Landtagswahl 2026: ADAC macht sich stark für sichere, nachhaltige und bezahlbare Mobilität

Baden-Württemberg steht mit Beginn der neuen Legislaturperiode vor wichtigen Entscheidungen – insbesondere die Koalitionsverhandlungen werden hier richtungsweisend sein, wie sich die Verkehrspolitik und die Mobilität im Land entwickeln. Klar ist: Mobilität ist eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und wirtschaftlichen Erfolg. Deshalb braucht es klare politische Rahmenbedingungen, die attraktive und zuverlässige Mobilitätslösungen ermöglichen, ohne die Bürgerinnen und Bürger zusätzlich zu belasten.
Der ADAC in Baden-Württemberg bringt sich aktiv in die verkehrspolitische Debatte ein und hat ein Positionspapier zur Landtagswahl 2026 verabschiedet. Darin werden die Positionen und Forderungen des ADAC für eine sichere, leistungsfähige, nachhaltige und bedarfsgerechte Mobilität im Land zusammengefasst – mit dem wichtigen Ziel, dass die regierungsbildenden Parteien diese Forderungen in die Koalitionsverhandlungen und die kommende Verkehrspolitik einfließen lassen.
Zukunftsfähige Infrastruktur sichern
Damit Baden-Württemberg gut erreichbar bleibt, müssen Straßen und Verkehrswege modernisiert und dort erweitert werden, wo Engpässe den Verkehr ausbremsen. Weniger Staus bedeuten weniger Emissionen, einen besseren Verkehrsfluss und mehr Lebensqualität. Gleichzeitig wächst vor allem in den Städten die Konkurrenz um knappen Raum. Rad-, Fuß- und Autoverkehr sowie der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) müssen sinnvoll aufeinander abgestimmt werden. Sie dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Ebenso wichtig ist es, Planungs- und Genehmigungsprozesse zu vereinfachen und zu beschleunigen, ohne die Beteiligung der Bevölkerung einzuschränken.
Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmende erhöhen
Ein zentrales Anliegen ist die Verkehrssicherheit. Klare räumliche Trennungen zwischen den verschiedenen Verkehrsarten erhöhen die Sicherheit und reduzieren Konflikte. Tempo 30 sollte dort maßvoll eingesetzt werden, wo eine besondere Schutzbedürftigkeit besteht – etwa vor Schulen oder Kindergärten. Eine pauschale Einführung im gesamten Stadtgebiet ist dagegen nicht zielführend. Zusätzlich tragen eine übersichtliche Beschilderung sowie moderne, intelligente Verkehrssteuerung dazu bei, Unfälle zu vermeiden und den Verkehr flüssiger zu machen.
Nachhaltige Mobilität aktiv gestalten
Für viele Menschen ist das Auto keine Wahl, sondern eine Notwendigkeit. Deshalb muss die Verkehrswende das Auto mitdenken und nachhaltige Lösungen für die Zukunft bieten. Die Elektromobilität wird dabei einen zentralen Beitrag zur Mobilität der Zukunft leisten. Damit sie sich durchsetzen kann, müssen wichtige Rahmenbedingungen verbessert werden. Dazu gehören Bezahlbarkeit, transparente Ladepreise, eine Vereinfachung des Ladeprozesses sowie der Ausbau der Schnellladeinfrastruktur.
Zugänglichkeit zur Mobilität ermöglichen
Mobilität ist ein zentraler Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens und ein Motor für wirtschaftlichen Fortschritt in Baden-Württemberg. Angesichts der ökologischen Herausforderungen steht außer Frage, dass sich unsere Mobilität verändern muss. Der ADAC fordert Technologieoffenheit, wo sie notwendig ist, und setzt sich aktiv für die Weiterentwicklung einer nachhaltigen Mobilität ein. Diese muss auch künftig sicher, bezahlbar und für alle Menschen zugänglich bleiben – denn das ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit.