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Maut und Vignetten 2026: Ausreden der Mautsünder, Mautbox und aktuelle Preise

• Lesezeit: 5 Min.

Von ADAC SE Kommunikation

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Häufige Ausreden bei fehlender Vignette auf österreichischen Autobahnen im Jahr 2025
Beliebte Ausreden von Mautsündern, die ohne gültige Vignette auf österreichischen Autobahnen erwischt werden.© ADAC SE

Die Ferienzeit 2026 naht und es stehen verkehrsreiche Tage Richtung Süden an. Viele deutsche Reisende zieht es auf den Autobahnen nach und durch Österreich und weiter in die Urlaubsländer Südeuropas.

  • Digitale Vignette: Sofort gültig nach Online-Kauf – ohne versteckte Gebühren

  • Vorsicht bei Online-Angeboten: Dubiose und unseriöse Anbieter meiden

Damit die Reiselust nicht durch unerwartete finanzielle Zusatzbelastungen getrübt wird, sollte man nicht vergessen, eine gültige Vignette zu besorgen – denn Mautsünder haben nicht nur in Österreich keine Chance.

Mautpflicht in Österreich: Was man wissen muss

Jährlich werden rund 75.000 Fahrzeuge mit deutscher Zulassung ohne gültige Vignette auf österreichischen Autobahnen erwischt. Die Kontrollen sind streng und flächendeckend – besonders an beliebten Transitrouten wie der Tauernautobahn (A10) und der Inntalautobahn (A12).

Wer ohne Vignette erwischt wird, braucht nicht lange nach Ausreden zu suchen. Die Strafen sind happig: Es werden 200 Euro für mehrspurige Fahrzeuge, für einspurige 120 Euro fällig. Wird die Ersatzmaut nicht bezahlt, wird Anzeige über die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde gestellt. Im Verwaltungsstrafverfahren kann der Strafrahmen dann bis zu 3000 Euro betragen.

Kreative Ausreden schützen nicht vor Mautstrafen

In Österreich entlocken selbst besonders "kreative" Versionen wie "Die Kinder haben die Vignette in ihr Stickeralbum geklebt" den Kontrolleuren kaum mehr ein Lächeln ab.

Die beliebtesten Ausreden der Mautsünder (2025)

  1. "Ich habe nicht gewusst, wo man sich eine Vignette kaufen kann."

  2. "Das Navi hat mich auf die Autobahn gelotst."

  3. "Ich bin hier noch nicht in Österreich!"

  4. "Habe ja eh für die Streckenmaut-Strecke bezahlt."

  5. "Es hat mir niemand gesagt, dass ich die Vignette aufkleben muss."

  6. "Habe nichts von der Vignettenpflicht in Österreich gewusst."

  7. "Das ist nicht mein Auto."

  8. „Mein Hund hat die Klebevignette gefressen.“

  9. „Die Kinder haben die Vignette in ihr Stickeralbum geklebt."

  10. „Die Vignette ist, als Geschenk auf eine Weinflasche geklebt, am Armaturenbrett sichtbar angebracht.“

Vignettenkauf online: Unseriöse Webshops meiden

Beim Kauf von Vignetten im Internet ist Vorsicht geboten. Unseriöse Anbieter und fragwürdige Portale rufen über Servicegebühren teilweise mehr als das Doppelte der offiziellen Preise auf. Zwar kann man bei diesen Anbietern meist eine gültige Vignette erhalten, doch es werden überteuerte Preise verrechnet und die Verbraucherschutz-Bestimmungen missachtet.

Darüber hinaus gibt es auch immer mehr gefälschte Webshops, die Kundinnen und Kunden finanziell hohen Schaden bis zu mehreren tausend Euro zufügen können, indem sie Buchungsseiten täuschend echt kopieren und Zahlungsdaten der Kunden abgreifen.

Das ADAC Mautportal bietet dagegen als lizensierter Partner der österreichischen Betreibergesellschaft ASFINAG Vignetten und Streckenmauttickets ohne zusätzliche Gebühren und mit sofortiger Gültigkeit an. Mehr Informationen zu Online-Betrugsmaschen und wie man sich davor schützen kann, bietet unser Ratgeber "Vorsicht Online-Abzocke: Gefälschte ADAC Mails und Fake-Anrufe".

Vignetten-Preise 2026 für Österreich

Der Preis für die Pkw-Jahresvignette beträgt in diesem Jahr 106,80 Euro, für zwei Monate sind 32 Euro und für zehn Tage 12,80 Euro fällig. Die 1-Tages-Vignette liegt bei 9,60 Euro. Sie ist ebenso wie diverse Streckenmaut-Tickets im ADAC Mautportal erhältlich.

Motorradfahrer bezahlen für die Jahresvignette 42,70 Euro, für die Zwei-Monats-Vignette 12,80 Euro und die 10-Tages-Vignette 5,10 Euro. Die neue Tagesvignette kostet fürs Motorrad 3,80 Euro.

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Keine Klebevignetten mehr in Österreich und Slowenien

Ab dem Jahr 2027 wird es für Österreich keine Klebevignette mehr geben. Das jahrzehntelang vertraute „Pickerl“ wird dann Geschichte sein. Daher am besten bereits jetzt „üben“ und die digitale Vignette zur automatischen Kennzeichenerfassung mit sofortiger Gültigkeit online kaufen.
In Slowenien ist die Autobahngebühr bereits seit Jahren nur noch digital zu entrichten.

Mautprodukte erhältlich online im ADAC Mautportal
Digitale Vignetten für Österreich, Slowenien und die Schweiz sowie Mautbox für Pkw bis 3,5 t und Camper Mautbox für Fahrzeuge über 3,5 t im ADAC Mautportal online mit sofortiger Gültigkeit erhältlich.© ADAC Medien und Reise GmbH

Mit der Mautbox Mautstationen staufrei passieren

Für Vielfahrer und Urlaubsreisende nach oder durch Italien, Frankreich, Kroatien, Spanien und Portugal bietet die ADAC Mautbox eine komfortable Alternative zur streckenweisen Bezahlung mit Bargeld oder Karte vor Ort: Mit dem nur wenige Zentimeter kleinen Gerät an Bord passiert man auf speziell gekennzeichneten Spuren mit dem T-Symbol („Telepass“ oder „Télépéage“) ohne Anhalten die Mautstationen: Die Box wird automatisch erkannt, die Schranke öffnet sich selbstständig. Gebühren werden im Nachhinein monatlich über die bevorzugte Zahlungsweise abgerechnet.

Mautfreie Streckenabschnitte in Österreich

Auf folgenden Autobahnabschnitten in Österreich wird keine Maut verlangt. Diese Streckenabschnitte sind für Reisende aus Deutschland von besonderer Bedeutung:

  • Tirol: Inntalautobahn A12 (zwischen der Staatsgrenze bei Kufstein und der Anschlussstelle Kufstein-Süd)

  • Land Salzburg: Westautobahn A1 (zwischen der Staatsgrenze am Walserberg und der Anschlussstelle Salzburg-Nord)

  • Vorarlberg: Rheintal/Walgau-Autobahn A14 (zwischen der Staatsgrenze bei Hörbranz und der Anschlussstelle Hohenems)

Sondermaut und Streckenmaut in Österreich

Unabhängig von der Vignette ist auf bestimmten Streckenabschnitten in Österreich eine Sondermaut zu zahlen. Für die Brenner-, Tauern- und Pyhrn-Autobahn sowie Arlbergtunnel und Karawankentunnel (Richtung Süden) gibt es im Vorverkauf digitale Tickets, mit denen die Mautstelle ohne anzuhalten passiert werden kann.

Mit der „Streckenmaut FLEX“ - erhältlich im ADAC Mautportal - wird jede Durchfahrt einer Mautstation automatisch erkannt und abgerechnet. Das Risiko einer teuren Ersatzmautforderung, speziell bei den immer häufigeren schrankenlosen Durchfahrtsspuren, hat sich damit ein für alle Mal erledigt und man zahlt nur, wenn man auch fährt.

Streckenmaut FLEX: Einmal gebucht, flexibel gefahren

Das FLEX Ticket sorgt für bedenkenlose Befahrung aller Streckenmautabschnitte in Österreich. Mautstation wird ohne anzuhalten passiert, bezahlt wird automatisch per Abbuchung.

Vorteil für Mehrfachfahrten: Die Streckenmaut FLEX ist bis zu einer selbst vorgenommenen Deaktivierung gültig und einsetzbar. Es muss nicht für jede Reise erneut ein FLEX Ticket gebucht werden.

Vorsicht bei Mietwagen: Wurde das FLEX Ticket für einen Mietwagen auf dessen Kennzeichen gebucht, sollte es unbedingt bei Rückgabe des Mietwagens deaktiviert werden. Sonst kommt unter Umständen unerwartet eine Rechnung bzw. Abbuchung für eine Fahrt durch eine Streckenmaut-Passage, die man selbst mit dem Fahrzeug nicht getätigt hat.

Streckenmaut FLEX - das digitale Ticket für österreichische Pässe und Tunnel

Tipp: Wer die landschaftlich eindrucksvolle Alpenroute über die Felbertauern- oder Großglockner Hochalpenstraße bevorzugt, bekommt ermäßigte Tickets im Vorverkauf beim ADAC. Für die Felbertauernstraße kostet ein Zwei-Fahrten-Ticket für Pkw 24 Euro und für Motorräder 22 Euro – man spart damit drei Euro gegenüber dem Kauf vor Ort.