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Elektroauto oder Hybridauto leasen: Was lohnt sich aktuell mehr?

• Lesezeit: 6 Min.

Von ADAC SE Kommunikation

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Ein weißes Auto fährt auf einer Straße die Küste entlang durch eine Landschaft aus Bergen und Windrädern, was die Vorteile ein Elektroauto oder Hybridauto zu leasen widerspiegelt.
© pixabay

Die Entscheidung zwischen einem Elektroauto und einem Hybridauto wird für viele Autofahrer immer wichtiger. Insbesondere dann, wenn es um das Leasing geht. Beide Antriebsarten haben unterschiedliche Eigenschaften, die bei der Fahrzeugwahl berücksichtigt werden sollten. Dazu zählen beispielsweise Anschaffungs- und Betriebskosten, Reichweite, Lade- beziehungsweise Tankmöglichkeiten sowie die individuellen Anforderungen im Alltag.

Um Licht ins Dunkel zu bringen, haben wir Dr. Christian Buric alias Dr. E, Spezialist für Elektromobilität und Pressesprecher bei der ADAC SE, gebeten, durch die wichtigsten Aspekte zu führen. Dr. E beantwortet häufig gestellte Fragen und gibt Einblicke, die sowohl finanzielle als auch praktische Überlegungen für das Leasing eines E-Autos oder Plug‑in-Hybriden (PHEV) abdecken.

E-Auto oder Hybridauto leasen – der Vergleich

Die Entscheidung, ob man ein Elektroauto oder ein Hybridauto leasen sollte, hängt von vielen Faktoren ab. Diese umfassen nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch Betriebskosten, Reichweite und Ladeinfrastruktur sowie Umweltaspekte. Beim nachfolgenden Vergleich dieser Themen geht es darum, die Vor- und Nachteile zu verstehen, um die passende Wahl für die jeweiligen individuellen Bedürfnisse treffen zu können.

Anschaffungs- und Betriebskosten

Grundsätzlich können die Verfügbarkeit und auch Beliebtheit bestimmter Modelle die Leasingraten beeinflussen. Denn sollte ein Modell besonders gefragt sein oder es gibt Produktionsengpässe, können die Leasingraten steigen. Dies gilt sowohl für Elektroautos als auch für Plug‑in-Hybride. Auch konnten in der Vergangenheit mit staatlichen Förderungen für Elektroautos und PHEV, die Leasingkosten gesenkt werden. Dr. E, warum unterscheiden sich die Leasingraten von Elektroautos und Plug‑in-Hybriden, und was beeinflusst diese Unterschiede?

Dr. E: Dafür habe ich ein praxisnahes Beispiel. Der Peugeot e-308 165 GT (Gesamtpreis: 48.140 Euro) ist im Vergleich mit seinem Hybrid-Pendant, dem Peugeot 308 Plug‑in-Hybrid 180 GT (Gesamtpreis: 44.950 Euro), in der Anschaffung und somit auch im Leasing teurer. Doch er ist als reiner Stromer im Betrieb wiederum günstiger (circa 107 Euro pro Monat). Denn die Hybridvariante, die sowohl einen Verbrennungs- als auch einen Elektromotor hat, verursacht höhere Betriebs- und Wartungskosten (circa 141 Euro pro Monat). Insgesamt betragen die monatlichen Gesamtkosten, inklusive Wertverlust, Werkstattkosten und Reifen, für den Peugeot Plug‑in-Hybrid etwa 869 Euro, was diesen um 37 Euro teurer macht als das Peugeot E-Modell.

*Quelle der Kostenangaben: ADAC Autokostenrechner; Preisschwankungen bei der monatlichen Leasingrate. Beispielhafte monatliche Leasingrate vom 10.7.2024, zzgl. Kosten für Zulassung, Überführung und Lieferung.

Reichweite und Ladeinfrastruktur

Wer hauptsächlich in der Stadt fährt, eine eigene Wallbox besitzt beziehungsweise Zugang zu einer guten Ladeinfrastruktur hat, kann von den niedrigeren Betriebskosten und den spezifischen Vorteilen eines E-Autos profitieren. Wer hingegen häufiger lange Strecken zurücklegt oder in Gebieten mit schlechter Ladeinfrastruktur unterwegs ist, könnte mit einem Plug‑in-Hybrid die bessere Wahl treffen, da dieser mehr Flexibilität bietet und die Sorge um die Reichweite verringert.

Welche Überlegungen sollten insbesondere Pendler, die sowohl innerstädtisch als auch längere Strecken fahren, beim Leasing eines E-Autos oder Plug‑in-Hybrids anstellen?

Dr. E: Elektroautos bieten inzwischen Reichweiten von über 600 Kilometern, aber die Ladeinfrastruktur ist noch im Aufbau. Für Vielfahrer kann die Ladezeit ein Hindernis sein. Hybride hingegen bieten die Flexibilität, überall tanken zu können und sind damit ideal für längere Strecken. Sie können zudem kürzere Strecken rein elektrisch fahren, was den Kraftstoffverbrauch reduziert. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass nicht alle Plug‑in-Hybridfahrzeuge gleich sind, wie auch der ADAC in fachlichen Diskussionen betont. Doch die elektrischen Reichweiten von PHEVs verbessern sich – mehr als 100 Kilometer sind mittlerweile möglich. Das heißt: Für Pendler können sie eine kostengünstige Option sein, vor allem bei günstigem Strom. Doch es ist entscheidend, die spezifischen Verbrauchswerte genau zu prüfen, um ein vollständiges Bild zu erhalten.

Dr. Christian Buric, alias Dr. E, an einer öffentlichen E-Ladestation gibt Tipps um beim E-Auto mehr Reichweite zu haben.

„Pendler, die innerstädtisch und längere Strecken fahren, sollten beim Leasing eines E-Autos oder Plug-in-Hybrids die Reichweite und eine gute Ladeinfrastruktur berücksichtigen. Beim Leasing eines PHEV sollte man fähig sein, regelmäßig via Heimladestation zu laden, um häufig elektrisch zu fahren und die Vorteile des Fahrzeugs zu maximieren.“

Dr. Christian Buric alias Dr. E©ADAC SE/Theo Klein

Vollhybrid: Elektrisch fahren ohne Stromanschluss

Dr. E zum Thema Vollhybrid: Bremst Du noch oder rekuperierst Du schon?
Mehr erhellendes Wissen von Dr. E: Elektrisierendes Know-how rund um die E-Mobilität© ADAC SE

Ein Vollhybrid (HEV) kombiniert einen Verbrennungs- und einen oder mehrere batteriebetriebene Elektromotoren, die entweder gemeinsam oder unabhängig voneinander arbeiten können. Der Unterschied zum Plug‑in-Hybrid (PHEV): Das Aufladen an externen Ladesäulen ist nicht erforderlich. Stattdessen lädt sich die Batterie während der Fahrt durch Bremsenergie-Rückgewinnung (Rekuperation) auf. Das macht den Vollhybrid interessant für Autofahrer, die in der Stadt wohnen und in erster Linie in urbanen Gebieten unterwegs sind. Denn hier ist der sogenannte "Stop and Go" Verkehr typisch und kommt dem elektrischen Fahren eines Vollhybridfahrzeugs zugute.

Interessante Alternative – das Vollhybridauto

Finden Sie in der ADAC Fahrzeugwelt attraktive Leasingangebote in diesem Segment mit einem Preisvorteil von 300 Euro und günstigen Monatsraten:

Renault setzt bei diesen Full-Hybriden auf seine fortschrittliche E-Tech-Technologie, die einen nahtlosen Übergang zwischen den Antriebssystemen ermöglicht und damit das Zusammenspiel von Antrieb, Fahrkomfort und Effizienz unterstützt.

Finden Sie außerdem weitere Hybrid Leasing Angebote.

Unterschiede der Antriebskonzepte und CO₂-Emissionen

Bei der Wahl zwischen Elektroauto und Plug‑in‑Hybrid spielen unter anderem die jeweiligen Antriebskonzepte sowie die ausgewiesenen Verbrauchs- und Emissionswerte eine Rolle.

Welche Unterschiede bestehen zwischen vollelektrischen Fahrzeugen und Plug‑in‑Hybriden, und welche Bedeutung haben diese für potenzielle Leasingnehmer?

Dr. E: Plug‑in‑Hybride können im Vergleich zu Fahrzeugen mit reinem Verbrennungsmotor je nach Nutzung Kraftstoff einsparen, sind jedoch weiterhin auf einen Verbrennungsmotor angewiesen. Dabei ist wichtig zu wissen: Die EU-Kommission wird ab 2025 die CO₂-Berechnung für Plug‑in‑Hybride anpassen. Hintergrund ist, dass Hersteller PHEVs mit Verbrauchswerten bewerben, die unter definierten Testbedingungen ermittelt werden. In der Praxis können die tatsächlichen Werte jedoch je nach Fahr- und Ladeverhalten davon abweichen. Deshalb hat die EU bereits 2022 beschlossen, die Bewertungsmaßstäbe anzupassen. Die Änderungen werden schrittweise umgesetzt und sollen künftig die tatsächliche Fahrzeugnutzung stärker berücksichtigen.

Das heißt: Interessenten, die ein Plug‑in‑Hybridfahrzeug in Betracht ziehen, sollten neben den Herstellerangaben auch das eigene Fahr- und Ladeverhalten berücksichtigen. Insbesondere bei Fahrzeugen, die überwiegend mit dem Verbrennungsmotor genutzt werden, können die tatsächlichen Verbrauchs- und Emissionswerte von den ausgewiesenen Testwerten abweichen.

E-Auto vs. Hybridauto: Vor- und Nachteile im Überblick

Elektroauto:

  • Vorteile: Lokaler Fahrbetrieb ohne Auspuffemissionen, leiser Betrieb

  • Nachteil: Abhängig von Ladeinfrastruktur

Hybridauto (Plug-in):

  • Vorteil: Flexibilität durch zwei Antriebsarten

  • Nachteil: Komplexere Technik

Elektroauto:

  • Vorteil: Mögliche Prämien und Verkaufsaktionen

  • Nachteil: Höherer Preis (aufgrund kostenintensiver der Batterietechnik)

Hybridauto (Plug-in):

  • Vorteil: Oft günstiger als E-Autos

  • Nachteil: Teurer als reine Verbrenner

Elektroauto:

  • Vorteil: Weniger bewegliche Teile, niedrigere Wartung

  • Nachteil: Hohe Batteriekosten

Hybridauto (Plug-in):

  • Nachteil: Höhere Wartungskosten, da mehr Komponenten, die gewartet werden müssen

Tipp: In der ADAC Fahrzeugwelt profitieren Mitglieder des Automobilclubs beim E-Autoleasing und Hybrid-Leasing von einem Rückgabeschutz in Höhe von 300 Euro.

Elektroauto:

  • Vorteil: Vergleichsweise niedrige Energiekosten

  • Nachteil: Kosten können je nach Ladeort und Stromtarif variieren

Hybridauto (Plug-in):

  • Vorteil: Sparsam im Stadtverkehr, Benzinersparnis möglich

  • Nachteil: Kosten variieren je nach Fahr- und Ladeverhalten sowie den Kraftstoffpreisen

Elektroauto:

  • Vorteil: Ladeinfrastruktur wächst stetig

  • Nachteil: Ladezeiten und die Verfügbarkeit von Ladepunkten können je nach Region variieren

Hybridauto (Plug-in):

  • Vorteil: Dichtes Tankstellennetz, schnelles Tanken

  • Nachteil: Zusätzliches Laden und Tanken müssen im Alltag berücksichtigt werden

Elektroauto:

  • Vorteil: Lokaler Fahrbetrieb ohne Auspuffemissionen

  • Nachteil: Die Fahrzeugherstellung umfasst unter anderem die Produktion einer Traktionsbatterie

Hybridauto (Plug-in):

  • Vorteil: Elektrische Fahranteile sind je nach Nutzung und Ladeverhalten möglich

  • Nachteil: Das Fahrzeug verfügt zusätzlich über einen Verbrennungsmotor und Kraftstofftank

Elektroauto:

  • Vorteil: Je nach Zulassungszeitpunkt können steuerliche Vorteile oder marktbezogene Anreize relevant sein (z. B. Kfz-Steuerbefreiung für bestimmte Fahrzeuge).

  • Nachteil: Förderbedingungen und finanzielle Anreize können sich ändern oder entfallen.

Hybridauto (Plug-in):

  • Vorteil: Je nach Zeitraum und Marktumfeld können Herstelleraktionen oder Sonderkonditionen verfügbar sein.

  • Nachteil: Staatliche Fördermöglichkeiten sind begrenzt bzw. abhängig von den jeweils geltenden Rahmenbedingungen.

Dr. E's abschließende Empfehlungen

Die Wahl zwischen Elektroauto und Plug‑in-Hybrid hängt stark von den individuellen Bedürfnissen und Fahrgewohnheiten ab. Dr. E, welche Schritte sollten Leasinginteressenten unternehmen, um die richtige Wahl zwischen einem E-Auto und einem Plug‑in-Hybrid zu treffen?

Dr. E: Wer hauptsächlich kurze Strecken fährt und Zugang zu einer Ladeinfrastruktur hat, könnte mit einem Elektroauto besser bedient sein. Ich persönlich finde, dass für längere Fahrten und größere Flexibilität ein Hybridauto eine gute Wahl sein kann. Voraussetzung ist jedoch eine Lademöglichkeit zu Hause, in unmittelbarer Nähe oder beim Arbeitgeber. Wer bei der Fahrzeugwahl Wert auf aktuelle Technik und neue Entwicklungen legt, sollte möglicherweise nicht länger als zwei Jahre leasen.

Grund: Die Technologie schreitet so schnell voran, auch bei PHEVs, und damit auch die Reichweiten. So lässt sich nach einigen Jahren besser beurteilen, ob ein Wechsel auf ein neueres Modell sinnvoll ist oder ob ein anderes Antriebskonzept besser zum persönlichen Nutzungsprofil passt.

Lese-Tipp: Verunsichert, welche Laufzeit für die Finanzierung des Wunschfahrzeugs die beste Wahl ist? Im Vergleich: Kurze und lange Laufzeiten bei Leasing und Finanzierung.

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