Inklusives Herzensprojekt: Doppelsitzer-Kart in Hemau
Von Tanja Echter

In den ADAC Ortsclubs bringen Ehrenamtliche richtig viel auf die Straße: von Motorsport und Klassik über Inklusionsprojekte bis hin zu Benefizaktionen. Dabei zählen vor allem Herzblut und Teamgeist.
Ortsclubs mit starken Ideen – und die Menschen dahinter
Gelebtes Ehrenamt mit Engagement und Leidenschaft
Gemeinschaft und Inklusion stehen im Zentrum
Ein Verein in Hemau hat ein Doppelsitzer-Kart gebaut, damit auch Kinder und Jugendliche mit Einschränkungen Rennsport erleben können. Dadurch schaffen die Ehrenamtlichen um Vorstand Kurt Lada Momente, die für viele Familien unbezahlbar sind.
Motorsport ohne Barrieren
"Jedes Kind verdient das Erlebnis Rennsport, egal ob mit oder ohne Behinderung." Das ist die Motivation für das Ehrenamt von Kurt Lada, ADAC Ortsclubmitglied und 2. Vorstand beim MSC Hemau bei Regensburg. Was als Beobachtung am Streckenrand begann, wurde für ihn zur Herzensmission. Gemeinsam mit Günter Geier, dem Sportleiter des Vereins, entwickelte er ein Doppelsitzer-Kart, mit dem auch Menschen, die nicht allein fahren können, die Gelegenheit bekommen, das Gefühl von Freiheit auf der Rennstrecke zu erleben.
Mittlerweile macht der Verein Inklusion im Motorsport zur festen Aufgabe. Unterstützt wird das Projekt auch von der Stadt Hemau. So finden von Frühjahr bis Herbst bis zu acht Events pro Jahr statt – meist mit 10 bis 15 Teilnehmenden. "Dafür investiere ich gerne viele Stunden", so Lada.
Ob Motorsport, Oldtimer, Verkehrssicherheit oder Tourismus – das Ehrenamt beim ADAC bietet viele Möglichkeiten, sich aktiv einzubringen. Ehrenamtliche organisieren Veranstaltungen, fördern den Nachwuchs, setzen sich für mehr Sicherheit ein und halten die Gemeinschaft am Laufen. Jeder kann mitmachen und einen wertvollen Beitrag leisten!
Unbeschwerte Stunden für kranke Kinder
Besonders bewegend: Immer wieder melden sich Familien mit schwer erkrankten Kindern, die sich ein unbeschwertes Fest mit Freundinnen, Freunden und Angehörigen wünschen. Der Verein gestaltet daraus kleine Rennsport-Tage, bei denen es weniger um Bestzeiten geht als um ein seltenes Gefühl: einfach Kind sein, ohne Einschränkung.
Für dieses Engagement gab es Anerkennung – unter anderem einen Ehrenpreis des Landkreises. Außerdem kamen Spendengelder von Institutionen und Firmen zusammen. Damit konnte der Verein zwei weitere Karts bauen, um noch mehr Menschen die Teilnahme zu ermöglichen. Am Ende steht ein einzigartiges Projekt, das zeigt, wie viel Wirkung aus einer einfachen Idee entstehen kann: Motorsport als Moment der Freiheit – für alle.