ADAC gibt Tipps: Autofahren bei Herbstwetter

Nebel, nasse Straßen und feuchtes Laub – Autofahren im Herbst birgt zahlreiche Ausnahmesituationen für Verkehrsteilnehmende. Neben den klassischen Risikofaktoren ist auch der erhöhte Wildwechsel eine Gefahr. Die Fahrzeugvorbereitung spielt im Herbst eine zentrale Rolle. Vor Fahrtantritt sollten die Scheiben für eine klare Sicht regelmäßig von innen und außen gereinigt werden. Auch der Wischwasserstand muss regelmäßig kontrolliert werden. Da die Außentemperatur bereits im Herbst in die Minusgrade rutschen kann, sollte zusätzlich Frostschutz beigegeben werden. Darüber hinaus empfiehlt es sich im Vorfeld die Scheinwerfer und Rücklichter auf ihre Funktionsfähigkeit und richtige Einstellung überprüfen zu lassen.
Ein zeitnaher Wechsel auf Winterreifen ist ratsam, getreu der bekannten Faustregel „Oktober bis Ostern“. Die Reifen sollten eine Mindestprofiltiefe von vier Millimetern aufweisen und nach sechs Jahren durch neue ersetzt werden. Der Grund: Mit zunehmendem Alter härtet das Gummi aus und verliert an Grip. Seit dem 1. Oktober 2024 sind nur noch Winterreifen mit dem Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) zugelassen. Die bis dahin noch erlaubten Reifen mit der M + S-Kennzeichnung gelten dann nicht mehr als Winterreifen im Sinne der witterungsbedingten Winterreifenpflicht.
Drei wichtige Aspekte beim Autofahren im Herbst
Sobald man im Herbst mit dem Fahrzeug unterwegs ist, sind drei wichtige Aspekte zu beachten: Abstand halten, Geschwindigkeit reduzieren und Licht an. Ist rutschiges Laub auf der Fahrbahn, sollte man möglichst gefühlvoll lenken und beschleunigen. Die Nebelschlussleuchte darf nur bei Sichtweiten unter 50 Metern benutzt werden. Bei schlechter Sicht gilt zugleich eine Geschwindigkeitsbegrenzung von maximal 50 km/h. Doch auch bei gutem Wetter können die Sichtverhältnisse durch eine tiefstehende Sonne und nassen Fahrbahn beeinträchtigt sein. Hier hilft eine saubere Windschutzscheibe, denn etwaige Schlieren streuen das einstrahlende Licht.
Mit dem Herbstbeginn steigt auch die Wildwechselgefahr. Vor allem in den frühen Morgen- und Abendstunden sollten Autofahrende besonders vorsichtig und bremsbereit sein, denn dann quert das Wild häufig in Waldabschnitten bzw. an Feldrändern die Straßen. Der Grund für die hohe Unfallgefahr: Wildtiere können die Geschwindigkeit von Fahrzeugen nicht einschätzen und plötzlich auf die Straße springen.
Bei Sichtung eines Tieres am Fahrbahnrand sollte man das Fernlicht ausschalten, um das Tier nicht zu blenden, langsamer werden oder ganz abbremsen und hupen, um das Tier zu verscheuchen. Wichtig: Da die meisten Wildtiere nicht allein unterwegs sind, könnten unter Umständen bei einem Wildwechsel mehrere Tiere die Fahrbahn kreuzen. Lässt sich eine Kollision nicht mehr vermeiden, sollte man keinesfalls versuchen auszuweichen, sondern voll bremsen und die Spur halten. Ein unkontrolliertes Ausweichmanöver kann schnell am nächsten Baum oder im Gegenverkehr enden.
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