Steinschlag - was tun und wer zahlt?

22.5.2018

Glasschäden sind der Spitzenreiter unter den Kaskofällen. Darunter fällt auch der Steinschlag. Wir sagen Ihnen, wann ein Schaden repariert werden kann und wann ein Austausch der Windschutzscheibe nötig ist.

Steinschlag bei einer Autoscheibe
Ein Steinschlag sollte so schnell wie möglich repariert werden, um die Sicherheit nicht zu gefährden.

Grundsätzlich gilt die Formel: Alles, was sich nicht im Sichtfeld des Fahrers befindet, mindestens zehn Zentimeter vom Rand entfernt liegt und kleiner als fünf Millimeter ist, kann repariert werden. Als Sichtfeld gilt eine Fläche von der Größe eines DIN-A4-Blattes direkt vor dem Fahrer.

Auch darf nur die Scheibenaußenseite, nicht aber die Zwischenfolie oder gar die Innenscheibe beschädigt sein. Wasser oder Schmutz sollten ebenfalls noch nicht in die Scheibe eingedrungen sein. Tipp: die Schadstelle schnell mit einem Aufkleber oder einer Folie überkleben.

Kfz-Werkstätten oder Autoglas-Fachbetriebe können den Schaden reparieren. Bei sachgerechter Arbeit ist die Schadenstelle fast nicht mehr zu erkennen, und die Scheibe hat wieder nahezu ihre ursprüngliche Festigkeit.

Wer zahlt den Schaden?

Häufig kommt es vor, dass Glasbruchschäden durch hochgeschleuderte Steinchen verursacht werden. In diesen Fällen scheidet eine Haftung des vorausfahrenden Fahrzeuges meist aus, da auch ein „Idealfahrer“ den Schaden nicht hätte verhindern können.

Anders liegt die Situation dann, wenn ein Fahrzeug auf einer Schotterstraße mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war und hierdurch ein Stein hochgeschleudert wird. In diesen Fällen muss die Kfz-Haftpflichtversicherung des vorausfahrenden Fahrzeuges den Schaden begleichen.

Glasbruchschäden, die durch hochgeschleuderte Steine verursacht werden, können Sie über Ihre Teilkaskoversicherung regulieren.