brücke ist Teil einer der wichtigsten Staatsstraßen Italiens
Auch Autobahn A14 und Bahnlinie betroffen
Wiederherstellung könnte Monate andauern
Unwetter: Brücke wegen übertretendem Fluss gesperrt
Wegen starker Regenfälle und des teils über die Ufer getretenen Flusses Trigno wurde die Brücke auf der Staatsstraße 16 gesperrt. Laut Medienberichten stürzte sie am Morgen des 2. April ein – während geprüft wurde, ob die Brücke wieder geöffnet werden kann.
Da sie zum Zeitpunkt des Einsturzes noch gesperrt war, gab es keine Verletzten. "Zum Glück war die Straße gesperrt und es befanden sich keine Fahrzeuge auf dem Weg, sonst wäre es eine Tragödie gewesen", sagte die Bürgermeisterin von Montenero di Bisaccia, Simona Contucci, dem Fernsehsender Rai am Unglücksort.
Laut Rai wurden in den vergangenen Monaten Sanierungsmaßnahmen an der Brücke durchgeführt.
Strada Statale 16: Wichtige Verkehrsstraße unterbrochen
Die betroffene Staatsstraße verläuft von Padua in Venetien entlang der Adria bis nach Otranto im süditalienischen Apulien. Die küstennahe Verbindung ist damit vorerst unterbrochen. Besonders im südlichen Teil ist mit schweren Verkehrseinschränkungen zu rechnen. Wie lange die Sperre dauert, ist noch unklar.
Hier finden Sie aktuelle Straßeninfos für Italien.
A14: Autobahn und Zugstrecke gesperrt
Seit dem 7. April kommt es in der Region Molise wieder zu einem Erdrutsch. Laut dem Chef des italienischen Zivilschutzes, Fabio Ciciliano, erstreckt sich die Bewegung der Erdmasse über eine vier Kilometer lange Linie. Die Zugstrecke Pari – Pescara und die Autostrada 14 laufen durch das Gebiet und mussten sicherheitshalber gesperrt werden. Für die betroffenen Straßenabschnitte wurden Umfahrungen eingerichtet, am 10. April soll der Bahnverkehr teilweise wieder anrollen.
Der Erdrutsch ist weiterhin aktiv. Bis sich die Lage entspannt, könnten laut Ciciliano noch Monate vergehen.
Italien: Schnee- und Regenfälle in Mittel- und Süditalien
Wind, schwere Regen- und Schneefälle hatten zuletzt Teile Mittel- und Süditaliens überzogen. Die Regionen Molise, Abruzzen, Marken und Apulien waren dabei besonders stark betroffen. In vielen Gebieten kam es zu Überschwemmungen, Erdrutschen und Evakuierungsmaßnahmen.
Mit Material von dpa.