Maut 2026: Die wichtigsten Änderungen im Überblick

Von Redaktion Südbayern

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2026 gibt es laut ADAC Südbayern einige Neuerungen beim Thema Maut, die Autofahrer auf ihrem Weg Richtung Süden kennen sollten.
2026 gibt es laut ADAC Südbayern einige Neuerungen beim Thema Maut, die Autofahrer auf ihrem Weg Richtung Süden kennen sollten. © stock.adobe.com/ bluedesign

2026 bringt für Autofahrer einige Änderungen beim Thema Maut. Mehrere Länder passen ihre Gebühren an, modernisieren ihre Mautsysteme oder führen neue Regelungen ein, die für Urlaubs- und Durchreisende wichtig werden. Damit Reisende Richtung Süden gut vorbereitet starten können, hat der ADAC Südbayern die wichtigsten Neuerungen zusammengestellt.

Autobahnvignette Österreich: Höhere Preise, höhere Strafen – und Abschied vom Klebe-Pickerl

Österreich startet 2026 mit spürbaren Veränderungen – und läutet gleichzeitig das Ende einer Ära ein. Die Preise für die Autobahnvignette sind um 2,9 Prozent gestiegen.

Vignettenpreise für Pkw im Überblick:

  • 1 Tages-Vignette: 9,60 Euro

  • 10 Tages-Vignette: 12,80 Euro

  • 2 Monats-Vignette: 32 Euro

  • Jahresvignette: 106,80 Euro

Vignettenpreise für Motorradfahrer im Überblick:

  • 1 Tages-Vignette: 3,80 Euro

  • 10 Tages-Vignette: 5,10 Euro

  • 2 Monats-Vignette: 12,80 Euro

  • Jahresvignette: 42,70 Euro

Deutlich teurer wird es, wenn man ohne gültige Vignette erwischt wird. Die sogenannte Ersatzmaut steigt ab 1. Januar 2026 erheblich an:

  • Pkw: 200 Euro (statt bisher 120 Euro)

  • Motorräder: 100 Euro (statt 65 Euro)

Wichtig: 2026 markiert außerdem das letzte Jahr des klassischen Klebe-Pickerls. Ab 2027 wird die Vignette ausschließlich digital erhältlich sein.

Sondermaut in Österreich

Gut zu wissen: In Österreich wird auf bestimmten Strecken zusätzlich eine Sondermaut erhoben. Aber es gibt auch Strecken, auf denen keine Vignettenpflicht besteht:

  • A1 Westautobahn (Grenzübergang Walserberg bis Salzburg-Nord), Land Salzburg

  • A12 Inntalautobahn (Grenzübergang Kiefersfelden bis Kufstein-Süd), Tirol

  • A14 (Grenzübergang Hörbranz bis Hohenems), Vorarlberg

Mautkosten Italien: Teurer, aber erstmals Geld zurück bei Baustellen-Staus

Auch Italien hat die Mautgebühren zum 1. Januar 2026 auf fast allen Autobahnen um durchschnittlich 1,5 Prozent erhöht. Die stärkste Preiserhöhung betrifft die Strecke Salerno-Pompei-Neapel mit einem Anstieg von knapp zwei Prozent. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Ab Sommer 2026 sollen Autofahrer bei Staus wegen Baustellen entschädigt werden (Stauursachen wie Unfall und Wetter sind von der Regelung ausgenommen).

  • Auf Strecken bis zu 50 Kilometern gibt es eine Erstattung ab 10 Minuten Verzögerung.

  • Auf längeren Strecken gilt eine Erstattung ab 15 Minuten Verspätung.

  • Bei Staus mit mindestens drei Stunden Verzögerung wird die gesamte Maut zurückgezahlt.

Ab dem 1. Juni 2026 sollen Autofahrer eine Entschädigung erhalten können, wenn sie aufgrund von Baustellen auf Autobahnabschnitten im Stau stehen, die vollständig von einem einzigen Betreiber verantwortet werden. Ab dem 1. Dezember 2026 wird diese Regelung auf sämtliche Autobahnen im Land ausgeweitet. Die Antragstellung soll über eine App der privaten Autobahnbetreiber erfolgen. Weitere Details für deutsche Autofahrer werden im Laufe des Jahres bekanntgegeben.

Maut Kroatien: Neues System ab Herbst

Kroatien-Reisende müssen sich ab Herbst 2026 auf ein neues Mautsystem für Autobahnen einstellen. Ab September sollen die bisherigen Mautstationen schrittweise abgeschafft und durch ein digitales System ersetzt werden. Hierfür stehen dann zwei Bezahlmodelle zur Auswahl:

1. Digitale Kennzeichen-Registrierung

Motorräder und Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen können ihr Kennzeichen über ein Onlineportal registrieren und eine Zahlungsmethode hinterlegen. An Autobahn-Ein- und -Ausfahrten wird das Kennzeichen automatisch gescannt und die Maut abgebucht. Für nicht registrierte Fahrzeuge gibt es Schnellspuren, auf denen das Kennzeichen kurzfristig erfasst und die Zahlung eingerichtet werden kann.

2. Mautbox

Alternativ kann eine Mautbox (ENC-Gerät) genutzt werden, die im Fahrzeug registriert wird und die Abrechnung übernimmt. Für Lkw, Busse und Fahrzeuge über 3,5 Tonnen ist sie verpflichtend.

Mit der ADAC Mautbox schneller und entspannter ans Ziel!

Mit der ADAC Mautbox muss man an Mautstationen- je nach Version - in Italien, Frankreich, Spanien, Portugal und Kroatien (ohne Istrien) nicht mehr anhalten, sondern kann einfach durchfahren. Dazu nutzt man die Fahrspur mit dem T-Symbol. Die Abbuchung erfolgt automatisch. Die ADAC Mautbox kann in der Premium oder Standard Version online bestellt werden.

Keine Steigerung der Mautgebühren in der Schweiz und Slowenien

In der Schweiz und in Slowenien bleiben die Mautkosten 2026 unverändert. In der Schweiz kostet die Jahresvignette weiterhin 40 CHF (rund 44,50 Euro), sowohl die klassische als auch die digitale Variante. Auch in Slowenien gibt es keine Preisänderungen, die rein digitale Maut bleibt stabil: Pkw: 117,50 Euro pro Jahr, 32 Euro pro Monat, 16 Euro für 7 Tage.

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