Osterurlaub 2026: ADAC Tipps für sicheres Reisen

Viele Deutsche zieht es für den Osterurlaub an das östliche Mittelmeer oder in die Ferne. Nach den jüngsten Angriffen der USA und Israels gegen den Iran bleibt
die Lage im Nahen Osten jedoch angespannt und sorgt für Verunsicherung bei Reisenden.
Was bedeutet das konkret für Urlauber und worauf müssen sie jetzt achten? Reiseexperte Ali Tokgöz vom ADAC Reisebüro in Freiburg klärt auf. Trotz der angespannten Lage sind klassische Urlaubsziele wie Ägypten, die Türkei und Zypern weiterhin bereisbar. Allerdings gelten in einzelnen Regionen klare Einschränkungen.
„Badeurlaub in Ägypten ist weiterhin gut möglich. Von individuellen Ausflügen in entlegene Regionen raten wir allerdings ab. Auch an der Ägäis und der türkischen Riviera können Reisende ihren Urlaub unbesorgt verbringen. Problematisch sind ausschließlich Regionen nahe der Grenze zu Iran, Irak und Syrien. Für Zypern gilt aktuell keine Reisewarnung, die Behörden mahnen jedoch zu erhöhter Aufmerksamkeit. “
Ali Tokgöz, Reiseexperte aus dem ADAC Reisebüro Freiburg ©ADAC Südbaden e.V.
Flugverkehr bleibt größte Herausforderung
Deutlich angespannter ist die Situation im Luftverkehr. Zahlreiche Verbindungen über wichtige Drehkreuze wie Dubai, Abu Dhabi und Doha sind eingeschränkt oder ausgesetzt. „Die größte Unsicherheit betrifft nicht die Reiseziele selbst, sondern die Flugverbindungen für die An- und Abreise. Deshalb sollten Urlauber ihre Flüge vorab prüfen und Alternativen einplanen“, erklärt Ali Tokgöz.

Besonders betroffen ist der Flugverkehr von und nach Dubai. Lufthansa hat vorübergehend alle Verbindungen in das Emirat ausgesetzt, Eurowings hat Flüge nach Dubai bis Ende Juni gestrichen. Die Auswirkungen im Flugverkehr reichen bis über die Golfregion hinaus: Für Fernzielen in Asien und im Pazifik – darunter Japan, Hongkong, Thailand, Vietnam, Neuseeland oder Australien – sind ebenfalls Beeinträchtigungen möglich.
Steigende Preise belasten Urlaubskasse
Der Nahost-Konflikt treibt die Ölpreise nach oben und verteuert damit auch Treibstoffe wie Kerosin. „Viele Airlines geben die gestiegenen Kosten direkt an die Kunden weiter“, berichtet Ali Tokgöz. Vor allem für Langstreckenflüge zwischen Europa, Asien und Afrika müssen Reisende mit höheren Ticketpreisen rechnen.
Empfehlung für Reisende
In der aktuellen Lage zählt vor allem gute Vorbereitung. „Wer jetzt verreist, sollte sich bewusst absichern und flexibel bleiben. Wir unterstützen dabei, sichere Reiseoptionen zu finden und begleiten durch die gesamte Reiseplanung – von der Sicherheitsbewertung bis zu konkreten Alternativen bei Flugplan-Änderungen“, betont der Reiseexperte.
ADAC Tipps für Urlauberinnen und Urlauber:
Reisehinweise des Auswärtigen Amtes regelmäßig lesen
Pauschalreisen bevorzugen, da sie mehr Sicherheit bieten
Flüge und Verbindungen kurz vor der Abreise nochmals prüfen
Flexible Tarife oder Umbuchungsoptionen nutzen
Die Reiseexperten in den ADAC Reisebüros in Freiburg, Offenburg, Baden-Baden, Lörrach, Singen und Villingen-Schwenningen beraten umfassend bei der Reiseplanung und klären über Rechte und Ansprüche bei Flugverspätungen und -annulierungen auf.
