Lange Staus erwartet: ADAC warnt vor schwieriger Verkehrslage in den Pfingstferien
Von Redaktion Südbayern

Mit Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt starten kommende Woche gleich drei Bundesländer in die Pfingstferien. Auf Bayerns Autobahnen wird dies dementsprechend bereits ab Freitag, den 22. Mai, zu einem deutlich erhöhten Verkehrsaufkommen führen. Besonders schlimm dürfte es Ende Mai auf dem Brenner werden.
Zu Pfingsten rechnet der ADAC wieder mit zahlreichen Hindernissen für Reisende, vor allem, wenn es in die Urlaubsgebiete in den Süden geht. „Wie die letzten Jahre gezeigt haben, rollt die Reisewelle in die Urlaubsgebiete im Süden bereits am Freitagnachmittag an. Wir rechnen damit, dass bis einschließlich Pfingstmontag besonders viel Reiseverkehr auf den Autobahnen in Bayern unterwegs ist“, prognostiziert Alexander Kreipl, Verkehrsexperte des ADAC Südbayern.
Besonders auf der A8 München Richtung Salzburg, der Inntalautobahn A93 sowie der A95 München Richtung Garmisch-Partenkirchen kann es zu hohen Zeitverlusten kommen. Am Grenzübergang Füssen/Reutte müssen Reisende zudem mit Blockabfertigung rechnen. Erschwerend kommt hinzu, dass hier (genau wie auf der A8 im Landkreis Rosenheim) ein Durchfahrtsverbot für Nebenstrecken gilt. Staut es sich also vor dem Grenztunnel Füssen, ist die Benutzung von Ausweichrouten nicht gestattet.

Besondere Situation durch Vollsperrung am Brenner in Tirol
Seit 1. Mai sind auch in Tirol wieder die sogenannten Abfahrtssperren aktiv. Sollte es auf der Autobahn zu Stau kommen, dürfen Reisende, die kein Ziel in der betroffenen Region ansteuern, nicht die Autobahn verlassen. Damit sollen die Anwohner entlang der Autobahn vor Ausweichverkehr geschützt werden. Am Samstag in den Pfingstferien gibt es noch ein deutlich größeres Reisehindernis. „Aufgrund einer Kundgebung auf der Brennerautobahn A 13 ist der Brennerkorridor am 30. Mai von 11 bis 19 Uhr komplett gesperrt“, berichtet Kreipl. „Wer es bis 11 Uhr nicht über den Brenner schafft, muss damit rechnen, den ganzen Tag auf der Autobahn zu stehen.“ Der Autobahnbetreiber ASFINAG schätzt, dass an diesem Tag mehr als 32.000 Fahrzeuge den Brenner passieren würden.
Das Land Tirol rät, die Region an diesem Tag großräumig zu umfahren und auf nicht notwendige Fahrten zu verzichten. „Regionale Umfahrungen sind nicht möglich. Zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit wird parallel zur Kundgebung auch die Brennerstraße (B182) sowie die Ellbögener Straße (L3) gesperrt“, erläutert Kreipl. Der ADAC Südbayern empfiehlt allen Urlaubern, den 30. Mai nach Möglichkeit nicht als Reisetag einzuplanen.
Gute Planung zwingend erforderlich
Die Vollsperrung am Brenner zeigt, dass es sich lohnt, die Urlaubsreise genau zu planen. Dazu gehört auch, tagesaktuelle Verkehrsmeldungen zu beachten und flexibel zu reagieren. Um nicht unnötig Zeit zu verlieren, lohnt es sich, Vignetten bereits vorab online oder in einer ADAC Geschäftsstelle zu besorgen. Auch sollten Reisende ein besonderes Augenmerk auf genügend Proviant im Fahrzeug und ausreichende Pausen unterwegs legen. Das gilt vor allem dann, wenn Kinder mit in den Urlaub fahren.