ADAC Staubilanz 2025: Das waren die Stau-Hotspots in Südbaden

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© iStock/Thomas Stockhausen

Im vergangenen Jahr verbrachten Autofahrende in Baden-Württemberg etwas weniger Zeit im Stau als 2024: Wie die ADAC Staubilanz für das Jahr 2025 zeigt, summierte sich die Dauer der Verkehrsstörungen auf 48.490 Stunden. Das ist etwa ein Prozent weniger als 2024. Autofahrerinnen und -fahrer steckten damit umgerechnet 2.020 Tage in Stau oder stockendem Verkehr fest. Die Zahl der Staumeldungen mit 46.122 Verkehrsstörungen liegt in etwa auf Vorjahresniveau. Die Gesamtlänge der Störungen umfasste 104.948 Kilometer.

Stauschwerpunkte in Südbaden

Besonders betroffen war die der A5 unter anderem zwischen den Anschlussstellen Freiburg-Nord und Teningen in Fahrtrichtung Karlsruhe. Dort verschärfte eine Baustelle die ohnehin angespannte Verkehrslage. Der ADAC registrierte in diesem Segment 332 Stau-Ereignisse mit einer Länge von 1.050 Kilometern und einer Dauer von 237 Stunden.

Für weitere Staus sorgten Instandsetzungsarbeiten an der Rheinbrücke bei Neuenburg (A5). Zwischen den Anschlussstellen Dreieck Neuenburg und Müllheim/Neuenburg in Fahrtrichtung Karlsruhe wurden 317 Staus mit einer Gesamtlänge von 233 Kilometern und 148 Stau-Stunden ermittelt.

Viel Geduld war insbesondere bei Lkw-Fahrern am Grenzübergang zur Schweiz gefragt: Der A5-Abschnitt zwischen Weil am Rhein/Hüningen und Grenzübergang Weil am Rhein/Basel in Fahrtrichtung Basel erreichte eine Staudauer von 1336 Stunden (2024: 1474 Stunden). Für den grenzüberschreitenden Güterverkehr kommt es wegen der Zollabfertigung immer wieder zu langen Wartezeiten auf dem stauanfälligen Abschnitt.

Am meisten Zeit im Stau verbrachten Autofahrerinnen und Autofahrer in Baden-Württemberg wie auch schon im Vorjahr auf der A8. Hier summierten sich alle Stauereignisse auf insgesamt 13.680 Stau-Stunden. Rund ein Drittel der erfassten Stunden standen Autofahrende an der Großbaustelle bei Pforzheim.

Mittwochs besonders viel Stau

Der staureichste Tag in Baden-Württemberg war Mittwoch, der 28. Mai 2025 mit 308 Stau-Stunden und 660 Stau-Kilometern. Viele Autofahrende nutzten das lange Wochenende an Christi Himmelfahrt für einen Kurzurlaub. Allgemein belegte der Mittwoch bei den Stautagen den Spitzenplatz im vergangenen Jahr. Im Durchschnitt standen Autofahrende mittwochs auf den baden-württembergischen Autobahnen 171 Stunden lang im Stau.

Ausblick für 2026

Für 2026 rechnet der ADAC mit einem leicht höheren Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen, das sich auch in den Stauzahlen niederschlagen dürfte. Hinzu kommt eine Vielzahl an Baustellen, die notwendig sind, um das in die Jahre gekommene Autobahnnetz zu modernisieren.

Bundesweit müssen in den kommenden Jahren rund 8.000 Autobahn-Brücken saniert oder durch Neubauten ersetzt werden. Der ADAC fordert daher deutlich schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren, damit notwendige Baumaßnahmen zügiger umgesetzt werden können.

Datengrundlage

Der ADAC nutzt zur Stauermittlung Floating Car Data in Echtzeit. Täglich werden im Durchschnitt rund 2 Milliarden Positions- und Geschwindigkeitsinformationen von LKW-Flotten sowie Nutzern von Smartphone-Apps verarbeitet. Ergänzt um Informationen zu baustellenbedingten Verkehrseinschränkungen (z.B. Fahrbahnverengung, Fahrstreifenreduzierung, Sperrung von Auf- und Abfahrten sowie Verbindungsrampen in Autobahnkreuzen, etc.) werden diese Daten in der ADAC Service GmbH zur aktuellen Verkehrslage verarbeitet.