Leasing Ratgeber: Was ist erlaubt und was nicht?

© gettyimages

Das Leasingfahrzeug ist Eigentum des Leasinggebers, deswegen gibt es bei der Nutzung ein paar Einschränkungen. In unserem Leasing Ratgeber erklären wir, was man mit einem geleasten Auto tun darf und was vermieden werden sollte, um keine Vertragsverletzung zu riskieren.

  • Nutzungsrecht ist vertraglich festgelegt

  • Mobile Geräte problemlos nutzbar

  • Eingriff in Fahrzeugtechnik nicht erlaubt

Leasing wird immer beliebter, weil man dadurch nicht nur finanziell flexibel bleibt. Leasing ist quasi eine Langzeitmiete mit festgelegter Laufzeit und fixen monatlich fälligen Leasingraten. Mit dieser Leasingrate werden die monatliche Nutzung und der Wertverlust des Fahrzeugs während der Vertragslaufzeit bezahlt.

Leasingvertrag genau lesen

Im Leasingvertrag ist geregelt, zu welchen Konditionen und unter welchen Bedingungen der Leasinggeber dem Leasingnehmer das Nutzungsrecht an einem Fahrzeug überlässt. Es ist also wichtig, die Vertragsdetails genau zu lesen, zu prüfen – und auch zu beachten.

Was ist mit dem Leasingauto erlaubt

Das Leasingauto darf man normal im Straßenverkehr nutzen – in der Stadt, auf Landstraßen und der Autobahn. Man darf mit ihm in die Arbeit fahren, zum Baumarkt und in den Urlaub – dafür gibt es ja schließlich Angebote wie E-Autos, Kombis und Cabrios. Man sollte nur darauf achten, dass man seine vereinbarte jährliche Kilometerleistung nicht überschreitet und das Fahrzeug nicht übermäßig abnutzt. Beides könnte bei der Rückgabe teuer werden.

Anpassungen am geleasten Auto

Alle Veränderungen, die sich rückstandslos wieder entfernen lassen und die Fahrzeugtechnik nicht beeinflussen, sind erlaubt und müssen auch nicht mit dem Leasinggeber abgesprochen werden. Dazu gehören:

  • Schonbezüge (wichtig für Familien)

  • Montage neuer Felgen

  • Aufkleber auf den Scheiben

  • Folierung

  • Verwendung von mobilen Geräten wie Navigationsgerät, Dashcam oder Rückfahrkamera (betrieben über Zigarettenanzünder)

  • Dachboxen, Skiständer, Fahrradständer (für Dach oder Heckklappe)

Wenn man sich für neue Felgen entscheidet, sollte man die Original-Felgen gut geschützt aufbewahren, da man sie bei der Rückgabe des Wagens wieder anbauen muss. Aufkleber und Folierungen müssen rückstandslos entfernt werden können. Achtung: Foliert man das Auto nur teilweise, darf es keinen farblichen Unterschied zwischen dem folierten und dem nicht-folierten Lack geben. Außerdem ist es ratsam, sowohl die Folierung als auch die Entfernung von einem Fachbetrieb durchführen zu lassen, denn kleinere Lackschäden können bei der Rückgabe zu einem Problem werden.

Nicht erlaubt sind Veränderungen, die in die Fahrzeugtechnik eingreifen oder sich nicht rückstandslos entfernen lassen:

  • Chiptuning

  • Tieferlegen

  • Anhängerkupplung nachrüsten

Beim Chiptuning wird die Grundsubstanz des Fahrzeugs beeinflusst, die Abnutzung von Motor und Fahrwerk erhöht. Gleiches gilt fürs Tieferlegen. Selbst wenn man das Leasingauto vor der Rückgabe in den Originalzustand zurückversetzt, ist die Abnutzung im Vergleich zum nicht getunten Fahrzeug massiv erhöht, so dass sich der Restwert enorm verringert und man ordentlich draufzahlen muss. Die Experten, die das Gutachten bei der Rückgabe erstellen, werden dies auf jeden Fall feststellen.

Wenn man sich beim Leasingauto für ein Fahrzeug ohne Anhängerkupplung entschieden hat, darf diese nicht nachgerüstet werden, da meist die Substanz des Autos durch Bohren oder Schweißen verändert wird.

Reisen ins Ausland

Die gute Nachricht: Mit Fahrzeugen, die über die ADAC Fahrzeugwelt geleast wurden, darf man als Leasingnehmer das Fahrzeug auch für Fahrten ins Ausland nutzen.

Nutzung des geleasten Autos durch andere

Als Leasingnehmer darf man das Fahrzeug nicht auf Dauer Dritten überlassen – weder zur Miete noch zur Leihe. Jedoch dürfen Familienangehörige oder Lebensgefährten das Auto zeitweise nutzen. Voraussetzung ist in jedem Fall aber die entsprechende Fahrerlaubnis.

Soll das Leasingauto von mehreren Personen genutzt werden, muss man dies vertraglich festhalten. Wenn der Leasinggeber einverstanden ist, muss der zweite Fahrer auch in die Autoversicherung aufgenommen werden. Die Versicherungsprämie erhöht sich dadurch entsprechend.

Fazit

Wichtig ist es, die Vereinbarungen im Leasingvertrag genau einzuhalten. Möchte man Veränderungen vornehmen, sollte man das auf jeden Fall mit dem Leasinggeber absprechen – auch kleinere Umbauten wie den Tausch des Radios. Im Zweifelsfall kann man sich dann auf die schriftliche Vereinbarung berufen. Um bei der Rückgabe Gebühren zu vermeiden, informieren Sie sich am besten mit unserer Checkliste.