Kopf hoch. Das Handy kann warten

Kopf hoch. das Handy kann warten. Eine Aktion zur Verkehrssicherheit von hr3, unterstützt vom ADAC
Kopf hoch. das Handy kann warten. Eine Aktion zur Verkehrssicherheit von hr3, unterstützt vom ADAC ∙ © hr3

Verkehrssicherheit geht vor – Darauf macht die hr3-Aktion „Kopf hoch. Das Handy kann warten“, unterstützt vom ADAC Hessen-Thüringen im vierten Jahr in Folge, aufmerksam. Mit der Aktion trägt der ADAC Hessen-Thüringen seit 2017 dazu bei, den Straßenverkehr sicherer zu machen und auf die Gefahren durch Ablenkung am Steuer hinzuweisen.

Mehr Aufmerksamkeit im Straßenverkehr

Nicht nur im Programm beim Radiosender hr3 heißt es vom 1. bis 31. August: „Kopf hoch!“. Die Botschaft wird auch durch Stadt- oder Linienbusse in Frankfurt, Offenbach, Darmstadt, Wiesbaden, Fulda und Kassel im Aktionszeitraum transportiert, damit sie möglichst viele Menschen in Hessen erreicht. 

Stadtbus in Kassel mit Plakat "Kopf hoch. Das Handy kann warten"
Ein Stadtbus, der die Botschaft "Kopf hoch. Das Handy kann warten" in Kassel transportiert. ∙ © ADAC Hessen-Thüringen

Ablenkung am Steuer: Unterschätzte Gefahr

Schon eine Sekunde Ablenkung bedeutet viele Meter Blindfahrt. Selbst wer nur für 2 Sekunden für eine WhatsApp aufs Handy schaut, fährt bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h rund 30 Meter blind. Experten schätzen, dass auf deutschen Straßen jeder zehnte Unfall auf Ablenkung zurückzuführen ist. Gerade beim Telefonieren, Schreiben und Lesen von Nachrichten können Tempo-, Blick- und Spurverhalten beeinträchtigt sein. Das gilt für Auto-, Rad- und E-Scooter-Fahrer, genau wie für Fußgänger, die durch die Nutzung des Handys längere Zeit unkonzentriert sind.

Gesetzeslage zur Handynutzung

Im Straßenverkehr ist das Telefonieren mit dem Handy am Ohr verboten. Das regelt der Paragraf 23 Absatz 1a der StVO (Straßenverkehrsordnung).

Bußgeld: Geldscheine in der Hand
Bei Verstoß gegen das Handyverbot wird ein Bußgeld fällig. ∙ © ADAC Hessen-Thüringen

Bußgelder bei Verstoß gegen das Handyverbot

  • 100 Euro und 1 Punkt in Flensburg beim Führen eines Kraftfahrzeugs

  • 150 Euro, 2 Punkte in Flensburg und 1 Monat Fahrverbot beim Führen eines Kraftfahrzeugs
    mit Gefährdung

  • 55 Euro für Rad- und Pedelec-Fahrer bis zu 25 km/h

Für Elektrokleinstfahrzeuge wie E-Scooter und S-Pedelecs oder E-Bikes bis zu 45 km/h gelten bei Verstoß gegen das Handyverbot die Bußgelder wie für Kraftfahrzeuge. Für Fußgänger, die im Straßenverkehr das Handy nutzen, gibt es gesetzlich kein Verbot, aber auch hier sollte die ganze Aufmerksamkeit dem Straßenverkehr gelten, gerade wenn sie Ampeln, Straßen oder Kreuzungen überqueren.

Das ist während der Fahrt erlaubt

Smartphone und Co. dürfen nur dann benutzt werden, wenn sie weder aufgenommen noch gehalten werden müssen – sie sich also nicht in der Hand, sondern in einer Halterung befinden. Um beispielsweise die Navi-Funktion am Handy nutzen zu dürfen, muss es im Auto außerhalb des Sichtfeldes fest in einer Halterung angebracht werden. Meist eignen sich die Mittelkonsole an den Lüftungsschlitzen, die Armaturen oder die Windschutzscheibe. Beim Fahrrad am besten in der Mitte des Lenkers, damit das Handy nicht beim Bremsen stört.

Handyhalterung an Mittelkonsole
Das Handy darf während der Fahrt nur benutzt werden, wenn es sich in einer Halterung befindet. ∙ © ADAC Hessen-Thüringen

Tipps zum sicheren Umgang mit dem Handy

  • generell Telefongespräche während der Fahrt vermeiden

  • Freisprechanlage verwenden, falls während der Fahrt ein Telefonat
    unvermeidlich ist

  • das Handy während der Fahrt auf Flugmodus oder stumm
    schalten

  • das Handy außer Griff- und Sichtweite aufbewahren

  • Handy-Navigation, -Playlist oder -Podcast immer vor der
    Fahrt einstellen

Handy-Grafik zur Aktion "Kopf hoch. Das Handy kann warten"
Schon eine Sekunde Ablenkung bedeutet viele Meter Blindfahrt. ∙ © ADAC Hessen-Thüringen

ADAC Fahrsicherheitstraining mit Gewinnern der hr3-Aktion

Im ADAC Fahrsicherheitstraining konnten die Gewinner:innen der hr3-Aktion "Kopf hoch. Das Handy kann warten." im ADAC Fahrsicherheitszentrum Rhein-Main in Gründau lernen, mit welchen Fahrtechniken sie kritische Situationen richtig meistern können oder wie sie am besten auf glatten und griffigen Fahrbahnen bremsen können. Wie es den Teilnehmer:innen gefallen hat, sehen Sie im Video:

Dieses Video wird über YouTube abgespielt. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google. Bild: © ADAC Hessen-Thüringen

Laura Ferfort
Redakteurin ADAC Hessen-Thüringen
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