Kfz-Versicherung für das Elektroauto: Worauf ist zu achten?

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Die guten Nachrichten zuerst: Bei Haftpflichtfragen besteht beim E-Auto kein Unterschied zu Autos mit Verbrennungsmotor. Eine erhöhte Brandgefahr geht vom Stromauto auch nicht aus, da sind sich Versicherungswirtschaft und Verbraucherschützer einig. Für E-Autos ist allerdings ein besonderer Versicherungsschutz notwendig. Mit Blick auf die steigende Zahl von Elektro- und Hybridfahrzeugen und auf Autofahrer, die bereits elektrisch unterwegs sind oder über einen Antriebswechsel nachdenken, wird die Frage nach der geeigneten Kfz-Versicherung immer wichtiger.

  • Meist wird beim E-Auto zuerst an Reichweite oder Ladegeschwindigkeit gedacht

  • Aber: Auch die passende Kfz-Versicherung ist Thema

  • Muss, etwa nach einem Marderbiss, das Hochvoltkabel, bzw. der ganze Kabelsatz, ausgetauscht werden, kann das schnell mehrere Tausend Euro kosten

Was ist mit Kabelklau, Batterieschutz und Zustandsdiagnostik?

Diebstahl des Ladekabels: Dazu gibt es noch keine polizeiliche Statistik, aber es kommt vor und man kann sich noch nicht sicher sein, wie sich diese Diebstahlgefahr entwickelt. Man sollte daher genau nachsehen, ob und wie das „Kabelthema“ versichert ist. Folgeschäden am Akku durch Tierbiss oder Kurzschluss sollten bis zu 20.000 Euro versichert sein. In gleicher Höhe sind am besten auch Überspannungsschäden an den Bauteilen des Fahrzeugs durch Gewitter mitversichert. Außerdem wichtig: Die Kosten für eine Zustandsdiagnostik der Batterie. Sie sind bei der Autoversicherung des ADAC bis 1.500 Euro abgedeckt. Wenn der Akku nicht repariert werden kann, zahlt die Versicherung des Clubs, bereits mit der Teilkasko, in den ersten 24 Monaten oder in den ersten 36 Monaten nicht nur den Wiederbeschaffungswert, sondern den Neupreis der Batterie.

Bei Brand: Löschen, Lagern, Entsorgung und Transport – all das sollte bedacht sein

Das Thema Brand ist in den Medien vieldiskutiert, obwohl es de facto höchst selten vorkommt. Es kann im Vergleich zu Autos mit Verbrennungsantrieb keine höhere Brandgefahr festgestellt werden. Kommt es aber zu einem Brand, so übernimmt die ADAC Autoversicherung bereits mit Teilkaskoschutz die Kosten, die etwa durch das Löschen, die Lagerung des Fahrzeugs in einem speziellen Wassercontainer sowie die Entsorgung des kontaminierten Löschwassers entstehen. Damit sind E-Autofahrer auch für diesen seltenen – aber sehr teuren Fall – gut abgesichert.

Allgefahrendeckung für den Akku und Schutz für die Ladestation

Für Fahrer von Elektroautos empfiehlt sich jedoch in der Regel der Abschluss einer Vollkaskoversicherung. Zum einen sind E-Autos häufig jünger und teurer als vergleichbare Verbrenner. Zum anderen enthält die Vollkasko der ADAC Autoversicherung neben den Leistungen aus dem Teilkaskoschutz, weitere wichtige Absicherungen für Elektrofahrzeuge und Hybride. Versichert ist dann die Beschädigung, Zerstörung oder der Verlust des teuren Akkus durch alle Ereignisse (Allgefahrendeckung). Auch ein selbst verschuldeter Unfall oder Vandalismus ist über den Vollkaskoschutz abgesichert.

Auch für die Ladeinfrastruktur, etwa eine Wallbox, ist ein Versicherungsschutz sinnvoll: Versichert sein sollten auch Schäden an der eigenen Ladestation, und zwar bei Vandalismus, Fehlbedienung beim Laden oder auch bei einem Fahrzeugfehler.

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