AMC Ingelheim: Inklusion trifft Motorsport
Von ADAC Redaktion Rheinland-Pfalz

Kart-Slalom-Erlebnis und Teilhabe: Gemeinsam neue Wege bestreiten
In einer Welt, die zunehmend auf integratives Miteinander setzt, wird der Sportbereich zu einer Plattform für innovative Konzepte und gemeinschaftliches Engagement. Auch im Motorsport entstehen neue Ansätze, die Inklusion und Teilhabe in den Fokus rücken. Der Automobil- und Motorradclub (AMC) Ingelheim setzt genau hier an.
Begegnung auf Augenhöhe – Ein inklusives Kart-Slalom-Erlebnis
Unter dem Motto „Inklusion im Motorsport, Begegnung auf Augenhöhe“ ermöglichte ein Kart-Slalom-Event des AMC Ingelheim Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen einen Tag voller Freude und einzigartigen Fahrspaß. Ziel ist es, durch solche Aktionen die Inklusion aktiv zu fördern und Barrieren abzubauen, wie der erste Vorsitzende Wido Grube betont: „Unser Vereinsschwerpunkt liegt ganz klar auf motorsportlichen Aktivitäten. Dort kam uns als gemeinnütziger Verein jedoch das Thema Gemeinnützigkeit viel zu kurz. Also haben wir überlegt, wie wir den gemeinnützigen Gedanken stärken und der Gesellschaft etwas zurückgeben können.“
Technik trifft Teilhabe

Diese Initiative ist Teil eines Engagements, das weit über das klassische Vereinsgeschehen hinausgeht und zeigt, dass Motorsport und sozialer Einsatz miteinander vereinbar sind. Durch den Einsatz innovativer Technik, wie einem speziell entwickelten Kart-Anhänger, der Kindern und Jugendlichen mit Handicap das Kartfahren ermöglicht, schafft der AMC Ingelheim neue Erlebnisse und gleichzeitig ein Erfahrungsfeld des Miteinanders. Grube erklärt das Konzept und die Idee dahinter: . „Wir schaffen Begegnungsevents zwischen Kindern und Jugendlichen mit Handicap und unseren gleichaltrigen Vereinsmitgliedern auf motorsportlicher Basis. Dazu bieten wir Tandem-Slalomfahren mit einem speziell dafür entwickelten und hergestellten Anhänger an. Wir bauen Barrieren ab, vermitteln Werte und bieten ihnen ein unvergessliches Erlebnis.“
Starke Unterstützung durch Förderprogramme
Hinter diesem erfolgreichen Projekt steht auch die Unterstützung durch den Landessportbund Rheinland-Pfalz und Förderprojekte wie die von „Aktion Mensch“, die es ermöglichen, neue Ideen kreativ und nachhaltig umzusetzen. So freuten sich die Verantwortlichen des AMC bei einem Event im Haus St. Martin in Ingelheim auch über die Scheckübergabe in Höhe von 500 Euro durch Noah Schönel, Inklusionslotse des Landessportbundes. Diese finanzielle Förderung ist Teil der sogenannten INpuls-Prämie, die für inklusive Projekte beantragt werden kann. „Diese Unterstützung ist essentiell, um die Inklusion im Sport weiter voranzubringen und den Kindern und Jugendlichen eine gemeinsame Teilhabe zu ermöglichen“, unterstreicht Schönel die Bedeutung der Hilfe.
Mobil im Einsatz für Inklusion
Inzwischen konnte der AMC viele solcher Events umsetzen. „Wir sind im Umfeld der Behindertenhilfe inzwischen sehr bekannt. Die Nachfrage ist groß“, berichtet Grube. Zugute kommt dem Club, dass er bei den Events sehr mobil ist. Grube: „Wir packen unser Equipment in einen Anhänger und los geht´s. Im letzten Jahr war der Club unter anderem beim Internationalen ADAC Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring und in der Liesel-Metten Schule in Nieder-Olm im Einsatz.
Von der Idee zur Umsetzung
Doch der Weg zur Verwirklichung des inklusiven Events war kein leichter. „Der Start war in der Tat sehr holprig. Ich hatte großes Glück und habe einen Kontakt zu dem Inklusionslotsen des Landessportbundes gefunden. Er hat mir viele Tipps gegeben und mir gesagt, welches Förderprogramm wir für genau diese Idee nutzen können und wie wir an diese Fördergelder kommen“, erklärt Grube. Dank der finanziellen Unterstützung durch „Aktion Mensch“ und der gezielten Beratung konnte das Projekt schließlich realisiert werden.
Ein Highlight auf Rädern

Das Highlight der Events ist die Nutzung des speziell entwickelten Kart-Anhängers, der von den Kindern und Jugendlichen sofort mit Begeisterung angenommen wird. Nach erfolgreicher Abnahme durch die DEKRA konnte der Anhänger sicher eingesetzt werden. Sehr zur Freude von Teilnehmern und Veranstaltern.
„Das Engagement des AMC Ingelheim zeigt, dass Inklusion mehr als ein Schlagwort ist und im Sport neue Formen der Begegnung und des Miteinanders entstehen können“, freut sich auch Jörg Hennig, Vorstand Sport des ADAC Mittelrhein, der dem Club drei Karts für die Vereinsarbeit zur Verfügung stellte. Für den AMC steht fest, dass das Projekt weitergeführt und ausgeweitet werden soll, um noch mehr Kinder und Jugendliche daran teilhaben zu lassen und den inklusiven Gedanken nachhaltig in die Motorsportgemeinschaft zu integrieren. Grube resümiert: „Es geht darum, den Kindern und Jugendlichen nicht nur einen Weg in den Motorsport zu ermöglichen, sondern durch Begegnungen, die echte Teilhabe und Inklusion schaffen, gegenseitiges Verständnis und Freude zu vermitteln. So gehen Motorsport und Inklusion Hand in Hand und schaffen ein außergewöhnliches Erlebnis für alle Beteiligten.“
Inklusion als gelebte Vereinsphilosophie

Das Engagement des AMC Ingelheim zeigt, dass durch die Verbindung von Leidenschaft und sozialer Verantwortung neue Möglichkeiten entstehen.
Mehr Informationen zum starken Inklusions-Engagement unseres Ortsclubs:
