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Kauf eines Kfz in Deutschland und Zulassung auf Ausfuhrkennzeichen

Fahrzeuge, die definitiv aus Deutschland ausgeführt und in ein anderes Land gebracht werden sollen, überführt man am besten mit einem Ausfuhrkennzeichen (auch Zoll- oder Exportkennzeichen genannt). Es ist weiß mit schwarzer Schrift und hat auf der rechten Seite einen roten Längsbalken, in dem das Ablaufdatum schwarz eingeprägt ist.

Zuständig für die Ausgabe des Ausfuhrkennzeichens ist die Kfz-Zulassungsbehörde/ Straßenverkehrsamt.

Bitte beachten Sie, dass Sie das Ausfuhrkennzeichen nur dann bekommen, wenn die Prüfplakette (§ 29 StVZO) noch mindestens bis nach Ende des gewünschten Zeitraums gültig ist.

  • Versicherung und Gültigkeit

    Für ein Fahrzeug, das auf Ausfuhrkennzeichen zugelassen werden soll, ist der Nachweis einer besonderen Kfz-Haftpflichtversicherung notwendig. Die Kfz-Haftpflichtversicherung für Ausfuhrkennzeichen kann ggf. für maximal 12 Monate abgeschlossen werden. Nur für den Zeitraum, für den die Versicherung abgeschlossen wurde, wird auch das Kennzeichen von der Zulassungsstelle ausgegeben. In der Regel wird bei Abschluss der Versicherung auch die Grüne Versicherungskarte mit ausgestellt.

    Der Zulassungsstelle sind folgende Unterlagen vorzulegen:

    • Reisepass oder Personalausweis
    • Versicherungsbestätigung (in Papierform)
    • Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II (bisher: Kfz-Schein und Kfz-Brief)
    • Nachweis über eine gültige Hauptuntersuchung nach §29 StVZO (Teilweise wird in der Praxis auch eine gültige Abgasuntersuchung verlangt!)
    • Außerbetriebsetzung (bei abgemeldeten Fahrzeugen)
    • evtl. alte Nummernschilder

    Zusätzlich zur Zulassungsbescheinigung Teil I kann auf Wunsch der Internationale Zulassungsschein (ca. 10 €) ausgestellt werden.

    Die bisherige Zulassungsbescheinigung Teil I wird eingezogen oder entwertet, die bisherige Zulassungsbescheinigung Teil II wird fortgeschrieben.
    Gebrauchte Fahrzeuge, die auf Ausfuhrkennzeichen zugelassen werden sollen, müssen in der Regel bei der Zulassungsstelle zur Identifizierung vorgefahren werden. Bei Neufahrzeugen, die direkt vom Händler zur Ausfuhr vorbereitet werden, wird darauf oftmals verzichtet.
  • Steuerpflicht

    Bei Beantragung des Ausfuhrkennzeichens muss die Kfz-Steuer bezahlt werden. Im Regelfall wird die Kfz-Steuer per Lastschrift eingezogen. Dazu muss der Antragsteller die Einzugsermächtigung für ein inländisches (deutsches) Bankkonto vorlegen. Sollte kein inländisches Bankkonto vorhanden sein, muss die auf dem Steuerbescheid geforderte Kfz-Steuer direkt eingezahlt werden.


    Für die Festsetzung, Erhebung und Vollstreckung der Kraftfahrzeugsteuer ist die Zollverwaltung zuständig. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der deutschen Zollverwaltung unter www.zoll.de.


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