Probealarm am Warntag: Wann in Deutschland 2026 die Handys heulen

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Von Sabrina Doschek

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Probewarnung am Warntag auf einer Werbetafel der Wuppertaler Schwebebahn
Wo sonst Werbung prangt, mahnen am Warntag die Behörden. Zum Glück nur probeweise!© imago images/Tim Oelbermann

Deutschland übt für den Ernstfall! Auch 2026 findet wieder der Bundesweite Warntag statt, an dem die Handys schrillen. Einige Bundesländer testen sogar mit einem zusätzlichen Probealarm Sirenen und Smartphones. Wann die Warntage in diesem Jahr stattfinden und wie sie ablaufen.

  • Bundesweiter Warntag: Probealarm im September 2026

  • Zusatz-Warntag im Frühjahr in Bayern, NRW und Rheinland-Pfalz

  • Ziel: Warnsysteme testen und Bevölkerung für Notfälle sensibilisieren

Im Herbst wird es laut in Deutschland: 2026 findet der Bundesweite Warntag am 10. September statt. Gegen 11 Uhr wird ein Probealarm verschickt, gegen 11.45 Uhr folgt dann die Entwarnung. Der bundesweite Warntag ist übrigens ein gemeinsamer Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen.

Allerdings wird es dieses Jahr nicht nur im September laut, sondern in einigen Bundesländern schon im Frühjahr: Am 12. März 2026 ist ein zusätzlicher Probealarm in den Bundesländern Bayern, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen geplant.

Auch dann werden um 11 Uhr die Sirenen heulen und die Handys Alarm schlagen. Darüber hinaus verbreiten Radios, Lautsprecherdurchsagen, Stadtinformationstafeln und Social Media die aktuellen Informationen.

Wenn's bundesweit bimmelt: Probealarm übers Handy

Die Warnungsmitteilung auf dem Handy kommt in der Regel über SMS-Benachrichtigungen oder Warn-Apps wie Nina oder Katwarn. Auch an den diesjährigen Warntagen nutzt man dafür das Cell-Broadcast-Verfahren.

Hierbei sendet der Mobilfunkdienst die Warnmeldungen direkt aufs Smartphone. Eine Entwarnung wird über den Mobilfunkdienst Cell Broadcast laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) nicht versendet, eine entsprechende Möglichkeit für die Zukunft wird derzeit aber geprüft.

Wie Sie die offizielle Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz Warn-App NINA, auf Ihrem Handy installieren, können Sie auf der Webseite des BKK nachlesen.

Warntag: Probe für den Ernstfall

Laut BBK verfolgen Probealarme das Ziel, die Warnsysteme zu überprüfen und die Bevölkerung für den Ernstfall zu sensibilisieren. Wenn die Abläufe einer Warnung vertraut sind, kann man im Ernstfall besser reagieren.

Mit einem Warntag soll zudem herausgefunden werden, wie viele Menschen überhaupt eine Warnung vor Gefahren im Ernstfall erreichen würde. Eine Online-Umfrage des BBK hatte nach dem Warntag im September 2023 gezeigt, dass damals rund 96 Prozent der Menschen in Deutschland auf dem einen oder anderen Weg von dem Probealarm erfahren hatten.

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Wann wird gewarnt? Die verschiedenen Gefahrenkategorien

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unterscheidet zwischen drei Gefahrenkategorien:

  • Extreme Gefahr: Akute, erhebliche Bedrohung für Gesundheit, Eigentum oder Infrastruktur

  • Gefahr: Ernsthafte Gefährdungslage mit möglichen Auswirkungen auf Menschen oder Infrastruktur

  • Gefahreninformation: Hinweise auf mögliche oder bereits eingetretene Beeinträchtigungen des normalen Tagesablaufs

Eine Warnung wird immer dann ausgelöst, wenn eine konkrete Gefahrensituation vorliegt. Dazu zählen unter anderem:

  • Feuer oder Großbrände

  • Versorgungsausfälle/Infrastrukturstörungen

  • Öffentliche Sicherheitslagen

  • CBRN-Gefahren (chemisch, biologisch, radiologisch, nuklear)

  • Extreme Wetterereignisse (per Weiterleitung des Deutschen Wetterdienstes)