Camping-Kurztrip: Ostthüringen

Von ADAC Redaktion Hessen-Thüringen

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Aufgrund ihrer malerischen Lage werden die Dornburger Schlösser als “Balkon Thüringens” bezeichnet.© Thüringer Tourismus GmbH, Jens Hauspurg

Imposante Schlösser und lebendige Städte, idyllische Landschaften und Highlights aus Kunst, Kultur und Kulinarik: Dieser Camping-Kurztrip durch das östliche Thüringen wurde in Zusammenarbeit mit der Thüringer Tourismus GmbH erarbeitet und vereint die schönsten Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse in einer Tour.

© ADAC Hessen-Thüringen e.V.
Routenplanung Ostthüringen

Etappe 1: Greiz – Perle des Vogtlands

Start dieses Camping-Kurztrips ist Greiz: Einst Hauptstadt des kleinsten Fürstentum Deutschlands, ist die im Vogtland gelegene Stadt heute ein bedeutender historischer Kulturstandort. Durch zahlreiche Erbteilungen wurde das Gebiet häufig gespalten – hiervon zeugen die beiden Residenzschlösser Oberes Schloss und Unteres Schloss, die das Stadtbild maßgeblich prägen. Heute beherbergen die beiden Schlösser bedeutende Museen und Ausstellungen. Der Fürstlich Greizer Park mit dem Sommerpalais lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Nur etwa zehn Kilometer nördlich der Stadt liegt der Kleinreinsdorfer Alpakahof*: Bei geführten Ausflügen mit den sanftmütigen Tieren geht es durch die wunderschöne Landschaft des Thüringer Vogtlands.

Die Greizer Schlösser prägen das Stadtbild und beherbergen spannende Museen und Ausstellungen. © Tourismusverband Vogtland e.V., Sebastian Theilig

Ein weiteres Highlight sind die Konzerte der Vogtland Philharmonie*, die in verschiedenen Locations der Region stattfinden. Entstanden aus einer Fusion des Staatlichen Sinfonieorchesters Greiz und dem Staatlichen Vogtlandorchesters Reichenbach, bietet das Orchester seit über 30 Jahren eine außergewöhnliche musikalische Vielfalt – von klassischen Sinfoniekonzerten und Serenaden über berühmte Filmmusiken bis hin zu „Philharmonic Rock“.

Nach Westen führt die Tour in die Region rund ums Zeulenrodaer Meer. Am Wasser gelegene Campingplätze laden zum Entspannen ein, um den nächsten Morgen direkt mit einem Sprung ins kühle Nass zu beginnen.

Etappe 2: Willkommen am Meer

Ob auf dem Wasser, mit dem Fahrrad oder zu Fuß: Die Freizeitmöglichkeiten am Zeulenrodaer Meer sind nahezu grenzenlos © Adobe Stock

Ein Meer mitten in Deutschland: Das Zeulenrodaer Meer und die umliegende Region begeistern mit einem vielseitigen Freizeitangebot für Groß und Klein. Von Kajakfahren über Stand-Up-Paddling bis hin zu Tauchgängen, Segelausflügen und Windsurfen – die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos. Drei Badestellen bieten ideale Bedingungen zum Entspannen und Schwimmen. Aktivurlauber können die landschaftlich reizvolle Umgebung beim Radfahren, zum Beispiel auf der kulinarischen Radtour rund um Zeulenroda-Triebes, erkunden. Ein außergewöhnliches Wandererlebnis bietet der 1. Thüringer Planetenwanderweg Auma*.

Ein weiteres Ausflugsziel am nördlichen Rand von Zeulenroda-Triebes ist das Wildgehege Rabensleite. Auf dem naturnahen Gelände leben rund 150 Tiere aus 26 verschiedenen Arten – darunter heimisches Rot- und Damwild sowie exotische Bewohner wie Waschbären, Kängurus, Emus und Lamas. Im Streichelgehege können vor allem Kinder und Tierliebhaber direkten Kontakt zu den Tieren aufnehmen. Zahlreiche Hofläden laden zum Erwerb regionaler Produkte ein, unter anderem der Hofladen Langenwolschendorf* mit 24-Stunden-Automat und die Hofkäserei Büttner*.

Etappe 3: Wünsche, Wissenschaft und Wandern mit Weitblick


Auf dem Weg nach Jena führt die Tour an der Porzellanstadt Kahla und der imposanten Leuchtenburg vorbei. Die rund 800 Jahre alte Burg zählt zu den besterhaltenen Deutschlands und beherbergt mit der Ausstellung “Porzellanwelten - Wünsche und Wunder” eine besondere Sammlung des “weißen Goldes”: Unter anderem können hier die weltgrößte Porzellan-Vase mit acht Metern Höhe und die weltkleinste Teekanne mit 3x3x4 mm bestaunt werden. Wer einen Wunsch hat, kann diesen auf einen Porzellanteller schreiben und anschließend vom “Steg der Wünsche” werfen - gemäß dem Sprichwort “Scherben bringen Glück”. Dank umfassender Umbaumaßnahmen ist die Leuchtenburg inklusive Ausstellungen und Gastronomie barrierefrei. Auch der Panoramaweg rund um die Burg ist stufenlos zugänglich und somit auch für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen passierbar.

Hier werden Wünsche wahr: Die Leuchtenburg bei Kahla. © Thüringer Tourismus GmbH, Florian Trykowski

In Jena erwartet Besucher eine faszinierende Mischung aus wissenschaftlicher Tradition und lebendiger Gegenwart. Das weltberühmte Zeiss-Planetarium* gilt als eines der modernsten seiner Art und fesselt Besucher mit einem faszinierenden Blick in die Sterne. Das Planetarium wird in diesem Jahr 100 Jahre alt und derzeit umfassend modernisiert – die Wiedereröffnung ist für Anfang Juli 2026 geplant. Tipp für Genießer: In der lebendigen Wagnergasse laden gemütliche Cafés und Restaurants zum Schlendern und Verweilen ein. Eine grüne Oase inmitten des Stadtzentrums ist das “Jena Paradies”. Ob Erholungssuchende, Sportler oder Familien: Im direkt an der Saale gelegenen Park findet jeder das passende Erlebnis – so zählen ein Skatepark und eine Slackline-Anlage zu den Highlights. Wer spektakuläre Ausblicke über die Stadt und das Tal erleben will, sollte sich auf den Qualitätswanderweg SaaleHorizontale begeben: Unter dem Motto “Wandern mit Weitblick” geht es auf schmalen Pfaden durch das malerische Saaletal mit seinen Weinbergen, Burgen und Schlössern.

Veranstaltungs-Tipp: Vom 8. Juli bis zum 23. August 2026 findet die Jenaer Kulturarena* statt.

Nördlich von Jena locken die Dornburger Schlösser mit ihrer einzigartigen Lage hoch über dem Saaletal. Durch wunderschöne Gärten miteinander verbunden, eignen sich die drei Schlösser perfekt für einen Tagesausflug.

Veranstaltungs-Tipp: Die 13. Dornburger Schlössernacht* am 29. August 2026 mit musikalischen, artistischen und literarischen Darbietungen im Schlosspark und den drei Schlössern.

Etappe 4: Highlights aus Architektur und Kulinarik

Die letzte Etappe dieses Camping-Kurztrips führt zunächst nach Gera, der drittgrößten Stadt Thüringens. Das Stadtbild ist durch eine beeindruckende Zahl an Bauhaus-Denkmälern geprägt, die bei geführten Rundgängen* bestaunt werden können. Im restaurierten Geburtshaus des berühmten Malers und Grafikers Otto Dix können Werke aus den Anfängen seiner Künstlerzeit betrachtet werden. In der Orangerie finden Kunst- und Kulturliebhaber die beeindruckende Kunstsammlung Gera mit knapp 15.000 Objekten. Auch unter der Stadt gibt es einiges zu entdecken: Die Geraer Höhler, künstlich angelegte Hohlräume unter der Altstadt, wurden in früheren Zeiten als Bierlagerstätten genutzt und können heute besichtigt werden.

Ob zum Kochen oder Malen: Safran ist vielseitig einsetzbar. © Nicht veröffentlichen

In Altenburg wurde das Kartenspiel Skat erfunden – ein Besuch des Schloss- und Spielkartenmuseums im imposanten Residenzschloss Altenburg gehört deshalb zum Pflichtprogramm. Wer eine eigene Druckgrafik herstellen und mehr über das Handwerk lernen möchte, kann sich in der interaktiven KartenMACHERwerkstatt* ausprobieren. Für Kulturliebhaber lohnt ein Besuch des renommierten Theaters Altenburg Gera*, das mit seinem abwechslungsreichen Programm zwischen beiden Städten pendelt. Ein Highlight für Feinschmecker: Der kostbare Safran*, der bereits im 15. Jahrhundert in Altenburg angebaut wurde, ist seit 2016 in die ostthüringische Stadt zurückgekehrt. Besonders in der Blütezeit von September bis November sorgen zahlreiche Veranstaltungen* – von Tastings über Führungen, Koch- und Malkurse – für besondere Erlebnisse und Gaumenfreuden.

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