Mehr als Motorsport: Wie ADAC Ortsclubs soziale Projekte in Südbayern unterstützen

Von Redaktion Südbayern

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Mitglieder des MSC Passau vor ihrem Stand mit Glücksrad.
Der MSC Passau sammelt mit unterschiedlichsten Aktionen immer wieder Spenden für gemeinnützige Zwecke.© W2C - FIA World Rally Championship / Central European Rally

Ob Typisierungsaktion gegen Blutkrebs, Unterstützung von Hospizen oder Spenden für soziale Einrichtungen: Die Ortsclubs des ADAC Südbayern engagieren sich auf vielfältige Weise für die Menschen in ihren Regionen. Drei Beispiele zeigen, wie Vereinsleben und gesellschaftliche Verantwortung Hand in Hand gehen.

Motorsport, Oldtimer oder touristische Ausfahrten prägen die Aktivitäten vieler ADAC Ortsclubs. Gleichzeitig leisten zahlreiche Ehrenamtliche weit mehr als die Organisation von Veranstaltungen. Mit Spendenaktionen, Benefizveranstaltungen oder Projekten für den guten Zweck setzen sich Ortsclubs und Partner des ADAC Südbayern für Menschen in ihrer Region ein. Drei Beispiele zeigen, wie vielfältig dieses Engagement sein kann.

Lebensretter gesucht: Der MSC Passau unterstützt die Stammzellspende

Manchmal kann schon eine einfache Registrierung Leben retten. Gemeinsam mit der Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) nutzte der MSC Passau verschiedene Motorsportveranstaltungen, um auf das Thema Stammzellspende aufmerksam zu machen. Bei der Central European Rally konnten sich Besucher sowohl im Servicepark in Karpfham als auch an der Wertungsprüfung „Beyond Borders“ in Wegscheid als potenzielle Stammzellspender registrieren lassen. Mehr als 100 Motorsportfans nutzten die Gelegenheit und ließen sich typisieren.

Ergänzt wurde die Aktion durch eine Spendensammlung zugunsten von Menschen mit Blutkrebs. Insgesamt kamen 7000 Euro für die Leukämiehilfe Passau und die Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern zusammen. Allein ein Glücksrad des Ortsclubs brachte weitere 1000 Euro ein.

Unterstützung für Kinder, Familien und soziale Einrichtungen

Nicht nur Ortsclubs, auch langjährige Partner des ADAC Südbayern setzen sich für soziale Zwecke ein. Ein Beispiel dafür ist der Isar 13 - Biker helfen e.V., der beim ADAC Maxlrainer Oldie Feeling, dem größten Oldtimertreffen Südbayerns, bereits zum zweiten Mal Spenden sammeln durfte. Die Veranstaltung bietet dem Verein eine Plattform, um Besucher für soziale Projekte zu gewinnen und finanzielle Unterstützung zu erhalten.

Mit Tombolas und weiteren Aktionen unterstützt Isar 13 regelmäßig soziale Einrichtungen in der Region. Zu den Begünstigten zählen unter anderem ein Kinderhospiz in Rosenheim sowie die Kinderkrebshilfe Ebersberg. Darüber hinaus engagiert sich der Verein mit weiteren Projekten für Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind.

Mit vollem Einsatz für den guten Zweck: Benefiz-Rennen des MSC Scuderia Kempten

Dass Motorsport und soziales Engagement hervorragend zusammenpassen, zeigt der MSC Scuderia Kempten. Der Ortsclub richtete bereits zum zweiten Mal ein „Benefiz Race of Champions“ auf seinem Clubgelände aus. Unterstützt wurde die Veranstaltung von Mitgliedern weiterer Vereine, darunter der MSC Oberstaufen und der MSC Königsbrunn.

Insgesamt gingen 58 Kartfahrerinnen und Kartfahrer an den Start. Auf mehreren Parallel-Parcours traten die Teilnehmer im K.-O.-Modus gegeneinander an und kämpften um den Einzug in die nächste Runde. Im Mittelpunkt stand jedoch nicht nur der sportliche Wettbewerb, sondern vor allem der gute Zweck: Rund 1000 Euro Erlös kamen zusammen.

Der Ortsclub spendet die Einnahmen an das Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach sowie an das Tierheim Kempten. Nach der erfolgreichen zweiten Auflage plant der Verein bereits eine Fortsetzung im kommenden Jahr.

Ehrenamt mit Herz

Die Beispiele zeigen, dass sich das Engagement der Ortsclubs und Partner des ADAC Südbayern nicht auf Mobilität, Touristik oder Motorsport beschränkt. Ob finanzielle Unterstützung, konkrete Hilfe für soziale Einrichtungen oder die Suche nach potenziellen Lebensrettern durch eine Stammzelltypisierung: Hinter den Projekten stehen Menschen, die Verantwortung für ihre Region übernehmen.

Viele dieser Initiativen entstehen aus ehrenamtlichem Einsatz und persönlicher Überzeugung. Sie machen deutlich, dass Vereinsleben weit mehr sein kann als ein gemeinsames Hobby - nämlich ein Beitrag für ein starkes gesellschaftliches Miteinander.