In speziellen Kunststoff-Boxen sind Tiere im Auto meist gut aufgehoben, den „Höhlen“- Charakter empfinden sie zudem als angenehm. Der Grad der Sicherheit hängt aber stark davon ab, wo die Box im Fahrzeug platziert wird. Verankert auf der Rücksitzbank mit dem Fahrzeuggurt erwies sich das Kunststoffmaterial beim 50 km/h-Aufprall als eindeutig zu schwach: Gittertüre und Deckel zerbrachen bereits unter der Belastung unserer gerade mal 4 Kilo leichten Test-Katze.
Ein deutlich besseres Sicherheitspotenzial bieten diese Boxen, wenn sie im Fußraum hinter den Vordersitzen platziert werden – Material und Tier überstanden die im Test auftretenden Kräfte gut zu schaffen ist das aus Platzgründen allerdings nur bei kleineren Tieren in entsprechend kompakten Behältnissen.
Für die Unterbringung größerer Boxen bietet sich der Laderaum von Kombi –und Schräghecklimousinen sowie Vans und Geländewagen an. Auch hier zeigten die Versuche: Nur wer richtig platziert, schafft eine sichere Mitfahrgelegenheit. Wird die Box quer (!) zur Fahrtrichtung und direkt an die Lehne der Rücksitzbank gestellt, verteilen sich die beim Crash auftretenden Kräfte seitlich recht gleichmäßig auf den gesamten Körper des Tieres. So übersteht das Tier die Belastungen bei Unfall und Vollbremsung am ehesten.
Box und teilweise auch die Rückenlehne wurden zwar verformt, sie hielten der Belastung aber stand. Optimieren lässt sich das Sicherungspotenzial zusätzlich, wenn zusätzlich ein stabiles Trenngitter montiert ist. Damit werden insbesondere bei schweren Unfällen die Risiken für Passagiere auf der Rücksitzbank noch einmal reduziert. ADAC-Urteil: Empfehlenswert für Herr und Hund.