Was ist besser für mich - Leasing oder Finanzierung ?

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Autokauf ist eine teure Angelegenheit, sie wenigsten können einfach die gesamte Summe sofort aufbringen. Außerdem ändern sich die Lebensumstände von vielen Menschen und damit ihr Mobilitätsbedarf heutzutage sehr schnell. Wer also ein Auto braucht, muss sich die Frage stellen: Leasing oder Finanzierung - was ist besser für mich?

  • Leasing privat: Autohalter auf Zeit - besonders beliebt bei E-Autos

  • Klassischer Autokredit: Traumauto finanzieren

  • Vario-Finanzierung oder Ballonkredit: Modell für Flexible

Was ist der Unterschied zwischen Leasing und Finanzierung?

Der größte Unterschied besteht darin, dass man beim Leasing nur das Nutzungsrecht an einem Fahrzeug erwirbt, während man bei einer Finanzierung das Auto nach Rückzahlung des Kredites besitzt,

Was ist Leasing?

Leasing ist eine Finanzierungsmethode oder einfacher gesagt eine besondere Form der Miete: Ein Leasinggeber wie die ADAC Fahrzeugwelt finanziert das Fahrzeug, um es im Anschluss gegen eine monatliche Rate als Leasingobjekt anzubieten.

Dabei schließen der Leasingnehmer einen Vertrag mit dem Leasinggeber ab. Dieser hat meist eine Dauer von 1 bis 3 Jahren. Während diesen Zeitraum hat man das Recht, das Auto zu nutzen. In dem Vertrag legt der Leasinggeber meist auch Servicevereinbarungen fest. Darunter fallen zum Beispiel Intervalle für Wartungen und Inspektionen oder eine Werkstattbindung für den Zeitraum des Leasings.

Das Besondere beim Leasing: Mit dem Vertrag und der Zahlung der monatlichen Leasingrate wird man zum Halter des Fahrzeugs – und nicht zum Besitzer. Stattdessen bleibt der Leasinggeber während der gesamten Zeit Eigentümer des Fahrzeugs. Im Grunde funktioniert Leasing also ähnlich wie ein Mietvertrag, bei dem man ebenfalls nur Mieter und nicht Eigentümer des Objekts sind.

Ist der vereinbarte Zeitraum abgelaufen, gibt man das Fahrzeug in der Regel zurück an Ihren Leasinggeber. Als Finanzierungsform ist Leasing bei E-Autos Leasing laut ADAC Studie zum Autokauf 2023 besonders beliebt und liegt im heutigen Bestand der privaten Stromer bei 28 Prozent.

Was streckt hinter der Leasingrate?

Die monatlich fällige Leasingrate gibt dem Leasingnehmer nicht nur das Recht, das Fahrzeug zu nutzen, sie dient außerdem dazu, die Wertminderung, die durch die Nutzung entsteht, auszugleichen. Die Höhe der Rate ist individuell und abhängig von verschiedenen Faktoren.

Die Leasingrate variiert je nach:

  • Alter des Fahrzeugs

  • Modell und Sonderausstattungen

  • Leistung

  • Kilometerleistung

  • Vertragslaufzeit des Leasings

Auch die Sonderzahlung (Anzahlung) kann die monatliche Rate beeinflussen: Je höher die einmalige Anzahlung vor Beginn des Leasingzeitraums, desto geringer fällt die monatliche Leasingrate aus.

Letztendlich entscheidet auch die Leasingvariante über die Höhe der Rate.

Welche Leasingvarianten gibt es?

Beim Leasing wird zwischen zwei Varianten beziehungsweise Vertragsformen unterschieden: dem Restwert- und Kilometerleasing – wobei das Kilometerleasing die gängigere Variante ist.

Was ist Restwertleasing?

Beim Restwertleasing ist entscheidend, wie viel Wert das Auto während der Vertragslaufzeit verliert. Dazu legt der Leasinggeber den zu erwartenden Restwert fest, also den Wert des Autos nach Ablauf des Leasings.

Um die Leasingrate zu berechnen, wird die Differenz zwischen Neuwert und Restwert bestimmt.

Liegt der Restwert nach Ablauf der Vertragslaufzeit unter dem kalkulierten Wert, muss man als Leasingnehmer die Differenz zahlen. Dieser Fall kann zum Beispiel durch Dellen und Kratzer nach einem Unfall oder (unvorhersehbare) Wirtschaftsentwicklungen eintreten.

Was ist Kilometerleasing?

Beim Kilometerleasing bestimmen man als Leasingnehmer die maximale Kilometeranzahl, die man mit dem Fahrzeug (voraussichtlich) zurücklegen wird.

Je niedriger die angegebene Kilometeranzahl, desto niedriger fällt die monatliche Rate aus – und umgekehrt: Je höher die Anzahl, desto höher die Leasingrate.

Überschreitet die Kilometerleistung bei der Rückgabe des Fahrzeugs die vorher vereinbarte Anzahl, muss man die Mehrkilometer nachzahlen, wobei die ADAC Fahrzeugwelt eine Kulanz von 1.500 bis 2.500 Kilometern gewährt. Andersrum gilt aber auch: Liegt die tatsächliche Kilometeranzahl unterhalb der vorher vereinbarten Leistung, erstattet die ADAC Fahrzeugwelt einen Teil der Kosten.

Wie funktioniert die Finanzierung?

Hat man sein Traumauto gefunden -egal ob Neu- oder Gebrauchtwagen, bei einem Händler, online oder bei einer Privatperson - und kann die Kaufsumme nicht bar auf den Tisch legen, nimmt man zur Finanzierung einen Kredit bei einem Kreditgeber auf, Kreditgeber können beispielsweise die ADAC Finanzdienste, eine Bank oder ein Autohändler oder -hersteller sein.

Genau wie beim Leasing zahlt man als Kreditnehmer beim klassischen Autokredit eine monatliche Rate und ist während der Finanzierung nur Halter des Fahrzeugs, wohingegen der Kreditgeber als Besitzer gilt und daher auch den Fahrzeugbrief behält. Der entscheidende Unterschied zum Leasing beim klassischen Autokredit: Ist der Kredit abbezahlt, geht das Auto – und damit auch der Fahrzeugbrief – in den Besitz des Kreditnehmers über.

Anders als beim Leasing entscheiden man bei der Finanzierung selbst, wann Wartungen und Inspektionen durchgeführt werden und welche Werkstatt man dafür aufsuchen möchte.

Wie funktioniert der ADAC Ballonkredit?

Beim klassischen Autokredit zahlt man den gesamten Wert des Autos in Monatsraten beim Kreditgeber ab. Anders ist das beim smarten Ballonkredit des ADAC. Hier finanziert man das Fahrzeug zunächst mit einer niedrigeren monatlichen Rate. Am Ende der Laufzeit kann man dann zwischen drei Optionen wählen:

  1. Fahrzeug behalten und Kredit ablösen

  2. Fahrzeug verkaufen und Schlussrate zurückzahlen

  3. Kredit weiterfinanzieren, z.B. mit einem weiteren ADAC Autokredit

Beim Ballonkredit ist es - genauso wie beim klassischen Autokredit - völlig unerheblich, wo man sein Auto gekauft hat.

Wichtiger Tipp: Mit der ADAC Restkreditversicherung kann man sich für plötzliche Arbeitslosigkeit, eine Krankheit oder den Todesfall die Ratenzahlungen absichern.

Wie funktioniert die Vario-Finanzierung der ADAC Fahrzeugwelt?

Bei der Vario-Finanzierung sucht man sich ein Auto aus dem Angebotskatalog der ADAC Fahrzeugwelt aus - sie ist speziell auf dieses Produktportfolio ausgelegt. Man finanziert ebenfalls ausschließlich den Wertverlust des Autos. Das bedeutet: niedrigere Raten und am Ende mehr Flexibilität. Erst nach Laufzeitende entscheidet man ob man das Auto kaufen, weiter finanzieren oder zurückgeben möchte.

Leasing vs. Finanzierung: Die Konditionen


Leasing

Finanzierung


Eigentum

Man ist die ganze Zeit über nur Halter des Fahrzeugs und gibt das Auto nach Ende der Vertragslaufzeit wieder an den Leasinggeber (Besitzer) zurück.

Man wird nach Ende der Vertragslaufzeit zum Eigentümer des Fahrzeugs. Bis dahin behält der Kreditgeber den Fahrzeugschein.


Laufzeit

Kurze Laufzeit: meist 1 bis 3 Jahre

Längere Laufzeit: meist 3 bis 6 Jahre


Wartung

Leasinggeber schreibt Fristen für Wartungen und Inspektionen vor. Teilweise wird auch eine Werkstattbindung vertraglich festgehalten.

Kreditnehmer entscheidet selbst über Wartungen und Inspektionen.


Kilometerleistung

Zulässige Kilometeranzahl ist beim Kilometerleasing begrenzt.

Keine Begrenzung der Kilometeranzahl.


Steuer

Keine Umsatzsteuer

19 % Umsatzsteuer zuzüglich des Kaufpreises






Leasing vs. Finanzierung: Vor- und Nachteile


Leasing

Finanzierung


Vorteile

• kurze Vertragslaufzeit und damit mehr Flexibilität, auch wenn es um neue Technologien und Modelle geht

• niedrige monatliche Raten, ohne hohe Anschaffungskosten

• steuerliche Vorteile für Firmenkunden

• Auto-Eigentümer nach der Kreditlaufzeit

• Planbarkeit und Transparenz, Auto wird zum festen Preis gekauft

• Autokauf ohne Eigenkapital möglich



Nachteile

• mögliche hohe Kosten, zum Beispiel durch Fahrzeugschäden oder eine zu hohe Kilometerleistung bei Rückgabe

• hohe monatliche Rate


Leasing oder Finanzierung: Die Kosten

Bei der Entscheidung zwischen Leasing und Finanzierung steht für viele vor allem eine Frage im Raum: Was ist günstiger? Die Antwort: Es kommt drauf an.

Beim Leasing hängen die Kosten schließlich auch davon ab, ob die Kilometeranzahl eingehalten wurde und/oder Schäden am Fahrzeug während der Vertragslaufzeit entstanden sind. Erst am Ende der Vertragslaufzeit entscheidet sich, ob Mehrkosten auf einen zukommen. Wird das Auto allerdings in einem makellosen Zustand übergeben und die vereinbarte Kilometerleistung eingehalten, ist Leasing günstiger als die Autofinanzierung.

Leasen oder finanzieren: Für wen lohnt sich was?

Während man beim Leasing von einer hohen Flexibilität und niedrigen monatlichen Raten profitiert, bietet die Finanzierung vor allem den Vorteil, dass einem das Fahrzeug am Ende gehört. Aber was ist nun besser – Leasing oder Finanzierung? Das kommt unter anderem darauf an, ob man das Fahrzeug privat oder geschäftlich nutzt.

  • Privatpersonen, die sich nicht lange an einen Vertrag binden möchten und wenig mit dem Auto fahren: Kilometer-Leasing ist dann die flexiblere Lösung, bei der man von niedrigeren Raten profitieren. So hat man auch die Möglichkeit, neue Modelle und Technologien zu nutzen.

  • Selbstständige und Firmenwagen: Firmenkunden profitieren von steuerlichen Vorteilen beim Leasing.

  • Die Autofinanzierung lohnt sich dagegen vor allem für alle, die ein eigenes Auto kaufen möchten, aber nicht über das nötige Eigenkapital verfügen. Gegenüber dem Leasing muss man zwar mit höheren monatlichen Kosten rechnen und auch die Laufzeit ist länger, allerdings gehört einem das Auto nach Abbezahlung des Kredits.