ADAC Pannenhilfe-Bilanz: In Schleswig-Holstein rund 137.700 Einsätze – ein Notruf etwa alle vier Minuten

München/Kiel (10.3.2026) Die Gelben Engel sind gefragter denn je: Alle neun Sekunden geht im Schnitt beim ADAC bundesweit ein Pannennotruf ein. Insgesamt absolvierte die ADAC Pannenhilfe im vergangenen Jahr 3.691.813 Einsätze, rund 60.000 (1,6 Prozent) mehr als 2024.
Auch in Schleswig-Holstein waren die Helfer stark gefragt: 137.720 Einsätze organisierte der ADAC im Jahr 2025 im nördlichsten Bundesland. Rein rechnerisch bedeutet das, dass hier etwa alle vier Minuten ein Pannennotruf eingeht.
Rekordtag bundesweit war der 29. Dezember 2025 mit 18.588 Einsätzen. An diesem Tag mussten die Gelben Engel sogar alle fünf Sekunden ausrücken. Der stärkste Pannenmonat war der Januar mit 356.847 Einsätzen.
Wie in den Jahren zuvor waren Probleme mit der Starterbatterie mit 45,4 Prozent die häufigste Pannenursache. Dahinter folgen Defekte im Motormanagement oder Hochvoltsystem (Einspritzung, Zündung, Sensorik) mit 21,8 Prozent.
In Schleswig-Holstein kümmern sich 69 Straßenwachtfahrerinnen und -fahrer um die Pannenhilfe auf den Straßen des Landes. Von den insgesamt 137.720 Einsätzen wurden 71.506 direkt von der ADAC Straßenwacht übernommen, weitere 66.214 Einsätze erledigten Mobilitätspartner des ADAC.
Mit der steigenden Fahrzeuganzahl und dem zunehmenden Lebensalter der Elektroautos wächst auch bundesweit die Zahl der E-Auto-Pannen. 50.445 Einsätze gingen 2025 auf das Konto reiner Elektroautos – ein Plus von rund 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch hier war eine defekte Starterbatterie bei rund der Hälfte aller Fälle die häufigste Ursache.
Deutlich zugenommen haben auch die Einsätze bei Fahrrädern. 19.455 Fahrradpannen verzeichnete der ADAC bundesweit – ein Anstieg um rund 15 Prozent. Seit dem Start der Fahrrad-Pannenhilfe im Jahr 2022 konnten die Gelben Engel bereits rund 58.000 Fahrräder wieder flottmachen.
Auch in Schleswig-Holstein wird dieses Angebot zunehmend genutzt: 1.000 Einsätze der Fahrrad-Pannenhilfe wurden hier 2025 organisiert. In 725 Fällen half die ADAC Straßenwacht selbst, 275 Einsätze übernahmen Mobilitätspartner.
Einen starken Anstieg registriert der ADAC beim digitalen Notruf: Der Anteil per App oder Web-App gemeldeter Pannen stieg im Vergleich zu 2024 um 16 Prozent auf 695.520 Fälle.
Der ADAC ist mit aktuell 22,7 Millionen Mitgliedern der größte Mobilitätsclub Europas. Um die Pannen der Mitglieder kümmern sich bundesweit rund 1.700 Gelbe Engel der ADAC Straßenwacht sowie 550 Partnerunternehmen mit rund 5.000 Fahrzeugen. Im vergangenen Jahr hat der ADAC zur Sicherstellung seines Hilfenetzes 181 neue Mitarbeiter eingestellt, darunter 146 Straßenwachtfahrerinnen und -fahrer.
Die Pannenhilfe ist rund um die Uhr unter 089 20204000 sowie digital über die ADAC Pannenhilfe-App oder Web-App (adac.de) erreichbar.
Rainer Pregla
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