MINI Cooper E (Modell ab 2025)

Crashtest - Gesamtergebnis
mit Serienausstattung
Der MINI Cooper E schützt Fahrer und Beifahrer mit Frontairbags. Dazu kommen Seiten- und Kopfairbags in beiden Sitzreihen für die wichtigen Kopf‑ und Brustbereiche. Zwischen Fahrer und Beifahrer ist ein Mittelairbag verbaut. Er mindert Zusammenstöße der Insassen bei einem Seitenaufprall. In beiden Sitzreihen arbeiten Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer. So sitzen die Gurte bei einem Unfall fest, ohne zu stark zu belasten. Für alle Plätze gibt es eine Gurterinnerung. Hinten sind zwei i‑Size‑Sitzplätze mit Isofix und Top‑Tether vorbereitet. Der Beifahrerairbag lässt sich deaktivieren. So kann vorn ein rückwärts gerichteter Kindersitz sicher genutzt werden. Ein System zur Erkennung zurückgelassener Kinder ist nicht serienmäßig. Der Notbremsassistent erkennt Fahrzeuge voraus. Er bremst bei stehenden, langsameren oder kreuzenden Autos und unterstützt auch beim Abbiegen. Ein Spurhalteassistent hält die Spur und greift in kritischen Situationen ein. Eine Spur‑Nothaltefunktion ist an Bord. Die Verkehrszeichenerkennung liest Limits aus Kamera und Karte. Der Aufmerksamkeitsassistent überwacht indirekt den Fahrerzustand und warnt bei Müdigkeit. Zum Schutz anderer Verkehrsteilnehmer reagiert der Notbremsassistent auch auf Fußgänger, Radfahrer und Motorräder. Der Schutz bei zurücksetzenden Manövern ist nur optional verfügbar. Eine Warn‑ und Schutzfunktion gegen plötzlich geöffnete Türen ist vorhanden, aber ab Werk nicht aktiv. Für die Insassenrettung ist ein automatischer eCall an Bord. Nach einem Crash verhindert eine Multi‑Kollisionsbremse Folgeunfälle. Türen und Fenster lassen sich bei einem Untertauchen öffnen. Eine Rettungskarte nach ISO‑Standard ist verfügbar.
Erwachsene Insassen
Die Fahrgastzelle blieb beim versetzten Frontalcrash stabil. Knie und Oberschenkel beider Vorderinsassen waren gut geschützt. Auch Personen unterschiedlicher Größe wären ähnlich gut geschützt. Beim Frontalcrash verhält sich der MINI als eher gutmütiger Unfallgegner. Beim Frontalaufprall gegen die starre Barriere über die gesamte Fahrzeugbreite war der Schutz des Fahrers gut und hinten mindestens ausreichend. Seitlich gab es in beiden Tests einen durchweg guten Schutz. Die Begrenzung der Bewegung zur Fahrzeugmitte war nur mäßig, zusäzlich hilft ein Mittelairbag. Der Schleudertrauma‑Schutz vorn und hinten ist gut. eCall und Multi‑Kollisionsbremse sind Serie. Türen und Fenster bleiben nach einem Wassereinbruch bedienbar.


Frontalcrash fahrende Barriere 6,2 von 8 Punkten
(Aufprall 2x 50 km/h mit 50% Überdeckung)
Front volle Überdeckung 7,8 von 8 Punkten
(Aufprall 50 km/h mit 100% Überdeckung)
Seite 6 von 6 Punkten
(Seitenaufprall mit 60 km/h)
Pfahl 6 von 6 Punkten
(Anprall 32 km/h)

Farside 3,5 von 4 Punkten
(Verletzungsrisiko auf crashabgewandter Seite)
Heck 3,6 von 4 Punkten
(HWS-Schutz, 16 km/h und 24 km/h)Rettung 2,7 von 4 Punkten
(Unterstützung Insassenrettung)Kinder
Wegen des engen Fonds lassen sich die steifen Kinder‑Dummybeine nicht sinnvoll prüfen. Daher nutzte Euro NCAP separate Crashtests. Diese zeigten in Front‑ und Seitencrash einen guten bis ausreichenden Schutz aller wichtigen Bereiche bei Sechs‑ und Zehnjährigen. Der Beifahrerairbag ist abschaltbar und klar gekennzeichnet. Eine Erkennung zurückgelassener Kinder ist nicht Serie. Alle vorgesehenen Kindersitze ließen sich korrekt und sicher einbauen.

Kinder Front 15,8 von 16 Punkten
(Aufprall 2x 50 km/h mit 50% Überdeckung)
Kinder Seite 8 von 8 Punkten
(Seitenaufprall mit 60 km/h)Sicherheitsausstattung 7,0 von 13 Punkten
(Kindersicherheitsausstattung des Fahrzeugs)Einbauprüfung 12 von 12 Punkten
(Montage der Kindersitzsysteme)Ungeschützte Verkehrsteilnehmer
Der Kopfaufprallschutz für Fußgänger und Radfahrer ist meist ausreichend, an harten Bereichen wie A‑Säulen und Scheibenrahmen schwach. Becken, Oberschenkel, Knie und Schienbeine sind sehr gut geschützt. Der Notbremsassistent reagiert gut auf Fußgänger, allerdings wurde die Rückwärtsfunktion nicht geprüft, da sie nur optional ist. Die Reaktion auf Radfahrer ist gut. Die Dooring‑Warnung zählt ohne ab Werk aktive Einstellung nicht für die Bewertung. Gegen Motorräder arbeitet das System sehr gut und erreichte volle Punkte.
Fußgänger Kopfaufprall 7,8 von 18 Punkten
(Simulierter Kopfaufprall)Fußgänger Beckenanprall 4,5 von 4,5 Punkten
(Simulierter Beckenanprall)Fußgänger Oberschenkelanprall 4,5 von 4,5 Punkten
(Simulierter Beinanprall)Fußgänger Unterschenkelanprall 9 von 9 Punkten
(Simulierter Knie- + Unterschenkelanprall)AEBS Fußgängererkennung 6,9 von 9 Punkten
(Notbremsassisstent mit Fußgängererkennung)AEBS Radfahrererkennung 7,8 von 9 Punkten
(Notbremsassisstent mit Radfahrererkennung + Dooring)AEBS Motorraderkennung 8,5 von 9 Punkten
(Notbremsassisstent mit Motorraderkennung Bremsen + Überholen)Sicherheitsassistenten
Der Notbremsassistent verhinderte in den meisten Situationen Kollisionen mit anderen Fahrzeugen. Die Gurterinnerung arbeitet an allen Plätzen. Die Fahrerüberwachung erkennt Müdigkeit, aber keine Ablenkung. Der Spurassistent korrigiert sanft und greift bei Bedarf stärker ein. Die Geschwindigkeitsassistenz erkennt Tempolimits und kann den Begrenzer automatisch setzen.