Naturgemäß können sich die optischen Eigenschaften eines matten Lackes durch mechanische Einwirkungen – etwa durch Bürsten einer Waschanlage oder durch Lackreiniger/Polituren mit schleifender Wirkung – verändern: Die Oberfläche wird geglättet und damit glänzender. Zudem können Wachse und Polymere aus Autowaschanlagen die feinen Poren des Mattlackes allmählich schließen und ebenso zu einer glatten, glänzenden Oberfläche führen. Auffällig wird dies besonders im Vergleich zu frisch lackierten Flächen, also nach einer partiellen Reparaturlackierung.
Zur regelmäßigen Fahrzeugpflege kann nach derzeitigem Erkenntnisstand nur eine manuelle Fahrzeugreinigung mittels Hochdruckreinigungsgerät (Kärcher) oder eine Waschanlage mit textilem Waschmaterial ohne Wachskonservierung (z. B. Cabrio-Waschprogramm) empfohlen werden.
Zur Beseitigung von stärkeren Verschmutzungen (Teer, Insekten) sollten möglichst nur chemische Mittel verwendet werden; beispielsweise Insektenschwämme können die matte Oberflächenanmutung dauerhaft verändern. Wer sich vor bösen Überraschungen schützen möchte, sollte unbedingt die Vorgaben des Fahrzeugherstellers beachten und einen Anwendungsversuch an unauffälliger Stelle durchführen.
Von vier Anbietern gibt es spezielle Mittel für matte Lacke: Petzoldt’s Mattlack-Pflege, Meguiar´s Quik Detailer, OPAQUE von Swizoel und ein Originalpflegemittel von Rolls Royce. Bei den Produkten handelt es sich grundsätzlich um Reinigungssubstanzen zur sogenannten „Trockenwäsche“. Weitere spezielle Pflegemittel – auch zur Nasswäsche – befinden sich derzeit in der Entwicklung