Elektromobilität ausprobieren: Welches E-Bike passt zu mir?

Viele Wege führen als Ziel. Welches E-Bike ist das richtige? ∙ Durch Anklicken des Vorschaubildes mit dem Play-Button werden Sie auf die Internetseite von YouTube weitergeleitet. Für deren Inhalte und Datenverarbeitung ist der jeweilige Seitenbetreiber verantwortlich. ∙ Bild: © ADAC SE

Die Nachfrage nach Fahrrädern und E-Bikes ist ungebrochen. Sieben Milliarden Euro werden Jahr für Jahr umgesetzt. Bei den Absatzzahlen haben E-Bikes mit über zwei Millionen Stück im Jahr 2023 mittlerweile die Fahrräder überholt. Wir erklären, welches E-Bike für wen das richtige ist.

  • E-Bike-Modelle einfach erklärt

  • Einstieg in die Elektromobilität mit E-Bikes im Abo oder zum Gebraucht-Kauf

  • E-Bike-Transport mit dem Auto

City-Rad? Oder doch lieber Trekking-Bike? Neben der Entscheidung welcher E-Bike-Typ zu einem passt, hat man inzwischen auch noch eine Auswahl bei der Anschaffung, denn heute ist der Kauf nicht mehr der einzige Weg.

E-Bike-Modelle im Überblick

Besonderer Beliebtheit erfreuen sich das City-E-Bike, das E-Trekkingrad und das E-Mountainbike, mit oder ohne Hinterradfederung. E-Mountainbikes liegen mit einem Anteil von 39 Prozent beim Verkauf klar vor den E-Trekkingbikes (25 Prozent). E-Cityräder haben einen Anteil von 21 Prozent. Die Absatzzahlen von E-Lastenrädern sind im vergangenen Jahr anteilig weiter auf neun Prozent gestiegen.

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  • City-E-Bike: Hoher Komfort kombiniert mit Alltagstauglichkeit - egal ob Stadt, Flachland oder Radwege. Dank tiefem Einstieg und aufrechter Sitzposition für alle Altersklassen geeignet.

  • E-Trekkingbike: Vielseitig einsetzbar, hohe Stabilität, Sportlichkeit und Robustheit. Ein Allrounder für Stadt, Land, Straße, Schotter-, Feld- und Waldwege. Komfortabler Sattel, schlanker Rahmen, starke Bremsen und eine Schaltung mit großer Bandbreite.

  • E-Mountainbike: Spezialist für Berge, unebenes Gelände mit losen und matschigen Untergründen und Trails. Breite, grobstollige Reifen, eine gute Vorderradfederung, große Belastbarkeit und starken Bremsen sind die Merkmale.

  • E-Mountainbike Fully: Die Zusatzbezeichnung „Fully“ bezieht sich auf die Komplettausstattung mit Federung an Vorder- und Hinterrad, starke Bremsen und eine Schaltung mit einiger Bandbreite. Geeignet sind die geländetauglichen E-Fully für unbefestigte Strecken, anspruchsvolleres Gelände, Sprünge und Downhill-Fahrten.

  • Kinder E-Mountainbike: Geringes Gewicht, eine leicht bedienbare Schaltung, eine sensible Federung, breitere und grobstollige Reifen ermöglichen die Erkundung leichten Geländes, Schotterwege und kleine Trail-Parks.

  • E-Lastenrad: Ideal um auf kurzen Strecken großes Gewicht mit Motor-Unterstützung zu transportieren. Es gibt verschiedene Varianten von kompakt über Koffervorbau bis zu variablen Anbaumöglichkeiten für unterschiedliche Trägersysteme. Außerdem kann der Nutzer zwischen ein- oder mehrspurigen Lastenbikes entscheiden.

Abo, Kauf & Co: Welcher Weg führt mich zum E-Bike?

Bei E-Bikes gibt es inzwischen verschiedene Möglichkeiten in der Anschaffung. Welche die beste ist, hängt vom individuellen Mobilitätsbedürfnis und -verhalten in Alltag und Freizeit ab.


Sharing

Verleih

Abo*

Leasing

Kauf* (gebraucht)

Verfügbarkeit

Stationen/ Geschäftsgebiete

Stationen

bundesweit

bundesweit

bundesweit

Nutzungsdauer

Minuten/Stunden

Tage

Monate

3 Jahre

Lebensabschnitt

Eigentum

nein

nein

nein (Kaufoption)

nein

ja

Charakter

situativ, kurzentschlossen

touristisch

flexibel, rundum-versorgt

geldwerter Vorteil,

individuell

dauerhaft, individuell

Modellauswahl

keine

gering

groß

frei

frei

Zielgruppe/

Einsatzzweck

City-Touristen, Kurzstrecke & "Letzte Meile"

Urlauber, Ausflugstouren

Maximale Flexibilität für Neueinsteiger, Unentschlossene, Experimentierfreudige und Saisonfahrer

Angestellte, Selbständige, Pendler, Freizeitfahrer/-sportler

Alltagsfahrer, Tourenfahrer, Freizeitsportler

Eventuelle

Zusatzkosten

nein

Versicherung

nein

Reparatur, Schloss, (Versicherung)

Reparatur, Schloss, Versicherung, Zusatzausstattung

* Über ADAC e-Ride möglich. Infos auf adac.de/e-ride

In der ADAC Vorteilswelt gibt es eine breite Palette von E-Bikes aller Kategorien mit Nachlässen für Mitglieder. Die variable Laufzeit der Abos von 6 oder 12 Monaten lässt alle Möglichkeiten offen, das gewünschte E-Bike umfassend auszuprobieren oder auch nur für eine gewisse Zeit zum überschaubaren Monatspreis zu nutzen. Die Räder werden deutschlandweit kostenfrei an die Haustür geliefert. Für ADAC Mitglieder entfällt die Startgebühr. Ein hochwertiges Schloss gehört zum Lieferumfang, nötige Reparaturen sind inbegriffen ebenso wie eine Diebstahlversicherung.

Zudem gibt es die Möglichkeit, ein gebrauchtes E-Bike zu kaufen, welches professionell refurbished (Austausch der Verschleißteile, Qualitätscheck durch Experten) wurde. Und man setzt ein Zeichen für Nachhaltigkeit moderner Mobilität.

Das E-Bike mit dem E-Auto transportieren

Wer Elektromobilität auf zwei und vier Rädern kombinieren möchte, kommt um den Transport des E-Bikes nicht herum. Aber sind besonders E-Autos dazu überhaupt in der Lage? Generell gilt: Wer über eine Anhängerkupplung verfügt, kann einen Radträger als Zusatzausstattung in Betracht ziehen.

Mr. Ride gibt Tipps zum richtigen Transport von E-Bikes mit dem E-Auto ∙ Durch Anklicken des Vorschaubildes mit dem Play-Button werden Sie auf die Internetseite von YouTube weitergeleitet. Für deren Inhalte und Datenverarbeitung ist der jeweilige Seitenbetreiber verantwortlich. ∙ Bild: © ADAC SE

Für die Zuladung vergleichsweise schwerer Lasten wie E-Bikes, die zumeist deutlich über 20 kg auf die Waage bringen können, sind diese Dinge zu beachten:

  • Stützlast der Anhängerkupplung und Traglast des Radträgers beachten. Die Summe aus
    Eigengewicht des Heckträgers und des oder der E-Bikes darf die zugelassene Stützlast nicht überschreiten.

  • Akkus und Zubehör ggf. vom E-Bike nehmen um Gewicht zu reduzieren.

  • Auf größere Abmessungen in Länge und Breite des gesamten Fahrzeugs besonders beim
    Rangieren achten.

  • Vor Abfahrt Funktionskontrolle der Beleuchtung am Heckträger vornehmen.

  • Befestigung der E-Bikes auf dem Träger gelegentlich überprüfen.

  • Im europäischen Ausland ist meist eine rot-weiß gestreifte Warntafel nötig für überstehende Ladung. Sie muss 50 cm x 50 cm groß, reflektierend und fest angebracht sein hinter den Rädern. Doch aufpassen: Um das teure E-Bike nicht zu verkratzen, etwas Schaumstoff o.Ä. zwischen Rad und Tafel klemmen.