Pollen, Marder und Co.: Frühlingsgefahren für Autofahrende

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© dusan petkovic;

Nordbayern. Sonnige Tage und steigende Temperaturen sorgen auch in Nordbayern nicht nur für gute Laune, sondern auch für Frühlingsgefahren auf den Straßen. Der ADAC Nordbayern stellt diese vor und nennt Tipps für eine sichere Autofahrt.

Autofahrende, die im Frühling von Allergiesymptomen betroffen sind, müssen häufig mit Husten, Schnupfen und Heiserkeit kämpfen – auch am Steuer. Im Straßenverkehr kann das im Zweifelsfall gefährlich werden. Durch typische allergische Reaktionen wie eine laufende Nase, tränende Augen, Müdigkeit oder einen plötzlichen Niesreiz können Autofahrende schnell die Konzentration verlieren und so in ihrer Sicherheit beeinträchtigt werden. Viele Betroffene greifen in diesem Zusammenhang auf Allergiemedikamente zurück, die allerdings die Konzentrationsfähigkeit beeinflussen können. Vor der Einnahme dieser Arzneien sollten alle Betroffenen aus diesem Grund Rücksprache mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin halten oder den Beipackzettel lesen. Weitere Tipps für Allergiker sind: Regelmäßig den Pollenfilter wechseln, Polster und Fußmatten immer wieder absaugen, wenn möglich nicht direkt unter blühenden Bäumen parken und Taschentücher immer griffbereit im Wagen zu haben.

Schäden durch Marder wieder vermehrt möglich

Mit dem Frühjahr beginnt auch die Paarungszeit bei Mardern, wodurch das Risiko für Fahrzeugschäden deutlich steigt. Gegen einen Marderangriff kann ein Ultraschallgerät vorbeugen. Dieses sendet Töne in wechselnden Frequenzen aus, welche die Tiere fernhalten. Einige Modelle nutzen zusätzlich audiovisuelle Impulse, die den Störeffekt verstärken und Marder noch zuverlässiger vertreiben. Auch Motorraum-Abschottungen, die verhindern, dass Marder überhaupt an entsprechende Bauteile gelangen, sind ein probates Mittel gegen die Nager.

Während diese beiden Möglichkeiten häufig wirksam sind, sind Hausmittel wie Hundehaare, WC-Steine, Abwehrsprays oder Mottenkugeln eher unzuverlässig. Bei einer Fahrt durch den Regen können diese Duftstoffe bereits abgewaschen werden. Außerdem gewöhnen sich Marder schnell an derartige Gerüche. Besonders häufig beißen Marder in gummielastische Bauteile wie Schläuche, Zündkabel, Stromleitungen und Isolationsmaterial. Die Folgen reichen von unrundem Motorlauf bis hin zu Motorschäden. Ist ein Fahrzeug von einem Marderbiss betroffen, sollte dieses schnellstmöglich von einem Fachmann untersucht sowie eine Motorwäsche durchgeführt werden.

Tiefstehende Sonne beachten

Eine unterschätzte Gefahr ist auch die tiefstehende Sonne. Blendung durch Sonnenstrahlen zählt zu den häufigsten Ursachen bei witterungsbedingten Unfällen. Sie sind rund elfmal häufiger als Unfälle bei Nebel. Abhilfe schafft da eine verbesserte Sicht. Ein wichtiger Aspekt ist in diesem Kontext eine saubere Frontscheibe. Ist diese durch Schmutz und Schlieren verunreinigt, wird das eintreffende Sonnenlicht gestreut und die Person hinter dem Steuer geblendet. Derselbe Effekt kann auch bei Brillengläsern eintreten. Auch die eigene Fahrweise sollte bei einer tiefstehenden Sonne angepasst werden. Ausreichend Abstand sowie eine konzentrierte und vorausschauende Fahrweise sind hierbei Pflicht. Ein eingeschaltetes Abblendlicht erhöht in derartigen Situationen zudem die Sichtbarkeit.