2. Verkehrssicherheitskonferenz in Baden-Württemberg

Unter dem Motto „Verkehrssicherheitsarbeit kennt keine Grenzen – ganzheitlich denken und gemeinsam handeln“ wurde am 2. und 3. Februar 2026 in Pforzheim die zweite Verkehrssicherheitskonferenz Baden-Württemberg durchgeführt. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung vom Innenministerium und dem Verkehrsministerium des Landes. Ziel der Veranstaltung: die Vernetzung aller Akteure, die sich für die Sicherheit auf den Straßen einsetzen.
Im Mittelpunkt des ersten Tages stand eine Podiumsdiskussion. Innenminister Thomas Strobl betonte hier die Bedeutung der Verkehrssicherheit: „Unser Ziel ist klar – wir wollen einen Straßenverkehr ohne Getötete und Schwerverletzte. Ein wichtiger Punkt dabei ist die Tatsache, dass es sich bei Verkehrsunfällen nicht um schicksalsgegebene Ereignisse handelt. Wir können Verkehrsunfälle verhindern.“ Verkehrsminister Hermann verwies in diesem Zusammenhang auf die Vision Zero als langfristiges Ziel und anspruchsvolle Daueraufgabe, die nur im engen Zusammenspiel von Politik, Verwaltung, Polizei, Wissenschaft und Verbänden gelingen könne.


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Podiumsdiskussion: Der ADAC im Gespräch

Michael Saur vertrat als Vorsitzender des ADAC Württemberg den Mobilitätsclub. Er hob die zentrale Rolle der Präventionsarbeit hervor, machte jedoch zugleich deutlich, dass für eine Stärkung der Verkehrssicherheit auch eine leistungsfähige, fehlerverzeihende Infrastruktur nötig ist.
„Menschen sind nicht unfehlbar – Ablenkung, Müdigkeit oder Überforderung gehören zum Alltag. Ein kurzer Blick aufs Handy kann tödliche Folgen haben. Verkehrssicherheit muss diese menschlichen Grenzen berücksichtigen und ihnen durch gezielte Aufklärung sowie eine fehlerverzeihende Infrastruktur wie sichere Straßenführungen oder eindeutige Beschilderungen begegnen.“
Michael Saur, Vorsitzender ADAC Württemberg©ADAC Württemberg
Auch die Technik spiele laut Saur eine entscheidende Rolle. Fahrerassistenzsysteme haben bereits messbar zur Unfallreduktion beigetragen. Der nächste Schritt seien kooperative Systeme wie C-ITS, die Fahrzeuge und Infrastruktur vernetzen und Fahrer in Echtzeit vor Gefahrenstellen warnen.
Verleihung des Verkehrspräventionspreises Baden-Württemberg
Ein weiterer Höhepunkt des ersten Konferenztages war die Verleihung des Verkehrspräventionspreises Baden-Württemberg durch das Bündnis „GIB ACHT IM VERKEHR“. Ausgezeichnet wurden vier Projekte, die sich besonders für Verkehrssicherheit und Prävention engagieren – etwa für junge Fahranfänger, sichere Schulwege oder spezielle Trainings für Kinder mit Beeinträchtigungen. Die Preisgelder in Höhe von insgesamt 6.000 Euro wurden von Unfallkasse Baden-Württemberg, Landesverkehrswacht, dem ADAC in Baden-Württemberg und TÜV SÜD gestiftet.
