Mit dem Leasingauto ins Ausland – die wichtigsten Tipps

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Die Deutschen verreisen am liebsten mit dem Auto. Doch darf man auch mit dem Leasingauto ins Ausland fahren? Die ADAC Fahrzeugwelt klärt auf und fasst die wichtigsten Tipps zusammen.

Die gute Nachricht: Mit Fahrzeugen, die über die ADAC Fahrzeugwelt geleast wurden, darf man als Leasingnehmer das Fahrzeug auch für Fahrten ins Ausland nutzen. Vor allem dann, wenn Sie in ein anderes EU-Land oder in die Schweiz fahren möchten.

Wer die deutschen Bundesgrenzen überqueren und die Europäische Union verlassen möchte, sollte unbedingt im Vorfeld in den Leasingvertrag schauen und zusätzlich Rücksprache mit dem Leasinggeber halten. In manchen Verträgen finden sich nämlich Klauseln wieder, die festlegen, ob Sie für Ihre Reise in ein Nicht-EU-Land eine schriftliche Zustimmung benötigen oder es Ihnen schlicht untersagt ist. Dies betrifft größtenteils Fahrten nach Osteuropa oder in den asiatischen Teil der Türkei.

Andere Länder, andere Verkehrsregeln

Wer mit seinem Leasingfahrzeug im Ausland unterwegs ist, sollte ein paar Dinge beachten. Dazu zählen die lokal unterschiedlichen Regelungen für Geschwindigkeitsbeschränkungen, oder Promillegrenzen. Auch die Mitnahmepflichten für Warndreieck, Warnweste, Verbandskasten unterscheiden sich meist von denen in Deutschland. Alle Länder-Informationen finden Sie hier.

Richtiger Versicherungsschutz ist wichtig

Das Leasingfahrzeug ist vollkaskoversichert – damit ist man eigentlich auf der sicheren Seite. Aber: Im Ausland ist häufig das Mitführen einer Grünen Versicherungskarte zu empfehlen. In vielen Ländern ist es üblich, dass diese bei Unfällen und Polizeikontrollen verlangt wird.

Leasingfahrzeuge sollten zusätzlich mit einer GAP-Versicherung geschützt werden. Bei einem Totalschaden deckt sie Kosten, die aus dem Wiederbeschaffungswert und den noch anfallenden Restbeträgen des Leasings entstehen. Bei der ADAC Autoversicherung ist diese Leasing-Differenzdeckung bei der Komfort- und Premium-Kaskoversicherung inklusive und ein fester Bestandteil.

Sinnvoll ist auch eine ADAC Plus- oder Premium-Mitgliedschaft, die bei einer Panne im Ausland oder einem notwendigen Krankenrücktransport weiterhilft. Im Falle einer Plus-Mitgliedschaft sollte man auch an eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung denken, die die Kosten für medizinische Behandlungen abdeckt.

Die wichtigsten Reisedokumente

Führerschein

  • Personalausweis

  • Reisepass (je nach Reiseland biometrisch und mind. 6 Monate gültig)

  • ggf. Visa

  • Kopie des Leasingvertrags

  • Grüne Versicherungskarte

  • Notfallnummern der Schaden-Hotlines des Leasinggebers, der Versicherungen und der Bank

  • Europäischer Unfallbericht

Kosten der Reise kalkulieren

Bei der Auswahl des Reiselandes sollte man die Strecke, die man zurücklegen wird, genau kennen. Im Leasingvertrag wurde die gesamte Kilometerleistung vorab vereinbart. Bei einer Überschreitung drohen bei der Rückgabe Zusatzkosten. Bei einer Autoreise kommen immer ordentlich Mehrkilometer zusammen.

Die Kosten für Vignetten und Maut sowie Parkgebühren sollte man bei der Planung der Reise mit einkalkulieren. Knöllchen fürs Falschparken oder für die Überschreitung des Tempolimits werden zwar zunächst an den Leasinggeber als Fahrzeughalter geschickt, die Begleichung muss man aber zuzüglich einer Zusatzgebühr als Leasingnehmer begleichen.

Vorsicht bei der Dauer der Reise

Aufpassen muss man bei längeren Aufenthalten mit seinem Leasingauto im Ausland. Wenn man länger als ein halbes Jahr – also 185 Tage – im Ausland ist, hat man dort rechtlich gesehen einen Wohnsitz, der wiederum eine Ummeldung erforderlich machen würde. Das ist für Leasingnehmer aber unzulässig.

Was tun, wenn etwas schief geht?

Wird das Fahrzeug gestohlen, muss man dies nicht nur umgehend der Polizei, sondern auch dem Leasinggeber und der Versicherung melden. Auch bei einem Diebstahl hilft die GAP-Versicherung weiter.

Auch der Diebstahl des Fahrzeugscheins sollte umgehend der Polizei und dem Leasinggeber gemeldet werden, damit mit dem Dokument kein Missbrauch betrieben werden kann und man ein Ersatzdokument erhält.

Um auf einen Unfall im Ausland gut vorbereitet zu sein, sollte man den mehrsprachigen Europäischen Unfallbericht ausgedruckt im Handschuhfach dabeihaben. Mehr Informationen, wie man sich im Fall der Fälle verhalten muss, gibt es hier.

Fazit

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