PiNCAMP Preisanalyse 2026: Camping in Bayern bleibt gefragt – Preise leicht gestiegen

Von Redaktion Südbayern

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Ein modernes silberfarbenes Wohnmobil steht geparkt vor einem See, zwei Campingstühle sind vor dem Wohnmobil zu sehen. Der Himmel ist blau, die Sonne scheint. Zwischen zwei Laubbäumen ist eine Hängematte gespannt. Im Hintergrund ist ein ruhiger See zu erkennen.
In Bayern finden Camper zahlreiche Plätze in attraktiven Naturregionen, wie den Strandcampingplatz am Waginger See. © PiNCAMP

Camping in Bayern wird 2026 etwas teurer, bleibt aber deutlich günstiger als der europäische Durchschnitt. Das zeigt die aktuelle PiNCAMP-Preisanalyse. Während Oberfranken zu den preiswertesten Regionen zählt, ist Camping in Oberbayern am teuersten. Trotz moderater Preissteigerungen bleibt Bayern eines der beliebtesten und erschwinglichsten Campingziele Deutschlands.

Bayern zählt auch 2026 zu den beliebtesten Campingregionen Deutschlands. Für eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind kostet eine Übernachtung in der Hochsaison im Schnitt 42 Euro pro Nacht. Die Spannweite innerhalb des Bundeslandes ist allerdings groß: Zwischen der günstigsten und der teuersten Region liegen rund 15 Euro Preisunterschied.

Bayern im Bundesvergleich im oberen Mittelfeld

Mit durchschnittlich 42 Euro pro Nacht liegt der Freistaat leicht über dem deutschlandweiten Mittelwert von 41 Euro und damit im oberen Mittelfeld. Teurer ist eine Camping-Übernachtung nur in Brandenburg (45 Euro), Baden-Württemberg (44 Euro) und Mecklenburg-Vorpommern (43 Euro). Insgesamt steigen die Preise im Freistaat um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr – ein moderater Anstieg, vor allem im Vergleich zu Regionen wie Nordrhein-Westfalen, wo die Preise um 18 Prozent klettern.

„Attraktive Naturregionen, die Nähe zu den Alpen und zahlreiche Seen machen Bayern zu einem besonders gefragten Ziel für Campingurlaub. Diese hohe Nachfrage spiegelt sich auch im Preisniveau wider. Gleichzeitig bleibt Camping in Deutschland eine vergleichsweise erschwingliche Möglichkeit, Urlaub in beliebten Ferienregionen zu machen“, sagt Uwe Frers, Campingexperte und Geschäftsführer“, erklärt Uwe Frers, Campingexperte und Geschäftsführer von PiNCAMP.

Große Preisunterschiede innerhalb Bayerns

Zwischen den bayerischen Regionen zeigen sich deutliche Unterschiede. Besonders günstig bleiben Oberfranken und Mittelfranken mit jeweils 36 Euro pro Nacht. In Oberfranken sinken die Preise im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht. Noch stärker fällt der Rückgang in Schwaben aus, wo ein Minus von sieben Prozent verzeichnet wird.

In klassischen Urlaubsregionen steigen dagegen die Preise – allen voran in Oberbayern, wo Camper in diesem Jahr im Schnitt 51 Euro zahlen. Damit liegt Oberbayern nicht nur am oberen Ende der Preisskala, sondern verzeichnet auch das stärkste Plus gegenüber 2025 (+13 Prozent).

Durchschnittspreise nach Regierungsbezirken in Bayern (Hochsaison 2026)

  • Oberfranken: 36 Euro (im Vergleich zum Vorjahr: –2 %)

  • Mittelfranken: 36 Euro (+6 %)

  • Unterfranken: 38 Euro (+2 %)

  • Oberpfalz: 38 Euro (+4 %)

  • Schwaben: 41 Euro (–7 %)

  • Niederbayern: 44 Euro (+8 %)

  • Oberbayern: 51 Euro (+13 %)

Nebensaison bleibt attraktive Sparoption

Wer zeitlich flexibel ist, kann weiterhin sparen. In Bayern liegen die Preise in der Nebensaison rund zehn Prozent unter dem Niveau der Hochsaison. Besonders Urlauber, die sich nicht an die Ferienzeiten halten müssen, können davon profitieren.

Bayern und Deutschland im Europavergleich

Im internationalen Vergleich bleibt Camping in Deutschland und auch in Bayern preiswert. Während der europäische Durchschnitt bei 49 Euro pro Nacht liegt, kommen Camper in Bayern mit 42 Euro im Durchschnitt deutlich günstiger weg. Nur Norwegen (38 Euro) und Schweden (40 Euro) sind noch günstiger.

In vielen klassischen Urlaubsländern müssen Camper deutlich mehr einkalkulieren – etwa in Kroatien (73 Euro), Italien (63 Euro) oder der Schweiz (61 Euro). „Trotz moderater Preissteigerungen bleibt Deutschland im europäischen Vergleich ein günstiges Campingland. Gleichzeitig sehen wir, dass viele Reisende sensibel auf zu starke Preiserhöhungen reagieren und ihre Aufenthaltsdauer oder ihr Reiseziel entsprechend anpassen“, sagt Uwe Frers, Campingexperte und Geschäftsführer von PiNCAMP.

Methode

Die PiNCAMP Preisanalyse 2026 basiert auf den ausgewiesenen Übernachtungspreisen der Hochsaison 2026. Ausgewertet wurden die Preisangaben von rund 2.300 Campingplätzen in den wichtigsten Urlaubsländern deutscher Camper. Grundlage der Berechnung ist der Gesamtpreis pro Nacht für eine Familie (zwei Erwachsene und ein Kind bis zehn Jahre) inklusive Standplatz für ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen mit Zugfahrzeug; Zeltplätze wurden nicht berücksichtigt. In die Analyse einbezogen wurden Deutschland, Italien, Frankreich, Kroatien, Niederlande, Spanien, Österreich, Dänemark, Schweden, Norwegen, die Schweiz und das Vereinigte Königreich. Stadtstaaten und das Saarland fielen aufgrund einer zu geringen Datenbasis aus der Wertung.