Die meisten fest eingebauten Navigationssysteme sind mit TMC-Empfang ausgestattet. Bei mobilen Geräten muss dagegen manchmal ein extra Empfänger gekauft werden – sofern überhaupt verfügbar.
TMC ist in seiner Basisversion kostenlos. Die Gebühren für die kommerzielle Variante „TMCpro“ sind oft schon im Gerätepreis oder in einer Servicepauschale enthalten. Welches System das jeweilige Gerät beherrscht, erkennt man am Logo „TMC“ bzw. „TMCpro“.
Mit TMC lassen sich vor allem Staus auf Fernstraßen komfortabel und zeitsparend umfahren. Außerdem werden Autofahrer vor Gefahren gewarnt. Das System überträgt keine Wörter und Sätze, sondern nur Codes, etwa für „Stau“, „Länge“ und Ortsangaben sowie einzelne Buchstaben und Ziffern, aus denen dann erst im Empfangsgerät Klartext-Meldungen wie „Stau 8 km Länge auf der A8 München-Stuttgart“ erzeugt werden.
Diese Sender strahlen TMC-Meldungen aus (Quelle: BASt):
Antenne Bayern (privat), Bayerischer Rundfunk (BR 3), Deutschlandfunk (DLF), Deutschlandradio Berlin (D-Radio), Hessischer Rundfunk (HR 1, HR 2, HR 3), Mitteldeutscher Rundfunk (MDR 1 Radio Sachsen, MDR 1 Radio Sachsen-Anhalt, MDR 1 Radio Thüringen, JUMP), Norddeutscher Rundfunk (NDR 2), Radio Bremen (RB), Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB 88,8, Info Radio, Antenne Brandenburg), Saarländischer Rundfunk (SR 1 Europawelle, SR 3 Saarlandwelle), Südwestrundfunk (SWR 1 BW, SWR 1 RP, SWR 2, SWR 3), Westdeutscher Rundfunk (Eins Live, WDR 2, WDR 3, WDR 4, WDR 5, Funkhaus Europa).
TMC-Sendernetz
Das TMC-Sendernetz ist auch in Dänemark, Schweden, Finnland, Großbritannien, Belgien, Holland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Italien und Spanien flächendeckend oder regional entlang der touristischen Routen verfügbar. Weitere Länder wie Ungarn, Tschechien und Portugal wollen sich anschließen. Generell gilt: Auch im Ausland kann man TMC-Meldungen in seiner Muttersprache empfangen. Besitzer von digitalen Autoradios (DAB) können ebenfalls von TMC-Verkehrsnachrichten in Deutschland profitieren.
Verkehrsinformationen
TMC hat sich seit seiner Einführung im Jahr 1997 zu einem erfolgreichen Verkehrsinformationssystem – mit mehreren Millionen Empfangsgeräten allein auf deutschen Strassen – entwickelt und ist aus dem Segment der Navigationsgeräte nicht mehr wegzudenken.
Verkehrsinformationen können auch über Handy (Mobilfunk) von privaten Anbietern für Telematikdienste ins Fahrzeug übertragen und im Navigationssystemen für die automatische Stau-Umfahrung (dynamische Routenberechnung) eingesetzt werden. Dieser Service ist kostenpflichtig.
Offboard-Navigationssysteme
Eine weitere Variante mobilfunkgestützter Verkehrsinformationssysteme sind die so genannten Offboard-Navigationssysteme auf Handys oder Taschencomputern (PDA). Dabei werden die Routen nicht im Gerät selbst, sondern auf dem Server des Serviceproviders unter Berücksichtigung der aktuellen Verkehrslage errechnet und kostenpflichtig über Mobilfunk an das Navigationssystem im Auto gesendet.