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Autoleasing im Kosten-Check: Was fällt neben der Rate an?

• Lesezeit: 6 Min.

Von ADAC SE Kommunikation

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Leasingauto und Sparen bei den Leasingkosten
© gettyimages

Autoleasing bietet die Möglichkeit, ein neues Auto zu fahren, ohne den Kaufpreis auf einmal bezahlen zu müssen. Wer ein Leasingangebot vergleicht, sollte jedoch nicht nur die monatliche Rate betrachten. Neben den regelmäßigen Leasingraten können je nach Angebot weitere Kosten rund um das Fahrzeug anfallen, die bei der Planung häufig übersehen werden.

  • Neben der Leasingrate können weitere Kosten relevant sein

  • Versicherung, Zulassung und Überführung sollten einkalkuliert werden

  • Auch Kraftstoff-, Strom- und mögliche Rückgabekosten können die Gesamtkosten beeinflussen

Welche Leasing-Nebenkosten auf Privatpersonen zukommen können und worauf vor Vertragsabschluss zu achten ist, zeigt der ADAC Leasing-Kosten-Check.

1. Leasingrate berechnen: Wie setzt sie sich zusammen?

Die Höhe der Leasingrate hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu zählen insbesondere die Anzahlung, die Laufzeit des Leasingvertrags, die vereinbarte Jahresfahrleistung sowie der Wertverlust des Fahrzeugs während der Leasingdauer.

Grundsätzlich gilt: Eine höhere Anzahlung oder eine längere Laufzeit kann die monatliche Rate senken. In der ADAC Fahrzeugwelt lag die durchschnittliche Leasingrate in den vergangenen beiden Jahren (2024 & 2025) bei knapp unter 300 Euro monatlich; im Jahr 2026 ist bislang ein Anstieg auf fast 310 Euro zu beobachten. Die durchschnittliche Vertragslaufzeit betrug 36 Monate, die vereinbarte Jahresfahrleistung lag bei 15.000 Kilometern.

Für den Vergleich verschiedener Angebote kann außerdem der Leasingfaktor herangezogen werden. Mit dem ADAC Leasingrechner lassen sich Leasingangebote einfach vergleichen und der jeweilige Leasingfaktor berechnen. Wichtig ist jedoch: Die monatliche Leasingrate bildet nur einen Teil der tatsächlichen Kosten ab. Hinzu kommen häufig weitere Ausgaben, etwa für Zulassung, Überführung, Versicherung oder Wartung.

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Für alle, die ausgesuchte Leasingangebote miteinander vergleichen wollen, empfiehlt es sich, mit dem ADAC Leasingrechner und nur wenigen Eingaben den jeweiligen Leasingfaktor zu berechnen.

2. Leasing-Zusatzkosten: Zulassung, Überführung etc.

Viele Leasingnehmer leisten eine Anzahlung, um die monatlichen Kosten zu senken. Ein Beispiel aus dem Angebot der ADAC Fahrzeugwelt:

  • Ein Opel Frontera GS (Listenpreis 32.823,30 Euro, 36 Monate Laufzeit, 10.000 km/Jahr)

  • kostet bei einer Anzahlung von 2.000 Euro monatlich 161,22 Euro,

  • ohne Anzahlung jedoch 216,78 Euro*.

  • Zusätzlich fallen Zulassungsgebühren von etwa 120 Euro und Überführungskosten von rund 1.200 Euro an.

*Stand 20.08.2026, Preise können variieren

Welche Variante der Autoübernahme wählen?

Leasingauto mit Abholung ab Werk, beim Händler oder mit Haustürlieferung? Alles über Kosten, Aufwand und individuelle Entscheidungskriterien findet man in unserem Ratgeber: Leasingauto abholen oder liefern lassen – Was ist die bessere Wahl?

3. Versicherung beim Leasing: Vollkasko ist ein Muss

Wer ein Neuwagen-Leasing abschließt, benötigt in der Regel eine Vollkaskoversicherung. Sie schützt Leasingnehmer vor hohen Kosten bei Unfällen, Vandalismus oder Schäden am Fahrzeug und gehört bei vielen Leasingverträgen zu den verpflichtenden Voraussetzungen. Die Höhe der Versicherungsprämie hängt unter anderem vom Fahrzeugmodell, dem Alter des Fahrers sowie dessen Schadenfreiheitsklasse ab.

Mit der ADAC Autoversicherung lässt sich der persönliche Tarif bequem online berechnen. ADAC Mitglieder profitieren dabei von bis zu zehn Prozent Rabatt. Zusätzlich sollten Leasingnehmer die laufenden Nebenkosten berücksichtigen. Dazu zählt insbesondere die Kfz-Steuer, deren Höhe je nach Fahrzeugtyp, Antrieb und CO₂-Ausstoß variiert.

Um die monatlichen Fahrzeugkosten besser planbar zu machen, kann ein Wartungspaket beim Leasing sinnvoll sein. Solche Pakete decken oft Ausgaben für Inspektionen, Verschleißreparaturen und Wartungsarbeiten ab und schützen vor unerwarteten Zusatzkosten.

Auch beim Thema Reifen gibt es praktische Lösungen. Im Rahmen vieler Angebote von ADAC Leasing kann ab 15 Euro pro Monat ein All-Inclusive-Service hinzugebucht werden. Dieser umfasst unter anderem Winterreifen sowie weitere Serviceleistungen rund um das Leasingfahrzeug und sorgt für zusätzliche Kostensicherheit.

Lese-Tipp: Worauf beim Leasing von Winterreifen zu achten ist

4. Kraftstoff- und Stromkosten nicht vergessen

Neben der Leasingrate und den weiteren Nebenkosten fallen je nach Antriebsart zusätzliche Kraftstoff- oder Stromkosten an. Bei einer jährlichen Fahrleistung von 10.000 Kilometern und einem durchschnittlichen Verbrauch von 7 Litern pro 100 Kilometer (Verbrenner) beziehungsweise 15 kWh pro 100 Kilometer (Elektroauto) ergeben sich folgende jährliche Energiekosten:

  • Elektroauto

(0,37 Euro/kWh): 555 Euro pro Jahr
Berechnung: 10.000 km ÷ 100 × 15 kWh × 0,37 € = 555 €

  • Super E10

(2,13 Euro/Liter): 1.491 Euro pro Jahr
Berechnung: 10.000 km ÷ 100 × 7 Liter × 2,13 € = 1.491 €

  • Diesel

(2,23 Euro/Liter): 1.561 Euro pro Jahr (7 l Verbrauch)
Berechnung: 10.000 km ÷ 100 × 7 Liter × 2,23 € = 1.561 €

(2,23 Euro/Liter): 1.338 Euro pro Jahr (6 l Verbrauch)
Berechnung: 10.000 km ÷ 100 × 6 Liter × 2,23 € = 1.338 €

Wer sein Elektroauto zuhause mit einer Photovoltaikanlage lädt, kann die Stromkosten deutlich senken und die Wirtschaftlichkeit eines Elektrofahrzeugs weiter verbessern. Gerade bei steigenden Kraftstoffpreisen bietet das Laden mit selbst erzeugtem Solarstrom ein erhebliches Einsparpotenzial.

*Beispielrechnung auf Basis einer jährlichen Fahrleistung von 10.000 Kilometern, einem Verbrauch von 15 kWh bzw. 6-7 Litern pro 100 Kilometer sowie durchschnittlichen deutschen Energiepreisen von rund 0,37 €/kWh Strom und 2,13 €/Liter Super E10 bzw. 2,23 €/Liter Diesel (Stand: August 2026).

5. Jahresfahrleistung und Mehrkosten beachten

Die Jahresfahrleistung hat einen großen Einfluss auf die monatlichen Leasingraten. Beim Opel Frontera-Beispiel erhöht sich die Rate bei einer Steigerung der Laufleistung im Jahr von 10.000 auf 20.000 Kilometer pro Jahr um etwa 40 Euro pro Monat*.

*Stand 20.08.2026, Preise können variieren

6. Fahrzeugrückgabe: Vorsicht bei Schäden

Auch wenn das Leasingfahrzeug während der Vertragslaufzeit genutzt wird, bleibt es Eigentum des Leasinggebers. Deshalb lohnt es sich, das Fahrzeug sorgfältig zu behandeln. Bei der Leasingrückgabe wird der Zustand des Autos geprüft. Für Schäden, die über die übliche Nutzung hinausgehen, können Leasingnehmer zur Kasse gebeten werden.

Normale Gebrauchsspuren, die bei einer vertragsgemäßen Nutzung entstehen, gelten in der Regel nicht als kostenpflichtige Schäden. Dazu können beispielsweise leichte Abnutzungen im Innenraum oder kleinere Gebrauchsspuren am Fahrzeug gehören. Anders sieht es bei größeren Kratzern, Dellen oder Beschädigungen aus, die den Fahrzeugwert mindern.

Wer unangenehme Überraschungen bei der Fahrzeugrückgabe vermeiden möchte, sollte das Auto regelmäßig pflegen und mögliche Schäden möglichst früh beheben lassen.

Schon gewusst? ADAC Mitglieder profitieren von einem Rückgabeschutz in Höhe von 300 Euro bei der Leasingrückgabe. Dadurch können bestimmte Rückgabekosten reduziert werden und die Fahrzeugrückgabe wird noch entspannter.

Vorsicht Kostenfalle: Tipps zur Leasing-Rückgabe

Der Zustand des Autos und mögliche Schäden sind die häufigsten Streitpunkte bei der Rückgabe eines Leasingautos. Wenn der Leasingwagen zurückgegeben wurde, kann man sich meist schlecht gegen etwaige Vorwürfe wehren. Mit unserem Ratgeber zum Thema ist man bestens vorbereitet: Die wichtigsten Tipps zur Leasing-Rückgabe – inklusive Checkliste.

Fazit: Beim Leasing zählen die Gesamtkosten

Beim Autoleasing sollte die Entscheidung nicht allein auf Basis der monatlichen Leasingrate getroffen werden. Für eine realistische Einschätzung der Kosten müssen auch alle weiteren Ausgaben berücksichtigt werden. Dazu zählen unter anderem die Anzahlung, Versicherungen, Kfz-Steuer, Kraftstoff- oder Stromkosten, mögliche Wartungspakete sowie Gebühren für Zulassung und Fahrzeugüberführung.Je nach Fahrzeug, Vertragslaufzeit und jährlicher Fahrleistung können diese Nebenkosten einen erheblichen Anteil an den tatsächlichen Leasing-Gesamtkosten ausmachen.

Wer verschiedene Angebote vergleicht und bereits vor Vertragsabschluss eine umfassende Kostenkalkulation erstellt, vermeidet finanzielle Überraschungen und findet leichter das Leasingangebot, das zum eigenen Budget passt.

Kurz gesagt: Nicht die Leasingrate allein entscheidet darüber, ob ein Angebot günstig ist, sondern die Gesamtkosten über die gesamte Vertragslaufzeit.

*Quelle: Autoleasing mit dem ADAC. Leasingraten und Fahrzeugkosten können abhängig von Modell, Anbieter, Vertragslaufzeit, Fahrleistung und Aktionszeitraum variieren.