Sieben Jahre ZOE: Eine E-volution

Der Marktstart des Renault ZOE war der 18. März 2013. Seit dieser offiziellen Vorstellung wurden allein in Deutschland 30.400 Einheiten gekauft. Damit war der ZOE das erste Elektroauto, das die 30.000-Marke geknackt hat. Interessantes Detail nebenbei, das zeigt, wie früh Renault auf den Elektroantrieb gesetzt hat: Das Model S des Elektropioniers Tesla Motors kam auch 2013 nach Deutschland.

Auch für den neuen Renault ZOE bietet die ADAC SE Privatleasing an
E-volution: Der Renault ZOE. Foto: Renault

Aber der ZOE ist inzwischen mehr als ein Pionier. Er ist auch ein Pendlerauto geworden. Denn: Die Reichweite ist gestiegen und dürfte zwar nicht für alle, aber eben doch für viele Fahrprofile von Pendlern passen. Das beliebteste E-Auto in Deutschland und Europa hat heute, in der aktuellen Version, eine WLTP-Reichweite von bis zu 395 Kilometern. In der Realität sind dies mehr als 300 Kilometer und zwar auch bei einer sportlicheren Fahrweise.

Die Reichweite genügt für den täglichen Bedarf in Stadt und Umland. Auch vielen Menschen, die auf dem Land ihrer Arbeit nachgehen und täglich etwa 150 Kilometer mit dem Auto fahren, reicht der ZOE voll aus und das auch schon in der Vorgängerversion des aktuellen Modells. Das Beispiel eines Landpastors, der den ZOE in der fahrintensiven Seelsorge und in einem psychologischen Notdienst nutzt zeigt dies klar. Dieses individuelle, aber konkret aus dem Leben gegriffene Beispiel macht außerdem deutlich, dass die Reichweite auch im Winter für viele Alltagsanwendungen tauglich ist. 

Fast schon mitten im Mainstream

Die ADAC SE bietet seit September 2018 Privatleasing für den Renault ZOE an
Renault ZOE auf der langen Nacht der Architektur in München. Foto: ADAC SE/ Christian Buric
Spätestens jetzt, im März 2020, wird deutlich: Der ZOE ist auch in der ADAC Mitgliedschaft angekommen. Seit September 2018 – damals begann die Leasing-Kooperation zwischen ADAC SE und Renault Deutschland – haben mehr als 4000 ADAC Mitglieder den ZOE zu Sonderkonditionen geleast. In Anbetracht des immer noch „spitzen“ Markts und der noch nicht einmal zweijährigen Laufzeit des Programms ist dies ein stattlicher Anteil am gesamten ZOE-Leasing-Bestand. E-Autos insgesamt, und somit auch der ZOE, sind zwar noch kein Mainstream, dafür sind immer noch zu wenig Stromer unterwegs, aber: E-Autos haben sich ihren Platz im Markt erkämpft.

Außen hat sich der ZOE nur leicht verändert. Mit dem Facelift ist er markanter geworden. Durch verschiedene Akustik-Maßnahmen hat Renault den Innenraum des ZOE ruhiger werden lassen. 

Nachhaltig nachgehalten: Technik

Das oft inflationär gebrauchte Modewort „nachhaltig“ kennt jeder. Was aber „nachhalten“ heißt, laut Duden nämlich „verfolgen“ und „zwecks Überprüfung dokumentieren“, ist nicht unbedingt immer klar. Man sagt auch, „die Suppe hält nicht lange nach“, gemeint ist, dass sie nicht lange sättigt. Beim ZOE wurde immer wieder nachgehalten, das Ziel verfolgt und immer wieder überprüft und dokumentiert, ob und wie man sich der Nachhaltigkeit noch weiter annähern kann. Renault hat die sieben Jahre genutzt, um die Technik permanent zu verbessern: Der ZOE ist ausgereift und erwachsen geworden. Er „sättigt“. Die Batterie wurde verbessert. Sie hat nun 41 Kilowattstunden (kWh). Vorher war es etwas mehr als die Hälfte. Und: Den ZOE gibt es auch mit einer großen Batterie mit 52 KWh, eine Kapazitätsanhebung um 24 Prozent. 

Außerdem kann der ZOE in der neuen Version auch Gleichstrom laden, das heißt: Schnellladen ist möglich. Er ist optional mit einem sogenannten CCS-Ladestecker (Combined Charging System) ausgestattet. Zu betonen ist hier das „optional“, denn CCS kostet Aufpreis. Der ADAC hat zuletzt gefordert, E-Autos generell serienmäßig mit CCS auszustatten. CCS in Serie würde auch die Fähigkeit zum Pendeln unterstreichen. Während der kompakte Fünftürer Strom zapft, kann man gemütlich shoppen oder beim Café au Lait sitzen. Auch die Gleichstrom-Option verdeutlicht die technische Entwicklung: Früher konnte der ZOE nur Wechselstrom laden. 

Geblieben ist dem ZOE als Spezialität die Batteriemiete. Ohne die monatliche Akku-Miete wäre der ZOE in der Anschaffung um mehr als 8000 Euro teurer. Ebenfalls an Bord geblieben ist die Wärmepumpe. Sie ist serienmäßig, wie schon beim Vorgängermodell.

Abrieb als Antrieb für die Branche

Kurz vor seinem siebten Geburtstag hat der ZOE noch eine weitere technische Neuerung erhalten. Es gibt jetzt die sogenannte Fahrstufe B. Die Rekuperation ist dabei intensiver. Das heißt, mehr Energie als bisher wird zurückgewonnen. Das sogenannte One-Pedal-Driving ermöglicht das. Dabei wird nur mit einem Pedal und vorausschauend gefahren. Nimmt man den Fuß vom stromgebenden Pedal, wird stark verzögert, so dass die Bremse gar nicht so oft bedient werden muss, wie man das sonst beim Autofahren gewohnt ist. Das ist vor allem im Stadtverkehr nützlich. 

Verkehrspsychologischer Nebeneffekt des B-Modus: Die Technik motiviert zum defensiven und vorausschauenden Fahren. Das bringt einen positiven Mitnahmeeffekt für die Umwelt: Die Bremse wird geschont, die Beläge reiben sich weniger ab. Das wiederum bedeutet, dass weniger Feinstaub entsteht. Parallel zum B-Modus hat der neue ZOE auch ein neues Bremssystem bekommen. An der Hinterachse sind nun Scheibenbremsen anstelle der Trommelbremsen platziert. 

Das Beispiel „weniger Bremsen und mehr Energierückgewinnung“ zeigt ganz generell, dass es selbstverständlich einen Abrieb gibt. Wie sollte es auch anders sein? Wie bei Verbrennern auch entsteht beim Elektroauto nicht nur ein Abrieb der Bremsbeläge, sondern auch Reifenabrieb. Hierbei ist zu bedenken, dass E-Autos durch die Batterie meist schwerer sind als vergleichbare Verbrennerfahrzeuge. Obwohl also ein Elektroauto lokal kein Kohlendioxid und keine Stickoxide ausstößt und somit als lokal emissionsfrei gilt, entstehen Emissionen durch Abrieb. Dennoch: Technologie, das zeigen der ZOE und andere Elektroautos, kann den Bremsabrieb eindämmen. Sowohl die Bremsen als auch die Reifen werden wichtige Forschungsfelder für Hersteller und Zulieferer von E-Autos bleiben, um elektrisch angetriebene Fahrzeuge zu optimieren.

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