Fazit
Immer wenn es deutlich kälter wird, nehmen die Ausfälle aufgrund defekter Batterien erheblich zu. Dies ist der häufigste Grund, aus dem der ADAC gerufen wird. Starthilfe musste 860.000 mal geleistet werden, in über 640.000 Fällen war die Batterie defekt oder entladen. Auch das Motormanagement war eine häufige Problemursache.
Es gibt aber auch Lichtblicke: In knapp 84 Prozent der Pannenhilfen konnten die Havaristen danach wieder selbst weiterfahren. Es musste also nur selten abgeschleppt werden.
In allen Fahrzeugklassen liegen deutsche Modelle vorn. Lange Jahre kritisiert, scheint endlich das nötige Qualitätsbewusstsein bei den inländischen Herstellern angekommen zu sein. Wichtig ist, jetzt nicht am falschen Ende auf Kosten der Zuverlässigkeit zu sparen. Sonst läuft es wie bei Honda, Hyundai und Kia, die stark abgefallen sind. Bei den übrigen Marken zeigen sich nur geringe Änderungen gegenüber den Vorjahren.
Die Wirtschaftskrise und die Abwrackprämie in 2009 haben sich in der Pannenstatistik durch eine Veränderung der Fahrzeugsegmente auch 2011 wieder gezeigt. Neue Modelle sind aufgenommen worden, andere verschwunden. Der Trend zu kleineren Fahrzeugen macht sich deutlich bemerkbar. Durch den Wegfall vieler alter Modelle wurde eigentlich erwartet, dass das Pannenvolumen zurückgeht. Das Gegenteil war aber der Fall. Besonders im Kleinwagensegment wurden damals viele Re-Importe sowie Gebrauchtwagen zugelassen, die ein höheres Pannenvolumen verursachen.