Donnersbergerbrücke wird zur Staufalle – neue Sperrungen am Mittleren Ring
Von Redaktion Südbayern

Verkehrsteilnehmer müssen sich am Mittleren Ring in München bis Ende Juli aufgrund von Instandsetzungsarbeiten an der Donnersbergerbrücke auf weitere Staus und Verzögerungen einstellen.
Nachdem die Stadt München an der Landshuter Allee Mitte Februar aufgrund einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts wieder Tempo 30 einführen musste – nur wenige Wochen nach der erneuten Freigabe auf Tempo 50 im Januar – droht nun die nächste Belastungsprobe. Denn die Donnersbergerbrücke wird teilweise gesperrt. Damit könnte die ohnehin stark belastete Strecke endgültig zur Staufalle werden.
Sanierungsarbeiten erzwingen Teil- und Vollsperrungen
Das Baureferat beginnt ab sofort mit umfangreichen Instandsetzungsarbeiten an der Donnersbergerbrücke. Betroffen sind die südlichen Widerlager, der westliche Treppenturm sowie die Fußgängerunterführung zur S-Bahn. Grund für die Arbeiten sind massive Korrosionsschäden, verursacht durch jahrelang eingedrungene Tausalze. Um die beschädigten Brückenlager auszutauschen, muss die Brücke mit hydraulischen Pressen angehoben werden – ein komplexer Eingriff, der direkte Auswirkungen auf den Verkehr hat. Unterhalb der Brücke, im Bereich der Trappentreustraße, bleibt bis Anfang Juni jeweils eine Spur der seitlichen Fahrbahnen gesperrt. Zwar ist die Durchfahrt weiterhin möglich, doch Autofahrer müssen sich auf verengte Fahrbahnen, neue Verkehrsführungen und eingeschränkte Abbiegemöglichkeiten einstellen.
Brückenanhebung im Juni bringt massive Einschränkungen
Deutlich spürbar werden die Sanierungsmaßnahmen ab Juni direkt auf der Donnersbergerbrücke. Denn für das Anheben der Konstruktion muss jeweils eine Brückenhälfte zeitweise vollständig gesperrt werden:
Westliche Hälfte: voraussichtlich Anfang bis Mitte Juni
Östliche Hälfte: voraussichtlich Mitte bis Ende Juni
Während der Sperrungen wird der Verkehr jeweils auf die Gegenfahrbahn umgelegt – mit reduzierten Spuren, was zu erheblichen Engpässen führen wird.
Auch Fußgänger betroffen – S-Bahn bleibt erreichbar
Parallel dazu finden Arbeiten am westlichen Treppenturm und der Fußgängerunterführung zur S-Bahn statt. Dort werden beschädigte Betonteile, Fugen und der Bodenbelag erneuert. Die Bereiche bleiben bis Ende Juni gesperrt. Eine provisorische Treppe gewährleistet jedoch durchgehend den Zugang zur S-Bahn. Fußgänger und Radfahrer müssen mit Einschränkungen rechnen, der Busverkehr wird dagegen aufrechterhalten.
Insbesondere für Anwohner und Pendler bedeutet das: Noch mehr Stau, längere Wege – und kaum Ausweichmöglichkeiten auf dem Mittleren Ring.