Sparen beim Leasing: die wichtigsten Tipps

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Geld sparen beim Auto-Leasing - ist das überhaupt möglich? Leasing für Privatpersonen kann durchaus eine sinnvolle Variante sein. Befolgt man folgende Tipps schont man sein Portemonnaie.

  • Auf Spar-Angebote und Inklusivleistungen achten

  • Kilometerleistung realistisch ansetzen

  • Kostentransparenz mit Service-Paketen

Die Wahl des richtigen Fahrzeugs

Wer mit dem Gedanken spielt, sich ein neues Fahrzeug anzuschaffen, sollte ganz generell vorher die eigenen Mobilitätsbedürfnisse abwägen: Geht es um ein Familienauto, bei dem die praktischen Komponenten wie Beinfreiheit oder Kofferraumvolumen im Vordergrund stehen? Soll es das erste Auto nach dem erfolgreichen Studium werden, mit dem man allein (oder zu zweit) den Luxus eines Neuwagens genießen will? Oder geht es um einen Zweitwagen für kurze Strecken zur Kita oder zum Einkaufen in der Stadt? So vielfältig wie die Lebensumstände sind auch die Angebote beim Leasing – und dementsprechend unterschiedlich die Kosten. Wer beim Leasing sparen möchte, sollte auf die kleineren Modelle achten, oder bei den Top Deals in der ADAC Fahrzeugwelt zuschlagen.

Die richtige Leasing-Laufzeit wählen

In Deutschland werden Fahrzeuge am häufigsten für 36 Monate geleast. Möglich sind jedoch auch Optionen mit 24 bis hin zu 60 Monaten. Wer sein Fahrzeug nur für nur ein Jahr braucht, für den ist das Auto-Abo eine sinnvolle Variante. Tatsächlich sollte das eigene Nutzungsverhalten bei der Laufzeitlänge die entscheidende Rolle spielen. Brauchen Sie das Auto eher kurz- oder langfristig? Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Anzahl der Kilometer, die Sie fahren möchten oder müssen. Auch diese wird im Vertrag festgelegt. Wer jedoch deutlich mehr unterwegs ist, dem drohen am Ende saftige Nachzahlungen.

Rechenbeispiel

Anhand eines Volvo XC 40 T2 (95 kW/129 PS; Listenpreis: 41.360 Euro) aus der ADAC Fahrzeugwelt haben wir ausgerechnet, wie sich die Wahl der Leasing-Laufzeit auf die monatlichen Raten auswirkt. Wir sind jeweils von einer Anzahlung in Höhe von 2.000 Euro und 10.000 km Laufleistung pro Jahr ausgegangen:

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Das 48 Monats-Leasing ist hier also am günstigsten. Wer zudem eine höhere Anzahlung macht, kommt mit niedrigeren Monatsraten aus. Wichtiger Hinweis für alle ADAC Mitglieder: Wer über die ADAC Fahrzeugwelt ein Auto least, kommt in den Genuss eines 300 Euro-Vorteils bei der Rückgabe.

Zusatzkosten und versteckte Gebühren

Wer hingegen mehr Kilometer pro Jahr unterwegs ist, für den fällt der Betrag höher aus. Bitte beachten: Zur Anzahlung addieren sich noch die Zulassungsgebühr und die Überführungskosten hinzu. Zum Leasing kommen noch die Kosten für Inspektionen und Kundendienste hinzu, die jedoch auch gegen eine entsprechende Zusatzgebühr als „All-inklusive-Paket“ mit gebucht werden können. Gleiches gilt für die Reifen und das damit verbundene Wechseln im Herbst und Frühjahr. Das Leasing mit unserem Partner Mobility Concept packt z. B. die Winterreifen und die Montage der Räder für 18 Euro pro Monat als Option obendrauf. Dies kommt – vor allem bei kürzeren Leasing-Laufzeiten – meist günstiger als für mehrere hundert Euro eigene Winterreifen zu beschaffen. Diese liegen im schlimmsten Fall nach der Leasing-Rückgabe im Keller und passen nicht auf das Folge-Fahrzeug.

Ein wichtiger Kostenfaktor ist das Thema Versicherung: Hier lohnt es sich, verschiedene Angebote zu vergleichen, jedoch nicht unbedingt auf die günstigste zu gehen, wenn diese im Schadensfall etwa weniger Leistung bietet. Und: Leasing-Fahrzeuge sollten wegen ihres hohen Wertes auf alle Fälle vollkaskoversichert sein!

Wartung und Versicherung

Wie oben bereits beschrieben, sind regelmäßige Wartungen wichtig, um zum einen sicher unterwegs zu sein und zum anderen den Wert das geleasten Fahrzeugs zu erhalten, damit es zu keinem Ärger bei der Rückgabe kommt. Achtung bei Unfällen: Vor allem bei Totalschäden liegt zwischen dem Wiederbeschaffungs- und dem Ablösewert oft eine Lücke von mehreren tausend Euro. Diese lässt sich jedoch mit einer sogenannten GAP-Versicherung vermeiden.

Neben der richtigen Wartung und Versicherung erspart ein sorgfältiger und schonender Umgang mit dem Leasing-Fahrzeug Ärger und teure Reparaturen bei der Rückgabe. Der Händler verzeiht zwar für die Laufzeit des Autos typische Gebrauchsspuren. Grober Schmutz an Sitzen, im Kofferraum, Kratzer und Dellen im Lack oder beschädigte Felgen sorgen jedoch für Zusatzkosten. Deswegen gilt, wie bei einem eigenen Auto auch: Größere Schäden sofort reparieren lassen! Für kleinere, kosmetische Schrammen lohnt sich ein sogenannter Smart-Repair, den viele Fachfirmen zusätzlich zu einer professionellen Fahrzeugaufbereitung anbieten.

Fazit: Viel Leasing-Spaß nach reiflicher Überlegung

Wer sich also vorher Gedanken macht, ob das Leasing-Modell tatsächlich die passende Option für die persönliche Mobilität ist, wird damit große Freude haben. Leasing-Autos sind meist schnell verfügbar, man muss keine hohe Summe auf der hohen Kante haben und zudem entfällt die Last, sich über den Wertverlust und den Wiederverkauf Gedanken machen zu müssen. Anderseits sollte auch jedem Leasingnehmer bewusst sein: Man hat sich je nach Laufzeit für mehrere Jahre gebunden. Eine vorzeitige Auflösung ist kaum möglich oder mit immensen Gebühren verbunden. Deswegen auch hier immer die eigene Lebensplanung im Blick haben und bedenken, dass es unvorhergesehen zu finanziellen Engpässen kommen kann (Umzug, weitere Kredite, Arbeitslosigkeit, Krankheit/Arbeitsunfähigkeit). Deswegen die Leasingraten immer so berechnen, dass diese zur sorgenfreien Mobilität verhelfen, jedoch niemals an die finanziellen Grenzen führen!