E-Bike gebraucht kaufen: Die wichtigsten Tipps, worauf man achten muss

So gut wie neu: E-Bikes refurbished von ADAC E-Ride ∙ Durch Anklicken des Vorschaubildes mit dem Play-Button werden Sie auf die Internetseite von YouTube weitergeleitet. Für deren Inhalte und Datenverarbeitung ist der jeweilige Seitenbetreiber verantwortlich. ∙ Bild: © ADAC SE

Die Preise für Fahrräder und E-Bikes sind in den letzten Jahren deutlich angestiegen und so lag der Durchschnittspreis 2021 bei 1.395 Euro – plus neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ein neues E-Bike kostet im Schnitt rund 2.975 Euro. Angesichts der steigenden Preise lohnt sich ein Blick auf den Gebrauchtradmarkt. Wir geben wichtige Tipps, worauf man beim Kauf eines gebrauchten E-Bikes achten muss:

  • Mitglieder sparen bei ADAC e-Ride

  • Refurbishment und Garantie inklusive

  • Fahrradversicherung sinnvoll

Junge gebrauchte E-Bikes gibt es refurbished, wiederaufbereitet, in einem „Wie-neu-Zustand“. Durch die Partnerschaft der ADAC SE mit Rebike Mobility können Mitglieder gebrauchte E-Bikes von Markenherstellern über den ADAC online zu günstigeren Konditionen erwerben. Mitglieder haben zudem die Möglichkeit über den ADAC Partner Greenstorm neue und refurbished E-Bikes zu abonnieren.

E-Bike gebraucht: Kauf vom Händler oder privat?

Wenn man sich ein gebrauchtes E-Bike kaufen möchte, stellt sich zuallererst die Frage, ob man es bei einem zertifizierten Händler erwirbt oder einen Privatkauf vorzieht.

Der Kauf beim Händler sichert meistens eine Garantie auf Akku und Motor des Rades, während der Privatkauf in der Regel keine Gewährleistung oder Garantie bietet. Der ADAC rät, auch beim Privatkauf unbedingt eine Probefahrt mit dem Bike zu machen und auf jeden Fall einen Kaufvertrag aufzusetzen.

Bei Rebike hat der Kunde die Möglichkeit, das gebrauchte Marken-Fahrrad online zu kaufen. Die E-Bikes, die alle eine geringe Laufleistung von 300 bis 2000 Kilometer haben, wurden maximal 24 Monate gefahren. Vor dem Verkauf werden die Räder aufwändig geprüft, und der Instandsetzungsprozess erfolgt auf einer industrialisierten Fertigungslinie. Nach dem Reinigungsprozess prüfen ausgebildete Fahrradmechaniker die E-Bikes technisch und optisch. So können Mängel schnell behoben und Verschleißteile ausgetauscht werden. Motor- und Akkudaten werden ausgelesen und bewertet. Jedes einzelne Rad wird im Anschluss für den Online-Verkauf fotografiert, sodass der Kunde genau sieht, was er bekommt.

Für die Wiederaufbereitung der Räder hat Rebike im Mai 2022 ein Refurbishment-Center in Kempten eröffnet. Zur 1500 Quadratmeter großen Werkstatt gehört ein riesiges Lager (3100 Quadratmeter). Dieses Lager durchlaufen über 10.000 E-Bikes pro Jahr. 13 Mechaniker und Mechatroniker und fünf Lagerristen sind hier dauerhaft im Einsatz.

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Wie funktioniert der Versand der gebrauchten E-Bikes?

Entscheidet man sich für ein gebrauchtes E-Bike vom Händler, das refurbished direkt vor die Haustüre geliefert wird, müssen meist nur noch wenige Handgriffe erledigt werden, ehe die erste Fahrt losgehen kann.

In der Regel werden die Bikes vormontiert und in einem großen Versandkarton sicher verpackt geliefert. Der neue Besitzer muss nur noch den quergestellten Lenker mit einem 4er-Inbusschlüssel lösen, wieder gerade ausrichten und die Schrauben festziehen. Zum Schluss werden noch die mitgelieferten Pedale montiert. Dabei sollte unbedingt auf die unterschiedlichen Markierungen und Gewinderichtungen für das linke und das rechte Pedal geachtet werden.

Bei Abo oder Kauf über ADAC e-Ride-bekommt der Kunde einen „SOS-Katalog“ mit allen wichtigen Informationen und Anleitungen mitgeliefert. Da sich durch den Transport Schraubverbindungen lockern können, ist es ratsam, diese sicherheitshalber noch einmal zu prüfen und gegebenenfalls mit einem Drehmomentschlüssel nachzuziehen.

Gebraucht-E-Bike-Kauf: Worauf muss ich achten?

Nicole Cesak, Leiterin des Technischen Service vom ADAC e-Ride-Partner Greenstorm erklärt: „Eines der wichtigsten Dinge, die der Kunde regelmäßig nachkontrollieren kann, ist der Luftdruck. Der sollte immer passen. Beispielsweise liegt bei einem Mountainbike der Luftdruck zwischen 1,5 und 2 Bar, abhängig von der gefahrenen Strecke.“

Außerdem sollte die Sattelhöhe passend zur eigenen Körpergröße eingestellt werden. Wichtig ist zudem, dass der Magnet an der Speiche des Hinterreifens parallel zum Sensor am Rahmen sitzt. Er ist dafür da, die Geschwindigkeit des Elektrorades zu messen, damit die maximal zulässig unterstützte Geschwindigkeit nicht überschritten wird. Anzeichen dafür, dass der Magnet verrutscht ist, sind das Anzeigen des Fehlercodes 503 im Display und dass der Motor sich nicht mehr starten lässt.

Beim Akku sollte eine Tiefenentladung vermieden werden. Es ist ratsam, über die Wintermonate den Akku bei mindestens 30 Prozent Ladezustand zu halten und diesen nach dem Radfahren abzunehmen und trocken und bei Zimmertemperatur zu lagern. „Mithilfe dieser Tipps kann der Akku dann die volle Kapazität für die neue Saison halten“, erklärt Nicole Cesak.

Anzeichen, dass das E-Bike zum Service muss:

  • Nachlassende Bremswirkung

  • Metallische Schleifgeräusche

  • Springende Schaltung

Cesak empfiehlt, „einmal im Jahr einen professionellen Service machen zu lassen, vorzugsweise in den Wintermonaten, da zu dieser Jahreszeit das Rad in der Regel weniger benutzt wird. Im Abo über Greenstorm ist das Fahrrad voll versichert und kann bei jeder Fachwerkstatt überprüft werden. Hierfür einfach im Vorfeld bei uns melden, damit wir das direkt mit der Versicherung abwickeln können.“

Beim Kauf bei Rebike gibt es zwei Jahre Garantie auf den Akku und den Motor, die empfindlichsten Teile eines Elektrofahrrads.

Vor der ersten Fahrt mit dem gebrauchten E-Bike: Das braucht man

Trotz des meist deutlichen Preisvorteils eines gebrauchten E-Bikes im Vergleich zu einem neuen, lohnt es sich, eine Versicherung nach dem Kauf abzuschließen. Die neuwertigen Räder haben immer noch einen hohen Wert und sind mithilfe einer Versicherung gegen Beschädigung, Verschleiß und Diebstahl geschützt.

Genauso wichtig wie der Versicherungsschutz ist der Helm, da schnell Geschwindigkeiten um die 25 km/h erreicht werden können. Zusätzlich empfiehlt sich, das Bike mit einem hochwertigen Bügelschloss abzuschließen, um es möglichst effektiv vor Diebstahl zu schützen.

Welches E-Bike passt zu mir?

Es gibt für jeden das richtige E-Bike, ob unerfahren, Hobby-E-Biker oder Profi. Mit einer großen Auswahl an verschiedenen Modellen, ob City- oder Trekking-Bike, Rennrad, Mountainbike oder Fully, gibt es für jeden das Passende. Auch Kinder kommen hier nicht zu kurz. Für Neueinsteiger, die angesichts der Vielfalt an E-Bike-Varianten verunsichert sind, empfehlen wir den Rebike-Check „Welches E-Bike passt zu mir?“.

Fazit

Wem ein nagelneues E-Bike zu teuer ist, hat die Möglichkeit, über zertifizierte Händler ein wiederaufbereitetes (‚refurbished‘) und somit neuwertiges Elektrofahrrad zu kaufen, inklusive Garantie und Gewährleistung. Die attraktiven Angebote Gebraucht oder im Abo ermöglichen einen nachhaltigen und günstigen Einstieg in die Elektromobilität.